Wm. Knabe & Co.
Wm. Knabe & Co. war ein US-amerikanisches Klavierbauunternehmen in Baltimore, Maryland, das von der Mitte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts aktiv war und später als Tochterunternehmen und Marke der Aeolian-American in East Rochester, New York bis 1982 fortgeführt wurde. Heutzutage ist der Name Wm. Knabe eine Marke von Samick Musical Instruments.
Geschichte
Wilhelm Knabe wurde am 3. Juni 1803 in Creuzburg, Sachsen-Weimar geboren. Der Koalitionskrieg von 1813 hinderte ihn an einem Studium der Pharmazie, um denselben Beruf als Apotheker wie sein Vater ausüben zu können. Stattdessen machte Knabe eine Lehre als Möbeltischler. Nach der Lehre arbeitete er zwei Jahre lang als Wandergeselle, dann für drei Jahre bei einem Klavierbauer in Gotha, und später als Klavierbauer-Wandergeselle bei verschiedenen Klavierherstellern in Deutschland.
1831 begleitete Knabe die Familie seiner Verlobten, als sie von Sachsen-Meiningen in die Vereinigten Staaten emigrierten, aber das Familienoberhaupt starb während der Überfahrt, und seine Braut verblieb in Baltimore, statt wie ursprünglich geplant nach Herrmann, Missouri zu gehen, wo ein Bruder sich einige Jahre zuvor niedergelassen hatte. Knabe arbeitete für den bekannten Klavierbauer Henry Hartge und ließ seine ursprünglichen Pläne fallen, Farmer zu werden. Vier Jahre später begann er, von daheim aus Klaviere zu reparieren und Gebrauchtklaviere zu verkaufen. Die erste Anschrift des Unternehmens Wm. Knabe war Maryland Route 139 an der Ecke zur Lexington Street.
Knabe & Gaehle
1839 ging Knabe eine Partnerschaft mit Henry Gaehle zum Zweck der Herstellung von Klavieren ein. 1841 zog das Unternehmen in größere Werkstätten in der 13 South Liberty Street.<ref>The Baltimore Directory for 1845, John Murphy, Baltimore, 1845 S.80</ref> 1843 eröffneten sie ein Ladengeschäft an der Ecke Eutaw Street und Cowpen Alley. Vier Jahre später zog das Geschäft zur Eutaw Street 9 gegenüber dem Eutaw House um. Man verkaufte Klaviere zu Preisen zwischen 180 und 400 US-Dollar.<ref>Werbung: Matchetts Baltimore Director, for 1847-'8 R. J. Matchett, Baltimore 1847. S. 448.</ref> 1852 hatten sie expandiert auf die Häuser 4, 6, 8, 9 und 11 der Eutaw Street.<ref>Werbebroschüre: Baltimore Wholesale Business Directory and Business Circular, for the Year 1852 I. Hartman, Baltimore: 1852. S. 21</ref> Knabe & Gaehle gewannen 1848, 1849 und 1850 erste Preise des Maryland Institute for the Promotion of Mechanic Arts für ihre Tafelklaviere und 1849 auch für Flügel.
1852 reorganisierte sich die Gesellschaft als Knabe, Gaehle & Co., indem man Edward Betts als Partner aufnahm.<ref>Werbebroschüre: Adams Sentinel and General Advertiser Gettysburg, Pennsylvania 29. März 1852</ref> 1853 annoncierte Knabe, ihr Unternehmen sei das größte Klaviergeschäft im Süden der USA, und beschäftige mehr als 100 Mitarbeiter.<ref>Werbebroschüre Baltimore Wholesale Business Directory and Business Circular, for the Year 1853 I. Hartman, Baltimore, 1853 S.28</ref> Knabe baute Klaviere von sechs bis sieben Oktaven mit einer „Double Action, wie Chickering sie baut“, zu Preisen von 200 bis 500 US-Dollar.<ref>Werbebroschüre: (Erie Music Store) The Erie Observer. Erie, Pennsylvania, 11. März 1854 S. 4 (Ausgabe vom 12. November 1853)</ref>
Im November 1854 brannte ihre Fabrik an der Cowpen Alley an der Rückseite des Eutaw House nieder und bewirkte einen Verlust von 190.000 US-Dollar.<ref>David A. Dana _The Fireman: The Fire Departments of the United States, with a Full Account of All Large Fires James French and Company, Boston. 1858 S.254;,;„Large Fire in Baltimore“ New York Times 6. November 1854. S. 4</ref> Nur fünf Wochen später brannte auch die Fabrik an der Baltimore Street nahe der Paca Street nieder<ref>J. Thomas Scharf: The Chronicles of Baltimore; being a Complete History of „Baltimore Town“ and Baltimore City from the Earliest Period to the Present Time Turnbull Brothers, Baltimore 1874. S. 547</ref>, praktisch ohne Abdeckung durch Versicherungen.
Wm. Knabe & Co.
Im Frühjahr 1855 begann man die Partnerschaft aufzulösen.<ref>William Knabe vs. Henry Gaehle and Edward Betts. Dissolution of Knabe, Gaehle & Co. C17 Baltimore City Superior Court (Chancery Papers) MSA C168; Accession No. 40,200-5143-1/14, MSA No. C168-747 Location: 2/16/6/14. 17. Januar 1855
William Gaehle vs. William Knabe, Edward Betts, and Western Bank of Baltimore. Dissolution of Knabe, Gaehle & Co. C30 Baltimore City Superior Court (Chancery Papers) MSA C168; Accession No. 40,200-5371 MSA No. C168-978 Location: 2/16/6/32 31. August 1857</ref> Henry Gaehle starb. Knabe annoncierte, er habe den gesamten Lagerbestand aufgekauft und werde unter der Firma Wm. Knabe & Co. an alter Stelle der North Eutaw Street 1–7 im Geschäft bleiben, gegenüber dem Eutaw House.<ref>Werbebroschüre: Woods' Baltimore Directory, for 1856-'57 John W. Woods, Baltimore S.179</ref> William Gaehle, der Seniorpartner gewesen war, annoncierte, dass er unter der Firma Wm. Gaehle & Co. an der Ecke der Pratt und Green Street, weiter Flügel und Klaviere bauen werde, mit Verkaufsräumen an der Ecke Eutaw und Baltimore/Fayette Street.<ref>Werbebroschüre Wood’s Baltimore Directory 1856, S. 119</ref>
Knabe kaufte eine frühere Papierfabrik an der Ecke West Street und China Street zum Betrieb einer neuen Fabrik, und 1859 hatte er Verkaufsräume an der 207 Baltimore Street-Fayette Street.<ref>Werbebroschüre Philadelphia Press, 21. März 1859</ref> Er gewann Goldmedaillen für Tafelklaviere des Maryland Institute College of Art 1855, 1856, 1857 und 1858,<ref>„Pianos! Pianos!“ The Republican Compiler Gettysburg, Pennsylvania, 18. Januar 1859. S.2; Knabe hatte nur sieben Wochen nach der Auflösung von Knabe, Gaehle & Co. um, das Klavier für die Ausstellung vorzubereiten.</ref> Silbermedaillen des Metropolitan Institute in Washington, D. C. 1857, eine Medaille des Franklin-Institutes in Philadelphia 1856, und Erste Preise des „Mechanics Institute“, Richmond, Virginia 1855 und 1856.<ref>Werbebroschüre The Republican Compiler 18. April 1859 S.3</ref>
1860 begann Knabe eine neue fünfstöckige Fabrik an der Ecke Eutaw und West Street zu bauen, hatte aber erst einen Seitenflügel fertiggestellt, als der Sezessionskrieg ausbrach. Dieser zwang ihn, neue Geschäfte im Westen als Ersatz für den Ausfall seines wesentlichen Geschäftes im Süden der USA zu suchen.<ref>Spillane S.133; James W. Sheahanuand George S. Upton The Great Conflagration. Chicago: Its Past, Present and Future. Union Publishing Co., Chicago. S. 354; Julius Bauer & Co. fungierte als Knabes Vertreter im Nordwesten sowie als Vertreter in New York von 1862 bis 1873.</ref> William Knabe starb am 21. Mai 1864. Ihm folgten seine Söhne William und Ernest J. Knabe sowie sein Schwiegersohn Charles Keidel nach.
1866 führte Wm. Knabe & Co. den „Agraffen-Diskant“ ein, mit Agraffen, die in ein dickes Stück Messing eingedreht waren anstelle einer Verschraubung direkt im Eisenrahmen.<ref>William Nordhoff „Improvement in Pianos“ United States Patent no. 57,257 14. April 1866</ref>
1866 beschäftigte Knabe um 230 Mitarbeiter und fertigte ca. eintausend Klaviere im Jahr<ref>James Parton „The Piano in the United States“ The Atlantic monthly vol.20 no.117 S. 93</ref>, sowohl Pianinos als auch Tafelklaviere und Flügel, der Ausstoß der Fabrik betrug ca. 30 Klaviere pro Woche. Die Fabrik war mit einer 30-PS-Dampfmaschine ausgerüstet, dampfbetriebene Aufzüge und Trockenräume standen zur Verfügung. In einem zweiten Gebäude von 40 m Länge wurden Flügelgehäuse, Resonanzböden und Klaviaturen gefertigt sowie Gehäuse furniert und Eisenrahmen bronziert.<ref>„The Piano Forte Manufactory of Knabe & Co., Baltimore“ Debow's review, Agricultural, commercial, industrial progress and resources. Vol.2, No.1, S. 71–73</ref> Weitere Anbauten und eine Kuppel komplettierten die Fabrik 1869, die nun 64 m an der Eutaw Street und 50 m an der West Street maß.<ref>„The Great Southern Piano Manufactory“ Debow's review, Agricultural, commercial, industrial progress and resources. Vol.1, No. 2, 1866, S. 209</ref> Die Verkäufe von Wm. Knabe rangierten an dritter Stelle der USA, hinter Steinway & Sons in New York und Chickering & Sons in Boston.<ref>„Piano-fortes“ The Great Industries of the United States: Being an Historical Summary of the Origin, Growth, and Perfection of the Chief Industrial Arts of this Country J. Burr & Hyde, Hartford 1873. S. 331</ref> 1870 betrug der Ausstoß ca. 40 Klaviere die Woche, verkauft zu Preisen zwischen 600 und 2000 US-Dollar.<ref>„The Knabe Piano“ The Columbia Spy Columbia, Pennsylvania 20. August 1870. S. 3</ref>
1873 gründete Wm. Knabe & Co. einen Verkaufsraum an der 112 Fifth Avenue in New York. Man präsentierte Flügel, Tafelklaviere und Pianinos. In Philadelphia wurde auch ein Cembalo von Tschudi & Broadwood bei der 1876er Centennial Exposition ausgestellt.<ref>International Exhibition, 1876. Official Catalogue John R. Nagle and Company, Philadelphia 1876. S. 265</ref> Entsprechend der veränderten Preis-Systeme beanspruchte Knabe zusammen mit einigen ihrer Mit-Aussteller höchste Ehren, da es keine ersten und zweiten Plätze etc. gab, sondern der geschriebene Bericht und die Kommentare der Juroren entscheidend waren.<ref>„Piano Award – Knabe Victory – Unanimous Award of Highest Honors to William Knabe & Co.“ New York Times 1. Oktober 1876;alle Plätze waren mit dem gleichen Preisgeld vergeben, aber die Stimmen der jury waren wichtig, da man diese für die Verkaufsausstellungen zitieren konnte; „The Centennial Awards“ New York Times 28. September 1876.</ref> 1882 lieferte Knabe einen Palisanderflügel an das Weiße Haus für den Präsidenten Chester A. Arthur.<ref>„A Knabe in the White House“ New York Times 16. Dezember 1882 S. 5</ref>
William Knabe jr. starb 1889 im Alter von nur 47 Jahren.<ref>Daniel Spillane History of the American Pianoforte D. Spillane, New York. 1891. S. 132</ref> Die Gesellschaft war mit einem Kapital von einer Million US-Dollar ausgewiesen. An ihrer Spitze stand nun Ernest J. Knabe als Präsident.
Ernest J. Knabe starb 1894 im Alter von 57 Jahren.<ref>Henry Hall (Hrsg.): America's Successful Men of Affairs Vol.2 The New York Tribune, New York 1896 S.477</ref> Ihm folgten seine Söhne nach: Ernest J. Knabe, jr. Vizepräsident und Finanzvorstand.<ref>Alfred Dolge: Pianos and their Makers Vol.2, Covina Publishing Company, Covina CA, 1913. S. 121.</ref>
Wm. Knabe & Co. gründete 1903 Agenturen in Kanada und England und belieh die Fabrik zum Zweck der Ausweitung des Geschäftes.<ref>„Knabe Company Extension – Bond Issue of $450,000 Made by Manufacturers“ New York Times 2. Mai 1903</ref> 1906 belegte die Fabrik sieben Gebäude, zudem hatte man die ursprünglichen Gebäude massiv erweitert, mit nunmehr insgesamt 30.000 Quadratmetern sorgfältig geplanter Fertigungsfläche<ref>„Three Generations of Piano Manufacturers“ McClure's Magazine vol.26, The S. S. McClure Co., New York and London. 1906 (Werbebeilage) S.16m-16n</ref> und 765 Mitarbeitern. Obschon die Fabrik modernste Einrichtungen enthielt, wie einzeln motorisch angetriebene Maschinen und ein Staubabsaugsystem, annoncierte Knabe, dass ihr Standard weiter die sorgfältige Handarbeit erfordere, sodass ein großes Pianino sechs Monate zu seiner Fertigstellung brauchte und ein Flügel zwei Jahre.<ref>„Inspired Handiwork“ The American Monthly Review of Reviews Vol. 24 1906. (Werbebeilage) S.41</ref>
American Piano Co.
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1908 schuf Wm. Knabe & Co. zusammen mit Chickering and Sons und der Foster-Armstrong Co. in East Rochester, New York, die American Piano Co. unter dem Gesetz von New Jersey. Präsidenten wurden Ernest J. Knabe jr., C. H. W. Foster von Chickering & Sons und George G. Foster, von Foster-Armstrong, die jeweils ihre eingebrachten Gesellschaften kontrollierten, und Haines Brothers, Marshall & Wendell, Brewster, und J. B. Cook & Co., mit einem Gesamt-Ausstoß von 18.000 Klavieren im Jahr.<ref>„Piano Makers form $12,000,000 Combine“ New York Times 10. Juni 1908 S.5</ref>
Knabe Brothers
Ernest und William Knabe gaben ihre Positionen 1909 auf, und in der Folge einiger Wirren und geschäftlicher Probleme in New York<ref>„United Surety Loses License“ New York Times May 2, 1910</ref> gründeten sie 1911 das Unternehmen „Knabe Brothers“ mit Büros in Cincinnati, Ohio.<ref>„Knabe Bros. Co.“ The Newark Advocate Newark, OH, 5. Mai 1911. S. 12</ref> Sie fertigten Pianinos und Flügel in der früheren Fabrik von Smith and Nixon im nahegelegenen Norwood,<ref>William N. Osborne Music in Ohio Kent State University Press, Kent Ohio 2004. S. 494</ref> „frei von der kommerziellen Sicht, die Pianos zu definieren suchte als Ansammlung von Quadratzoll Holz und Draht“.<ref>Werbebroschüre: The Newark Advocate 25. Februar 1913. S. 7</ref> American Piano Co. ging nun gerichtlich gegen die Nutzung des Namens „Knabe“ vor, aber der letztlich Entscheid hielt die Knabe-Brüder lediglich von der Nutzung ihres Namens auf der Tastenklappe ab und verlangte von ihnen, klarzustellen, dass es sich um eine Neugründung handelte.<ref>Six, Baer & Fuller Dry Goods Co. et al. v. American Piano Co. (211 Fed. Rep., 271.) 8th Circuit, 28. November 1913 The Trade-Mark Reporter Vol. 4, The United States Trade-mark Association, New York. 1914 S.246</ref> Die Fabrik brannte im Januar 1912 aus,<ref>„Fires“ The American Library Annual, 1913 Publishers’ Weekly, 1913, New York. S.38; Der Wert war mit 100.000 US-Dollar angegeben</ref> aber sie nahmen schnell wieder die Produktion in einer Behelfsfabrik auf,<ref>„Knabe Brothers Piano Company“. The Newark Advocate. 29. Februar, 1912 S. 8</ref> bevor sie an alter Stelle eine neue Fabrik bauen ließen. Das Unternehmen ging gegen Ende des Jahres 1916 aufgrund eines unbezahlten Bankkredites in eine Vorstufe des Konkurses (“receivership”),<ref>„Receiver for Piano Company“. Van Wert Daily Bulletin Van Wert, OH December 9, 1916 S. 1; die Höhe betrug 100.000 US-Dollar</ref> und zum Jahresende erklärten die Brüder Knabe Konkurs. Ihre Verbindlichkeiten betrugen 660.000, ihre Vermögensteile nur noch 476.00 US-Dollar.<ref>„Pianomakers in Bankruptcy“. New York Times. 31. Dezember 1916. S.17;Ihre gesamten verbindlichkeiten beliefen sich auf 660.000 US-Dollar, ihr deklariertes Vermögen allerdings nur 476,38 US-Dollar</ref>
Ernest J. Knabe starb 1927,<ref>„E. J. Knabe Found Dead“. New York Times. 28. September 1924 S.S8</ref> William Knabe 1939.<ref>„William Knabe, 66, Piano Manufacturer“. Special to the New York Times 1. März 1939. S. 27</ref>
Ampico
1927 zogen die New Yorker Verkaufsräume der Wm. Knabe & Co. von der 39th Street zur 657 Fifth Avenue, Ecke 52. Straße in Manhattan um,<ref>Werbebroschüre in der New York Times 14. April 1927</ref> und 1928 zog man zum Ampico Tower an der Fifth Avenue und 47th Street als Teil des Umzuges der American Piano Co., um die Verkäufe aller Ampico-Marken zu konsolidieren<ref>„William Knabe & Co. Move“. New York Times 1. März 1928; „Piano Salesrooms United“- New York Times. 26. September 1928. S. 45</ref>, all dies in einem letztlich erfolglosen Versuch, den scharfen Verfall der Gewinne wettzumachen. American Piano ging 1929 in die “Receivership”; die Schulden von Knabe wurden auf $ 286.000 beziffert, das Vermögen auf $ 415.000.<ref>„Business Records“ New York Times December 27, 1929, S. 45</ref>
1930 wurden die Vermögensbestandteile der „American“ von der American Piano Corporation aufgekauft, die neu unter dem Recht von Delaware gegründet worden war. Der Vorstand umfasste sowohl frühere Ampico-Vorstände wie auch Vorstände der Aeolian Corporation.<ref>„Change in American Piano“. New York Times. 22. Mai 1930. S. 47</ref> Die Knabe-Fabrik war geschlossen, genauso wie Chickering in Boston. Die Produktion wurde schlussendlich nach East Rochester, New York, transferiert, wo sich die Marken als getrennte Divisionen formierten. Die alten Fabriken, einschließlich Mason & Hamlin in Boston und Amphion in Syracuse, New York, wurden auf den Markt geworfen zum Verkauftwerden.<ref>„The American Piano Company“ Harvard Business School Case Study 1934, nachgedruckt im AMICA Bulletin und abrufbar über die Pianola Society</ref>
Aeolian-American
1932 verschmolz die American Piano Corp. mit der Aeolian Company, Aeolian-Webers Klavierbautochter, um die Aeolian American Corporation zu bilden, die die Kontrolle über mehr als 20 Piano-Marken konsolidierte<ref>„Deals & Developments“. Time Magazine. 8. August 1932</ref>, genauso wie die Fertigung von Klaviaturen und Gussplatten.<ref>„Piano Merger Links 2 Largest Makers“. New York Times. 30. Juli 1932. S. 17</ref> 1936 war die Gesellschaft der viertgrößte in den USA, hinter Kimball, der Baldwin und Winter & Co.<ref>„Merchants of Music“. Time Magazine 10. August 1936</ref>
Berthold Neuer, der Vizepräsident und General Manager von 1927<ref>„Now Knabe's Vice President“. New York Times 1. Juni 1927. S. 37</ref>, starb 1938,<ref>Todesanzeige New York Times 1. Juli 1938. S. 19</ref> und sein Nachfolger Richard K. Paynter starb 1940.<ref>Todesanzeige New York Times 10. August 1940. S. 13</ref>
1942 wurden die Fabriken beauftragt, Militärflugzeugteile herzustellen, was das Personal und die Einrichtungen in Arbeit erhielt.<ref>„Piano Industry to be Converted“. New York Times. 22. Juni 1942 S.23</ref> Spätestens aber 1949 kehrte die Piano-Produktion zu voller Kapazität zurück.<ref>„Piano Producers Optimistic on Fall“. New York Times. 28. Juli 1949</ref> Die Aeolian Company und die American Piano Corporation rekapitalisierten sich und verschmolzen mit der Aeolian-American Corporation 1951.<ref>„Aeolian-American Merger“. New York Times. 18. Mai 1951. S. 54</ref> Das Unternehmen wurde 1957 von den Eigentümern der Winter & Co. aus der Bronx, New York aufgekauft.<ref>Trademark Assignment Details, Reel/Frame 0053/0478 21. Mai 1959; Reports of the Tax Court of the United States United States Government Printing Office, Washington, D. C., 1969. S. 110</ref>
1981 beschäftigten die zusammengefassten Divisionen an der Fabrik in East Rochester um die 300 Mitarbeiter;<ref>Susan Caust Farrell, Directory of Contemporary American Musical Instrument Makers University of Missouri Press, Columbia MO 1981. S. 2</ref> die Fabrik schloss im Folgejahr.<ref>Pierce Piano Atlas 9. Ausgabe.</ref>
Sohmer & Co.
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1985 kauften Sohmer & Co. die Markenrechte an Knabe und Mason & Hamlin sowie ihre Vorrichtungen und die Ausrüstung von der Citicorp Industrial Credit Co., dem Hauptgläubiger von Aeolian. Sohmer & Co. plante die Produktion beider Divisionen mit den bestehenden Modellen wiederaufzunehmen, wurde jedoch selbst verkauft und zusammen mit Sohmer und Knabe als Tochtergesellschaften von Mason & Hamlin reorganisiert.<ref>Larry Fine: The Piano Book. Boston: Brookside Press 1987. S. 100; Leslie Brokaw, „Sour Notes“ Inc. Januar 1990</ref>
Heute
Klaviere von Wm. Knabe & Co. werden von Samick Musical Instruments, Ltd. gebaut, die 2001 die Namensrechte von PianoDisc, den Eigentümern von Mason & Hamlin erwarben.<ref>„Samick Acquires Wm. Knabe & Co.“. Music Trades 1. März 2001.</ref>
Um 2007 wurden Knabe-Klaviere in drei Pianino-Größen angeboten – ein 119 cm (47 inches) in drei Furnierausführungen, ein 121 cm (48 inches) und ein 131 cm (52 inches)-Modell – und vier Größen von Flügeln – in jeweils drei Gehäuseausführungen und den Längen 158 cm (5 feet 3 inches) das WKG53, 173 cm (5 feet 8 inches) das Modell WKG58, 193 cm (6 feet 4 inches) das Modell WKG64, und in der Länge von 215 cm (7 ft) die Modelle WKG70.
2006 kündigte die Samick Music Corporation, der Distributor für Samick in den Vereinigten Staaten und Kanada an, dass man ein Logistik- und Verteilzentrum von 210.000 m² in Gallatin (Tennessee) errichtet, wo man die Linien Knabe und J. S. Pramberger seit 2007 fertigt.<ref>Samick Music Corp. to Relocate North American HQ to Tennessee Expansion Management 10. Februar 2006.</ref>
2010 berichtete die Samick Music Corporation, dass verschiedene Knabe-Modelle ihre Gehäuse aus koreanischer Fertigung erhalten, und dass die Fertigung der Klaviaturen und die Endfertigung in Gallatin, Tennessee erfolgt.
Quellen
- „William Knabe“. Baltimore: Past and present, with Biographical Sketches of its Representative Men. Baltimore: Richardson & Bennett 1871. S. 349–352
Weblinks
- Knabe Pianos
- Samick Musical Instruments, Ltd.
- Samick Music Corporation
- Knabe Pianos, 148-152 5th Ave., SW corner of 20th St. (2004) New York City Signs – 14th to 42nd Street
- James Bartel Knabe Pianos WGMS-Classical 103.5, Washington, D. C. 2002
Einzelnachweise
<references />