Adolf von Platen-Hallermund
Adolf Ludwig Karl Graf von Platen-Hallermund (* 10. Dezember 1814 in Hannover; † 27. Dezember 1889 in Dresden<ref>Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Nebenregister 1889, Nr. 1728.</ref>) war ein deutscher Staatsminister.<ref>Klaus Mlynek: Platen-Hallermund, Adolf Ludwig Karl Graf von. In: Stadtlexikon Hannover. S. 503.</ref>
Herkunft
Seine Eltern waren der Graf Georg Wilhelm Friedrich Platen-Hallermund (* 7. November 1795; † 13. Januar 1873) und dessen Ehefrau Gräfin Julie Marianna Charlotte von Hardenberg (* 22. Oktober 1788; † 18. August 1833).<ref>Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels für 1846. S. 154 (books.google.de).</ref> Er war ein Bruder des hannoverschen Generalpostmeisters Karl von Platen Hallermund (1810–1887), des Theaterintendanten Julius von Platen und des Georg von Platen-Hallermund (1827–1881) sowie Onkel des Dichters und Offiziers August von Platen (1796–1835).
Werdegang
Adolf studierte Jura an der Universität Göttingen und der Universität Genf. Nachdem er im Amt Celle und bei der Landdrostei Hannover tätig gewesen war, wechselte er in den diplomatischen Dienst des Königreichs Hannover. In hannoveranischen Diensten war er ab 1845 Legationsrat in Brüssel, von 1848 bis 1852 hannoverscher Gesandter in Wien, dann von 1852 bis 1855 Geschäftsträger in Paris und schließlich von 1855 bis 1866 Minister des Auswärtigen und als solcher Mitglied des Staatsrates.
Im Deutschen Krieg 1866 war von Platen-Hallermund in der militärischen Auseinandersetzung zwischen Österreich und Preußen erst für, dann gegen die Teilnahme des Königreichs Hannover an der Seite Preußens. Nach der Schlacht bei Langensalza ging der Graf mit dem – nun ehemaligen – König Georg V. von Hannover in das österreichische Exil, um dann aber 1872 nach Dresden zu gehen. In Preußen wurde er dann wegen seiner Mitwirkung beim Aufbau einer Welfenlegion wegen Hochverrats zu einer Zuchthausstrafe von 15 Jahren verurteilt.
Siehe auch
Literatur
- Dieter Brosius: Platen-Hallermund, Adolf Ludwig Karl Reichsgraf. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 20. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
- Klaus Mlynek: Platen-Hallermund, Adolf Ludwig Karl Graf von. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 503.
- Wilhelm Rothert (Hrsg.): Hannoversche Biographie. Band 2: Im alten Königreich Hannover, 1814–1866. Hannover 1914, S. 567 f.
- Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 7, S. 687.
Einzelnachweise
<references />
Friedrich Franz Dietrich von Bremer | Carl August Graf von Alten | Georg Victor Friedrich Diedrich von Schele | Georg Friedrich von Falcke | Alexander Levin Graf von Bennigsen | Alexander Freiherr von Münchhausen | Eduard August Friedrich Freiherr von Schele | Ernst Ludwig Julius von Lenthe | Adolf Ludwig Karl Graf von Platen-Hallermund
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Platen-Hallermund, Adolf von |
| ALTERNATIVNAMEN | Platen-Hallermund, Adolf Ludwig Karl Graf von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Staatsminister |
| GEBURTSDATUM | 10. Dezember 1814 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 27. Dezember 1889 |
| STERBEORT | Dresden |
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- Außenminister (Hannover)
- Jurist im auswärtigen Dienst
- Hannoverscher Diplomat
- Hannoverscher Staatsrat
- Titulargraf (Platen)
- Familienmitglied des pommerschen Adelsgeschlechts Platen (Linie Hallermund)
- Deutscher
- Geboren 1814
- Gestorben 1889
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