Aglauros (Tochter des Kekrops)
Aglauros (auch Agraulos; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Königs Kekrops I. von Athen und der Aglauros. Sie hatte zwei Schwestern, Herse und Pandrosos, und einen Bruder Erysichthon.<ref>Pausanias, Reisen in Griechenland 1,2,6</ref> Die drei Schwestern werden nach ihrer Mutter auch als Aglauriden bezeichnet.
Zu dem Tod der Aglauros gibt es zwei verschiedene Varianten: Als Eumolpos gegen Erechtheus in den Krieg zog und der länger andauerte, erhielten die Athener einen Orakelspruch, der besagte, dass der Krieg nur durch ein freiwilliges Opfer beendet werden könne. Hierauf stürzte sich Aglauros von der Akropolismauer und starb.<ref>Philochoros, Fragmenta historicorum graecorum 328 F 105–106</ref> Weil sie so die Stadt errettete, weihte man ihr an der Stelle, an der sie starb, ein Heiligtum, das sogenannte Aglaureion<ref name="Herodot">Herodot, Historien 8,53</ref><ref>Pausanias, Reisen in Griechenland 1,18,2</ref> Wegen ihrer Sünden (aus der zweiten Sage) durfte dies jedoch nur unterhalb der Akropolis von Athen errichtet werden. Hier mussten fortan die jungen Männer bei ihrer Mündigkeitserklärung und Wehrhaftmachung den Fahneneid leisten.<ref>Demosthenes, Über die Truggesandtschaft 19,303</ref><ref>Plutarch, Alkibiades 15,4</ref>
Nach der zweiten Sage erhielten die drei Schwestern Aglauros, Herse und Pandrosos von der Göttin Athene ein Kästchen zur Verwahrung. Trotz eines Verbotes in das Kästchen hineinzuschauen öffneten Aglauros und Herse das Kästchen, worin der junge Erichthonios lag. Daraufhin wurden die beiden von Wahnsinn geschlagen und stürzten sich ins Meer.<ref>Hyginus Mythographus, Fabulae 166</ref><ref>Fabius Claudius Gordianus Fulgentius, Mythologien 2,11</ref> Ovid endlich lässt sie durch Hermes in einen Stein mit hässlichen Flecken verwandeln.<ref name="Ovid">Ovid, Metamorphosen 2,708–832</ref>
Mit Ares zusammen hatte sie die Tochter Alkippe.<ref name="Apollodor">Bibliotheke des Apollodor 3,180</ref> Mit Hermes soll sie einen Sohn Keryx gehabt haben.<ref name="Pausanias">Pausanias, Reisen in Griechenland 1,38,3</ref>
Quellen
<references />
Literatur
- Roscher: Aglauros 2). In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 105–107 (Digitalisat).
- Johannes Toepffer−Kurt Wachsmuth: Aglauros, Agraulos 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 826–830.
- Gerhard Fink: Who’s who in der antiken Mythologie. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-30362-X.
- Apollodor: Die Griechische Sagenwelt, Apollodors Mythologische Bibliothek. Parkland Verlag, Köln 1997, ISBN 3-88059-932-7.
- Herodot: Historien. Kröner Verlag, Stuttgart 1971, ISBN 3-520-22404-6.
- Pausanias: Reisen in Griechenland. Artemis Verlag, Zürich und München 1987, ISBN 3-7608-3678-X.