Ahl al-kisā'
Die Ahl al-kisāʾ, zu deutsch Leute des Mantels (arabisch أهل الكساء), sind jene Personen, welche mit dem islamischen Propheten Mohammad unter seinem Mantel gewesen sein sollen, als er den Koranvers 33:33 rezitierte. Das waren Mohammad, Ali ibn Abi Talib, seine Tochter Fatima und seine zwei Enkelsöhne Hasan und Husain. Synonym verwendet werden {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / أهل العبا oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / أصحاب الكساء / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / ‚Besitzer des Mantels‘.
Der Ursprung dieser Bezeichnung liegt im Hadith des Ereignisses des Mantels und dem Hadith von Mubahala. Diese Hadithe werden von Schiiten und Sunniten als authentisch eingestuft, aber unterschiedlich interpretiert.
Nach schiitischer Auffassung begründet diese Überlieferung die Sonderstellung Alis und seiner Nachkommen und insbesondere ihren Anspruch auf das Imamat,<ref>Clifford Edmund Bosworth: The Mediaeval Islamic Underworld. The Banū Sāsān in Arabic society and literature. Band 2: The Arabic Jargon Texts. Brill, Leiden 1976, ISBN 90-04-04502-3, S. 315.</ref> sowie ihrer Fehlerlosigkeit und definiert wer zur Ahl al-bait gehört.
Ereignis des Mantels
Geschichte
Im Jahre 10 der Hidschra (631/632 n. Chr.) kam eine Delegation von Christen des Nadschran auf Einladung Mohammads nach Medina. Sie diskutierten mit Mohammad, aber beide Seiten bestanden auf ihre Rechtmäßigkeit. Sie beendeten ihren Streit, indem sie sich zu einer Mubahala verabredeten. Mohammad sammelte seine Familienmitglieder Ali, Fatima, Hasan und Husain unter seinem Mantel zur bevorstehenden Mubahala. Seine Ehefrau Umm Salama fragte ihn, ob sie auch unter dem Mantel dürfe, aber Mohammed verweigerte es ihr. Während er mit seinen Familienmitgliedern unter seinem Mantel war, rezitierte er folgenden Vers:
„Hierdurch will Gott von euch, ihr Angehörigen des Hauses<ref>Ahl ul-Bayt</ref>, die Unreinheit fernhalten und euch die höchste Reinheit gewähren.“
Authentizität
Dieses Ereignis wird in schiitischen Exeget-Büchern wie Tafsir al-Qummi,<ref>Qummī: Tafsīr al-Qummī. Band 2. S. 193.</ref> Tafsir Furat al-Kufi<ref>Furāt al-Kūfī: Tafsīr al-Furāt al-Kūfī. S. 111, S. 332–337.</ref> und Al-Burhan fi tafsir al-Qur'an<ref>Baḥrānī: al-Burhān fī tafsīr al-Qurʾān. Band 2. S. 106.</ref> erzählt. Es wird aber auch im schiitischen Hadith-Buch Usul al-kafi<ref>Kulaynī: al-Kāfī. Band 2. S. 8.</ref> wiedergegeben. Sunnitische Bücher berichten über dieses Ereignis genauso, darunter Sahih Muslim,<ref>Muslim: Ṣaḥīḥ Muslim. Band 15. S. 190.</ref> al-Sawa'iq al-muhriqa,<ref>Ibn Ḥajar: al-Ṣawāʾiq al-muḥriqa. S. 143.</ref> Usd al-ghaba,<ref>Ibn al-athīr: Usd al-ghāba. Band 4. S. 29.</ref> Musnad<ref>Aḥmad b. Ḥanbal: Musnad Aḥmad ibn Ḥanbal. Band 7. S. 415.</ref> und al-Tafsir al-kabir.<ref>Fakhr al-Rāzī: al-Tafsīr al-kabīr. Band 8, S. 247.</ref>
Literatur
- Arthur Stanley Tritton: AHL al-KISĀʾ. In: Encyclopaedia of Islam. Band 1: A–B. New Edition, photomechanical reprint. Brill, Leiden u. a. 1986, S. 264.
Einzelnachweise
<references />