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Adolf Wagner von der Mühl

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Datei:Adolf Wagner von der Mühl - Selbstporträt.jpg
Selbstporträt (1926)

Adolf Wagner von der Mühl (* 2. Februar 1884 in Rohrbach als Adolf Wagner;<ref name="Taufbuch">Taufbuch Rohrbach, tom. V, fol. 430 (Faksimile), abgerufen am 4. Februar 2024</ref> † 27. August 1962 in Wien) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben und Wirken

Adolf Wagner von der Mühl wurde am 2. Februar 1884 als Sohn des Inwohners Karl Wagner und dessen Ehefrau Maria (geborene Niedersüß) in Rohrbach im Mühlviertel geboren und am 3. Februar 1884 auf den Namen Adolf getauft.<ref name="Taufbuch" /> Die Großeltern mütterlicherseits waren der Sattlermeister Karl Niedersüß und dessen Ehefrau Anna (geborene Plöderl).<ref name="Taufbuch" /> Er absolvierte die Bildhauerausbildung an der Akademie in München und Wien, wo er dann als freischaffender akademischer Bildhauer arbeitete.<ref>Österreichische Nationalbibliothek: Wagner von der Mühl, Adolf</ref>

1910 erhielt er den Dumbapreis für die Skulptur Mutterglück und den Gundelpreis für seinen Kruzifixus, 1912 den Rompreis für die Steinskulptur Berggeist am Guglrondeau in Linz. Aus dieser Zeit stammt auch die lebensgroße Lindenholzgruppe Jesus und die Kinder, die sich in der Kirche in Leonding befindet. 1915 spendete er Linz den überlebensgroßen hölzernen „Wehrmann“ für Kriegswitwen und -waisen (Stadtmuseum Nordico). Ab 1922 nannte er sich Wagner von der Mühl in Wertschätzung seiner Mühlviertler Heimat. Er gehörte ab 1923 der Künstlervereinigung Künstlerhaus Wien an und war auch Mitglied der Innviertler Künstlergilde.<ref>Mitgliederverzeichnis Künstlerhaus Wien, in: Webpräsenz von Wladimir Aichelburg</ref> Aus der Zeit ist auch sein lebensgroßer segnender Christus aus Bronze am Hofer-Grabmal in Steyr und am Elterngrab in Rohrbach. Nach 1920 fertigte er Kleinbronzen, die vielfach nach Übersee gingen und heute z. T. im Internethandel zu finden sind. 1923 schuf er für die Friedenskirche in Linz-Urfahr die lebensgroße Pietà aus weißem Marmor, die in der Art der Darstellung einzigartig ist. Ab 1934 hatte er auch an der TU Wien einen Lehrauftrag für Modellieren. 1941 fertigte er für das Linzer Landesmuseum eine Terrakottabüste Stefan Fadingers. 1949 bekam er den Titel Professor verliehen. Bis 1960 fertigte er einige Hauszeichen für Neubauten in Wien wie den Töpfer, Rattenfänger von Hameln, Adler, Falke, Auerhahn u. a. Dem Linzer Landesmuseum schenkte er auch zwei seiner Holzstiche (Bauerntanz, Madonna) als Dank für eine Unterstützung in seiner zeittypischen Notlage ohne Bildhaueraufträge.

Adolf Wagner von der Mühl starb am 27. August 1962 in Wien und wurde am 31. August 1962 auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 23, Reihe 1, Nr. 60) beerdigt.<ref>Adolf Wagner von der Mühls Grab auf der offiziellen Webpräsenz der Friedhöfe Wien, abgerufen am 5. Februar 2024</ref> Auf dem Grabstein ist jedoch nur mehr eine Verwandte vermerkt.<ref>Anton Brand: Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl: seine Herkunft und sein Werk. Museumsinitiative Rohrbach 2014.</ref> In Rohrbach-Berg wurde die Wagner-von-der-Mühl-Straße nach ihm benannt.

Anton Brand von der Museumsinitiative Rohrbach hat 2014 im Eigenverlag eine bebilderte Bibliographie herausgegeben.<ref name="spurensuche">Bezirksrundschau: Spurensuche bei Wagner von der Mühl. In: meinbezirk.at. 29. Juli 2015, abgerufen am 3. August 2015.</ref>

Werke (Auswahl)

Datei:Linz Bauernberganlagen 7.JPG
Der Berggeist in den Linzer Bauernberganlagen
Datei:Raxstraße 05.JPG
Rattenfänger in der Johann-Mithlinger-Siedlung in Wien-Favoriten
Datei:Troststraße 08.JPG
Töpfer, Kunstrelief in der Troststraße in Wien-Favoriten von Adolf Wagner von der Mühl (1960)
Datei:Kriegerdenkmal (Stadtpfarrkirche Steyr).jpg
Erzengel Michael als Teil des Kriegerdenkmals bei der Stadtpfarrkirche Steyr

Ausstellungen

  • Skulptur in Oberösterreich 1880 bis 1990, Ausstellung in der Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz (1996)
  • Kollektiv-Ausstellung der Hessen – Kunstverein in Hamburg (1911)
  • Kollektiv-Ausstellung des Ortsvereins Dresden der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft – Kunstverein in Hamburg (1911)
  • Kollektion im Künstlerhaus Wien (1923)
  • Kollektiv-Ausstellung im Oö. Landesmuseum in Linz (1926)
  • Kunst-Ausstellung „Ursprung und Einheit“ Wagner von der Mühl (1884–1962) in der Villa Sinnenreich (2015)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausstellungen (Memento vom 13. Juni 2015 im Internet Archive). Ausstellung 2015 in der Villa Sinnenreich.</ref>

Literatur

  • Hermann Ubell: Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl. In: Der getreue Eckart. Band 4, Wien 1926, S. 168–177.
  • Gerhard Lanzerstorfer: Information über den Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Volksbildungswerkes. Jahrgang 23, 1973, Heft 9/10.
  • Anton Brand: Bildhauer Adolf Wagner von der Mühl, seine Herkunft und sein Werk. Bildband. Museumsinitiative Rohrbach (Eigenverlag), 2014 (Vorlage:Landesbibliothek.at).

Weblinks

Commons: Adolf Wagner von der Mühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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