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Adolf Sprung

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Adolf Wichard Friedrich Sprung (* 5. Juni 1848 in Kleinow; † 16. Januar 1909 in Potsdam) war ein deutscher Meteorologe.

Leben

Nach dem Studium der Naturwissenschaften an der Universität Leipzig promovierte Sprung 1876 mit der Dissertationsschrift Experimentelle Untersuchungen über die Flüssigkeitsreibung bei Salzlösungen.<ref>A. Sprung: Experimentelle Untersuchungen über die Flüssigkeitsreibung bei Salzlösungen. In: Annalen der Physik. Band 235, Nr. 9, 1878, S. 1–35. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref> Im August desselben Jahres wurde er Praktikant und am 1. November 1880 Assistent an der Deutschen Seewarte in Hamburg. Mit der Konstruktion innovativer Mess- und Registrierapparate und seinem im Auftrag der Seewarte verfassten Lehrbuch der Meteorologie fand er frühe Anerkennung in der Fachwelt. Am 1. April 1886 wurde Sprung zum wissenschaftlichen Oberbeamten am Königlich Preußischen Meteorologischen Institut in Berlin berufen, das von seinem neuen Direktor Wilhelm von Bezold gerade reorganisiert wurde. Sprung wurde die Leitung der Abteilung III (Instrumente) übertragen. Von 1892 bis zu seinem Tod war er Vorsteher des meteorologisch-magnetischen Observatoriums auf dem Potsdamer Telegraphenberg, dessen Bau er schon seit 1888 beaufsichtigt hatte.

Leistung

Datei:Waagebarograph Nach Sprung und Fuess.jpg
Laufgewichtsbarograph nach Sprung und Fuess

Adolf Sprung verfasste eine Vielzahl wissenschaftlicher Aufsätze in verschiedenen Fachzeitschriften. Darunter befinden sich theoretische Abhandlungen ebenso wie Berichte über Wetterbeobachtungen und detaillierte Beschreibungen der Konstruktion wissenschaftlicher Geräte. Von besonderer Bedeutung ist sein 1885 erschienenes Lehrbuch der Meteorologie, in dem er die Meteorologie im engeren Sinne als eine Wissenschaft beschreibt, die „die atmosphärischen Vorgänge als solche untersucht und dieselben auf physikalisch-mechanische Gesetze zurückzuführen sich bemüht“.<ref>A. Sprung: Lehrbuch der Meteorologie, S. 1.</ref> Durch diesen modernen Ansatz unterschied es sich von den älteren, rein beschreibenden Werken von Ludwig Friedrich Kämtz<ref>L. F. Kämtz: Lehrbuch der Meteorologie, Gebauer, Halle, Bd. 1 (1831), Bd. 2 (1832), Bd. 3 (1836).</ref> oder Ernst Erhard Schmid<ref>E. E. Schmid: Lehrbuch der Meteorologie, Leipzig 1860</ref> (1815–1885).<ref>K.-H. Bernhardt: Zur Erforschung der Atmosphäre mit dem Freiballon – die Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten (1888–1899). In: Eckart Henning (Hrsg.): Dahlemer Archivgespräche, Band 6, Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin 2000, S. 52–82.</ref>

Auf Sprung gehen zahlreiche wissenschaftliche Geräte zurück. Er konstruierte unter anderem den Laufgewichtsbarographen,<ref>A. Sprung: Eine neue Form des Wagebarographen. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie. Band 12, 1877, S. 305–308.</ref><ref>A. Sprung: Wage-Barograph mit Laufgewicht. In: Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie. Band 16, 1881, S. 1–4.</ref> einen mechanischen Anemografen,<ref name="ZIK_1889">A. Sprung, R. Fuess: Neue Registrierapparate für Regenfall und Wind, mit elektrischer Uebertragung. In: Zeitschrift für Instrumentenkunde. Band 9, 1889, S. 90–98.</ref> einen Thermobarografen mit Laufgewicht,<ref>A. Sprung: Neuer Thermobarograph mit Laufgewicht. In: Zeitschrift für Instrumentenkunde. Band 6, 1886, S. 189–198.</ref> einen Wolkenspiegel,<ref>A. Sprung: Ueber die Verwendung des einfachen Wolkenspiegels zur Bestimmung der Winkelgeschwindigkeit der Wolken. In: Zeitschrift für Instrumentenkunde 11, 1891, S. 14–17.</ref> einen registrierenden Regenmesser<ref name="ZIK_1889" /> und einen photogrammetrischen Wolkenautomaten.<ref>A. Sprung: Über den photogrammetrischen Wolkenautomaten und seine Justierung. In: Zeitschrift für Instrumentenkunde. Band 19, 1899, S. 111–118.</ref> Im Berliner Feinmechaniker Rudolf Fuess fand er einen Partner, der Sprungs Ideen adäquat umsetzte.

Auf Adolf Sprung geht die Psychrometerformel (Sprungsche Formel)<ref>A. Sprung: Über die Bestimmung der Luftfeuchtigkeit mit Hilfe des Assmannschen Aspirationspsychrometers. In: Das Wetter. Band 5, 1888, S. 105–108.</ref> zurück, mit deren Hilfe man den Wasserdampfpartialdruck der Luft aus den Temperaturen des trockenen und des feuchten Thermometers eines Psychrometers und dem Sättigungsdampfdruck berechnen kann. Mit ihrer Hilfe wurden Psychrometertafeln erstellt, aus der die relative Feuchte der Luft und der Taupunkt in Abhängigkeit von den beiden Temperaturen bestimmt werden können.

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Richard Aßmann: Professor Dr. Adolf Sprung. In: Das Wetter 26, 1909, S. 25–27
  • Prof. Dr. A. Sprung. In: Internationales Archiv für Photogrammetrie 2, 1909–1911, S. 55f

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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