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Ahornberg (Konradsreuth)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ahornberg
Gemeinde Konradsreuth
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(370)&title=Ahornberg 50° 14′ N, 11° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(370) 50° 14′ 23″ N, 11° 48′ 4″ O
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Höhe: 619 m ü. NHN
Einwohner: 370 (1. Jan. 2025)<ref name="Einwohner">Zahlen und Daten. In: konradsreuth.de. Gemeinde Konradsreuth, 1. Januar 2025, abgerufen am 1. März 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95176
Vorwahl: 09292
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Datei:Schule Ahornberg 2014.JPG
Schulgebäude

Ahornberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Konradsreuth im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Der Ort liegt in der Gemarkung Ahornberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref> Wahrzeichen der Ortschaft ist die evangelische St.-Martins-Kirche. Der 54 Meter hohe Kirchturm ist von vielen Orten aus zu sehen.

Geografie

Das Pfarrdorf bildet mit Reuthlas im Südosten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt auf freier Flur. Südlich des Ortes entspringt der Ulrichsbach, ein linker Zufluss der Sächsischen Saale. Die Kreisstraße HO 25 führt die Bundesautobahn 9 unterquerend nach Absang (3,6 km westlich) bzw. nach Reuthlas zur Staatsstraße 2461 (1 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls die A 9 unterquerend nach Almbranz (2,2 km nördlich). Ein Anliegerweg führt nach Gottschalk (1,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Februar 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Ahornberg wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt und war Hauptort der sogenannten Sieben freien Dörfer.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 3.</ref>

Zur Realgemeinde Ahornberg gehörte Birkenhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ahornberg aus 59 Anwesen (1 Hof, 8 Halbhöfe, 8 Viertelhöfe, 6 Dreiachtelhöfe, 1 Einachtelhof, 1 Sölde, 2 Wirtshäuser, 1 Haus, 31 Tropfhäuser) und einer Pfarrkirche, Pfarrhaus und Schulhaus. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref name="H399">A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 399.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Ahornberg dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Ahornberg gebildet. Zu diesem gehörten Absang, Almbranz, Birkenhof und Edlendorf. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Ahornberg, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg (1919 in Finanzamt Münchberg umbenannt). Gottschalk und Ringlasmühle wurden erst später auf dem Gemeindegebiet gegründet. Ab 1862 gehörte Ahornberg zum Bezirksamt Münchberg (1939 in Landkreis Münchberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Münchberg (1879 in Amtsgericht Münchberg umgewandelt). 1972 kam die Gemeinde an den Landkreis Hof.<ref name="H485">A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 485.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 13,603 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Ahornberg am 30. April 1978 aufgelöst: Ahornberg, Birkenhof, Gottschalk und Ringlasmühle wurden nach Konradsreuth eingemeindet, Absang, Almbranz und Edlendorf nach Helmbrechts.<ref> </ref><ref>Konradsreuth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref>

Wappen

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Ahornberg ist gespalten, vorne geviert von Silber und Schwarz in Erinnerung an die Hohenzollern und das Fürstentum Bayreuth, hinten als redendes Wappen, in Silber ein grüner Ahornbaum auf grünem Berg.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 4.</ref>

Baudenkmäler

  • Martinskirche (Ahornberg), evangelisch-lutherische Pfarrkirche<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Konradsreuth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Almbranzer Straße 4: Wohnhaus<ref name="Denkmalliste"/>
  • Kirchgasse 4: Pfarrhaus<ref name="Denkmalliste"/>

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ehemaliges Baudenkmal
  • Haus Nr. 64: Wohnstallbau mit Frackdach, wohl noch 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv, im Obergeschoss auf der Hofseite schlichtes Riegelfachwerk. Strohdach.<ref>T. Breuer: Münchberg, S. 7. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Ahornberg

Jahr 1812 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 836 1087 1105 1149 1185 1116 1149 1182 1249 1238 1251 1149 1063 993 946 846 835 790 709 1062 1041 946 724 692
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 128 155 151 159 153 151 143 144
Quelle <ref name="H485"/> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 152, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 910–911, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 142 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1083, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1031 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1079–1081 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1115 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 963 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 707 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 155 (Digitalisat).</ref>

Ort Ahornberg

Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2021 2025
Einwohner <templatestyles src="FN/styles.css" /> *489 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *480 678 681 716 611 461 626 425 444 389 369 370
Häuser<ref name="Häuser" /> <templatestyles src="FN/styles.css" /> *70 82 83 86 80 82 108
Quelle <ref name="H485"/> <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 306 (Digitalisat).</ref> <ref name="Einwohner"/>
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* 
inklusive Birkenhof

Religion

Ahornberg ist Sitz der Pfarrei St. Martin, die seit der Reformation evangelisch-lutherisch ist.<ref name="H399"/><ref name="OV 1961"/>

Infrastruktur und Vereine

Im Ort gibt es Landwirtschaft, Einzelhandelsgeschäfte, einige Handwerksbetriebe, zwei Gaststätten, eine staatliche Berufsschule, Berufsfachschulen für Hauswirtschaft, Kinderpflege, Sozialpflege, gastgewerbliche Berufe sowie die Fachakademie für Sozialpädagogik und Hauswirtschaft. Auf dem Gelände der Schule steht eine Skulptur der Köditzer Künstlerin Margarete Wiggen. Ferner gibt es in Ahornberg ein reichhaltiges Vereinsangebot, wie zum Beispiel den FC Ahornberg, den Gesangverein Ahornberg und die Freiwillige Feuerwehr Ahornberg, auch Nordic Walking und Aerobic werden angeboten. Veranstaltungen sind das alle zwei Jahre stattfindende Fest der Ahornberger Vereine und das jährliche Dorffest.

Literatur

Weblinks

Commons: Ahornberg (Konradsreuth) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Konradsreuth Vorlage:Hinweisbaustein