Adolf Hermann Wilhelm Hagen
Adolf Hermann Wilhelm Hagen (* 23. September 1820 in Königsberg; † 17. August 1894 in Golling an der Salzach) war preußischer Beamter, Bankier und liberaler Politiker. Der von ihm 1862 im preußischen Abgeordnetenhaus eingebrachte „Antrag Hagen“ war ein Auslöser für das Ende der Neuen Ära in Preußen.
Leben
Adolf Hagen war ein Sohn von Carl Heinrich Hagen, Jurist und Nationalökonom in Königsberg, Neffe von Ernst August Hagen, erster Professor für Ästhetik und Kunstgeschichte an der Albertus-Universität Königsberg. Der Königsberger Universalgelehrte Karl Gottfried Hagen war sein Großvater.<ref name="ReferenceA">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
| {{#if: 471
|
| Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
}}{{#if: 11637862X
| {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|11637862X}}
| {{#if:
| Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
}}
| Vorlage:NDB – GND unzulässig
}}
| {{#if:
| {{#if:
| {{#ifeq: 1268709 | 4526413
|
| Vorlage:NDB – 7= ist obsolet, jetzt SFZ=
}}
}}
| {{#ifeq: | 1
|
|
}}
}}
}}{{#if:
| {{#ifeq: 1268709 | 11376103
|
| Vorlage:NDB – Werktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
}}
}}
}}{{#if:
| {{#if:
|
|
}}
}}</ref> Hagen studierte Rechtswissenschaften in Königsberg und trat 1843 in den preußischen Staatsdienst ein. Im Jahr 1854 wurde er Stadtkämmerer von Berlin und besoldeter Stadtrat. Diese Position behielt er bis 1871. Danach wechselte er als Direktor zur Deutschen Unionbank und war in dieser Zeit an der Gründung mehrerer Aktiengesellschaften beteiligt. Nach der Auflösung der Bank trat er 1876 wieder als Stadtrat in den Berliner Magistrat ein.
Adolf Hermann Hagen wurde 1856 zum Landrat des Landkreises Königsberg und in den 1860er Jahren dreimal zum Oberbürgermeister von Königsberg gewählt, aber wegen der Weigerung der Regierung, die Wahlen zu bestätigen, konnte er die Ämter nicht antreten.<ref>Georg Hirth: Deutscher Parlaments–Almanach. 11. Ausgabe, Leipzig 1874, S. 42–43.</ref> Von 1862 bis 1876 war er für die Fortschrittspartei Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.<ref>Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Droste Verlag, Düsseldorf 1988, S. 162 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 3). Zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne
- Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 391–395.</ref>
Im Jahr 1862 stellte er im Plenum einen Antrag in der umstrittenen Frage des Militäretats. Der Hintergrund war, dass die Fortschrittspartei kein Provisorium für die Reorganisation des Militärs mehr mittragen wolle. Er verlangte eine Aufschlüsselung des Etats in verschiedene Posten. Dem stimmte das Abgeordnetenhaus mehrheitlich zu. Finanzminister Robert von Patow sah diese Forderung zwar grundsätzlich als berechtigt an, interpretierte dies aber als parlamentarisches Misstrauen. Da die Regierung auch nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen von Wilhelm I. besaß, traten die altliberalen Minister zurück. Damit war der „Antrag Hagen“ ein Faktor für das Ende der Politik der Neuen Ära in Preußen und stand am Beginn des preußischen Verfassungskonflikts.<ref>Bärbel Holtz, Hartwin Spenkuch (Hrsg.): Preußens Weg in die politische Moderne. Akademie Verlag, 2001, ISBN 3-05-003580-3, S. 179 (Digitalisat).</ref>
In den Jahren 1867 bis 1877 war Hagen auch Mitglied im Reichstag.<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 23.</ref> Danach zog er sich aus dem politischen Leben zurück.<ref>Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch (= Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 149, Kurzbiographie S. 410.</ref> Wegen seiner Verdienste um Berlin erhielt er 1871 den Ehrentitel Stadtältester, verbunden mit einem Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhof an der Chausseestraße, Berlin.
Adolf Hagen war in erster Ehe verheiratet mit seiner Cousine Johanna Louise Amalie Bessel (1826–1856), Tochter des Königsberger Astronomen Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846), und in zweiter Ehe mit Anna Claussen (1831–1905). Er war Vater des Physikers und Direktors an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin Carl Ernst Bessel Hagen (1851–1923), des Chirurgen und Direktors des städtischen Krankenhauses Charlottenburg-Westend Fritz Karl Bessel-Hagen (1856–1945)<ref name="ReferenceA" /> und von Werner Hagen (1864–1921), Vizekonsul in Yokohama, Konsul in Philadelphia, stellvertretender Bevollmächtigter Preußens zum Reichsrat.<ref>Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. 1. Reihe. Die Protokolle des Preußischen Staatsministerium 1817–1934/38. Hildesheim u. a. 2002.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Biographie Staatsbibliothek Berlin
- {{#if:Hagen, Adolf Herrmann Wilhelm|Hagen, Adolf Herrmann Wilhelm|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}} in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
- {{#if: 898 | Biografie von {{#if: Adolf Hermann Wilhelm Hagen | Adolf Hermann Wilhelm Hagen | Adolf Hermann Wilhelm Hagen }}. In: Heinrich Best: Datenbank der Abgeordneten der Reichstage des Kaiserreichs 1867/71 bis 1918 (Biorab – Kaiserreich) | Biografie von {{#if: Adolf Hermann Wilhelm Hagen | Adolf Hermann Wilhelm Hagen | Adolf Hermann Wilhelm Hagen }}. In: Heinrich Best: Datenbank der Abgeordneten der Reichstage des Kaiserreichs 1867/71 bis 1918 (Biorab – Kaiserreich) (der genaue Datensatz muss mit der Suchfunktion ermittelt werden)}}
{{#ifeq: p | p | | {{#if: 11637821220430424 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 116378212 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 116378212 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 20430424 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 20430424 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
{{#if: Hagen, Adolf Hermann Wilhelm | {{#if: Hagen, Adolf | {{#if: deutscher Beamter und Politiker (DFP), MdR | {{#if: 23. September 1820 | {{#if: Königsberg | {{#if: 17. August 1894 | {{#if: Golling an der Salzach || Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hagen, Adolf Hermann Wilhelm
}} |
| ALTERNATIVNAMEN | Hagen, Adolf
}} |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Beamter und Politiker (DFP), MdR
}} |
| GEBURTSDATUM | 23. September 1820
}} |
| GEBURTSORT | Königsberg
}} |
| STERBEDATUM | 17. August 1894
}} |
| STERBEORT | Golling an der Salzach
}} |
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:NDB
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:NDB/GND fehlt der NDB
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:NDB/ohne GND
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Bankier
- Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)
- Mitglied des Zollparlaments
- Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)
- Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- DFP-Mitglied
- Stadtältester von Berlin
- Deutscher
- Geboren 1820
- Gestorben 1894
- Mann