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Adriano Celentano

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Adriano Celentano (1970)
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Adriano Celentano (* 6. Januar 1938 in Mailand) ist ein italienischer Sänger, Komponist, Schauspieler, Musik-, Film- und Fernsehproduzent sowie Fernsehmoderator. Ab Ende der 1950er Jahre hatte er eine erfolgreiche Schauspiel- und Musikerkarriere in Italien. Lieder wie Azzurro (1968) wurden auch international erfolgreich.

Celentano gilt als vielseitiger Entertainer, dessen Verdienst es ist, den US-amerikanischen Rock ’n’ Roll in Italien eingeführt zu haben.<ref>Biografia Adriano Celentano. In: Albo d’oro. Musica e dischi, abgerufen am 6. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Andreas Rossmann: Celentano zum Achtzigsten: Adriano nazionale. In: FAZ.net. 6. Januar 2018, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. Dezember 2021]).</ref>

Leben

Celentanos Eltern Leontino Celentano und Giuditta Giuvia stammen aus der Provinz Foggia in Apulien, er selbst wurde jedoch in Mailand geboren und wuchs dort auf. Nach der Schulzeit begann Celentano nach eigenen Angaben verschiedene Ausbildungen, u. a. als Schuhmacher und als letztes als Uhrmacher. Celentano ist seit 1964 mit seiner Frau Claudia Mori verheiratet und lebt seit vielen Jahren in einer Villa am Comer See.<ref>Marc Reichwein: Adriano Celentano zum 80. Geburtstag. In: Die Welt. 6. Januar 2018 (welt.de [abgerufen am 6. Januar 2023]).</ref> Das Paar hat drei Kinder, die Töchter Rosita (* 1965) und Rosalinda (* 1968, Schauspielerin) und einen Sohn, Giacomo (* 1966).

Celentano ist seit vielen Jahren Vegetarier und setzt sich für Tierrechte ein.<ref>Adriano Celentano wird 80 – eine Würdigung. Abgerufen am 6. März 2023.</ref><ref>International Vegetarian Union - Adriano Celentano (1938- ). Abgerufen am 2. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Adriano Celentano’s fake English song explained: What does Prisencolinensinainciusol mean?. thefocus.news. Retrieved 22 January 2023.</ref>

1999 wurde der Asteroid (6697) Celentano nach Adriano Celentano benannt.

Karriere

Sein öffentliches Debüt als Sänger hatte Celentano am 18. Mai 1957 zusammen mit der Gruppe Rocky Boys mit dem Lied Ciao ti dirò. Beim Label Saar erschienen sodann erste Schallplatten. Den ersten großen Erfolg brachte 1959 die Single Il tuo bacio è come un rock. Im Jahr darauf trat er in Federico Fellinis La dolce vita in Erscheinung. 1961 nahm er mit 24.000 baci erstmals am Sanremo-Festival teil und gründete daraufhin sein eigenes unabhängiges Label, Clan Celentano.<ref>Clan Celentano Diskographie. Abgerufen am 2. Februar 2025.</ref>

Es folgten erfolgreiche Singles und weitere Filmauftritte, bis er 1966 mit dem autobiografischen Il ragazzo della via Gluck nach Sanremo zurückkehrte (Als Kind wohnte er in Mailand in der Via Gluck). Im Jahr 1967 hatte er mit La coppia più bella del mondo („Das schönste Paar der Welt“), das er im Duett mit seiner Frau Claudia Mori sang, einen weiteren Erfolg. Geschrieben wurde das Lied von Paolo Conte, der 1968 auch für den weit über Italiens Grenzen hinaus bekannten Hit Azzurro verantwortlich zeichnete.

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Celentano (rechts) mit Gianni Morandi beim Sanremo-Festival (2012)

Beginnend mit dem Film Serafino, der Schürzenjäger (1968) intensivierte Celentano seine Arbeit als Schauspieler, womit er eine erfolgreiche Parallelkarriere aufbauen konnte. Er spielte oftmals slapstickartige Charaktere, zuweilen mit politischen Untertönen gewürzt. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Filme Bluff mit Anthony Quinn sowie Der gezähmte Widerspenstige und Gib dem Affen Zucker, beide mit der Filmpartnerin Ornella Muti.

1969 erschienen zwei Singles in Zusammenarbeit mit der französischen Sängerin Katty Line. Mit dem Lied Chi non lavora non fa l’amore trat er 1970 wieder in Sanremo an (zusammen mit Claudia Mori) und konnte diesmal den Sieg davontragen. Schon 1971 kehrte er mit Sotto le lenzuola ein letztes Mal zum Festival zurück. 1972 nahm er mit dem auch international erfolgreichen Titel Prisencolinensinainciusol einen Rap-Titel in reiner Phantasiesprache auf, womit er das Genre Hip-Hop in Italien einläutete.<ref>König der Ignoranten. In: Der Spiegel. 16. Oktober 1994, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Januar 2023]).</ref> 1974 betätigte er sich beim Film Yuppi Du erstmals als Regisseur und Hauptdarsteller, eine Kombination, die er in späteren Jahren mehrmals wieder aufnahm. Mit der RAI-Show Fantastico 8 begann Celentano 1987 eine stets von Kontroversen begleitete Karriere als Fernsehmoderator.

Mit dem Kollaborationsalbum Mina Celentano zusammen mit Mina kehrte der Sänger 1998 an die Spitze der Charts zurück, ein Erfolg, an den er auch mit den folgenden Alben anknüpfen konnte, zuletzt 2016 mit Le migliori, für das er Siebenfachplatin erhielt. Auch mit einer Reihe von weiteren Fernsehauftritten konnte Celentano seine Popularität erhalten. Aufsehen erregte etwa seine Sendung RockPolitik, in der er der italienischen Regierung unter Silvio Berlusconi vorwarf, massiv die Pressefreiheit zu verletzen.<ref>Adriano Celentano: Italiens Superstar ärgert Regierung. In: Laut.de. 25. Oktober 2005, abgerufen am 6. September 2016.</ref>

Deutsche Synchronsprecher

Celentanos Filme wurden im Deutschen überwiegend vom Schnodderdeutsch geprägt, das meistens unter der Leitung von Rainer Brandt entstand. Celentano wurde meist von Thomas Danneberg synchronisiert, andere Sprecher waren auch Heiner Lauterbach, Michael Brennicke, Harald Juhnke, Klaus Kindler und einige mehr.<ref>Adriano Celentano. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 14. Mai 2019.</ref>

Diskografie

Studioalben

Anmerkung: Italienische Albumcharts werden erst seit 1964 erhoben!

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Livealben

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Weitere Livealben

  • 1979 – Me, live! (Clan, CLN 22203)

Kompilationen (Auswahl)

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Singles (Auswahl)

Anmerkungen: Italienische Singlecharts setzen erst 1960 ein; die Veröffentlichungsnummer und A-/B-Seitenangaben beziehen sich auf die italienische Veröffentlichung! Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

  • EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europa
    • 1999: für das Album Mina Celentano
    • 1999: für das Album Io non so parlar d’amore
    • 2001: für das Album Esco di rado e parlo ancora meno

2× Platin-Schallplatte

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Filmografie

  • 1959: Juke Box urli d’amore
  • 1959: I ragazzi del juke-box
  • 1960: Das süße Leben (La dolce vita)
  • 1960: Metti, Celentano e Mina… (Urlatori alla Sbarra)
  • 1960: San Remo la grande sfida
  • 1961: Io bacio… tu baci
  • 1962: Twist… dass die Röcke fliegen! (Hey, Let’s Twist)
  • 1963: Ein seltsamer Typ (Uno strano tipo)
  • 1963: Il malamondo
  • 1963: Il monaco di Monza
  • 1964: Der Superraub von Mailand (Super rapina a Milano) (auch Regie)
  • 1967: La più bella coppia del mondo
  • 1968: Serafino, der Schürzenjäger (Serafino)
  • 1971: Großer, laß’ die Fetzen fliegen (Er più: storia d′amore e di coltello)
  • 1971: Die Sünde (Bianco, rosso e…)
  • 1973: Hilfe, ich bin Spitz…e! (Rugantino)
  • 1973: Die Halunken (Le cinque giornate)
  • 1974: Der Kleine mit dem großen Tick (L’emigrante)
  • 1975: Yuppi Du (& Regie)
  • 1975: Di che segno sei?
  • 1976: Culastrisce nobile veneziano
  • 1976: Bluff (Bluff storia di truffe e di imbroglioni)
  • 1977: Hilfe, sie liebt mich (L’altra metà del cielo)
  • 1977: Der Supertyp (Ecco noi per esempio)
  • 1978: Geppo il folle (& Regie)
  • 1978: Onkel Addi (Zio Adolfo, in arte Führer)
  • 1979: Ein total versautes Wochenende (Sabato, domenica e venerdì)
  • 1979: Der Millionenfinger (Mani di velluto)
  • 1980: Don Tango – Hochwürden mit der kessen Sohle (Qua la mano)
  • 1980: Mirandolina (La locandiera)
  • 1980: Der gezähmte Widerspenstige (Il bisbetico domato)
  • 1981: Asso
  • 1981: Gib dem Affen Zucker (Innamorato pazzo)
  • 1982: Wer hat dem Affen den Zucker geklaut? (Grand Hotel Excelsior)
  • 1982: Bingo Bongo
  • 1983: Besondere Kennzeichen: Bellissimo (Segni particolari: bellissimo)
  • 1983: Sing Sing
  • 1985: Der Größte bin ich (Lui è peggio di me)
  • 1985: Joan Lui (Joan Lui – ma un giorno nel paese arrivo io di lunedì) (auch Regie)
  • 1986: Der Brummbär (Il burbero)
  • 1992: Jackpot
  • 2019: Adrian (Fernsehserie, 9 Folgen, Stimme)

Bibliografie

  • Il Paradiso è un cavallo bianco che non suda mai (mit Ludovica Ripa di Meana). Sperling & Kupfer, Mailand 1982, ISBN 88-200-0221-3.
  • Il re degli ignoranti. Mondadori, Mailand 1991, ISBN 88-04-35115-2.
  • Rockpolitik (mit Mariuccia Ciotta). Bompiani, Mailand 2006, ISBN 88-452-5734-7.

Weblinks

Belege

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