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Achtung, fertig, Charlie!

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Schweiz
Originalsprache Schweizerdeutsch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Mike Eschmann
Drehbuch David Keller,
Michael Sauter
Produktion Lukas Hobi
Musik Manuel Stagars
Kamera Roland Schmid
Schnitt Mike Schaerer
Besetzung

Achtung, fertig, Charlie! ist eine Schweizer Filmkomödie des Regisseurs Mike Eschmann aus dem Jahr 2003. Der Film über die Rekrutenschule war zeitweise die erfolgreichste Schweizer Produktion seit Die Schweizermacher von 1978.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die 20 in der Schweiz erfolgreichsten Schweizer Filme: Kumulierte Anzahl Kinobesucher 1976 - 2009 (Memento vom 17. November 2012 im Internet Archive). Website des Bundesamts für Statistik, abgerufen am 20. Januar 2011.</ref> Nach dem Erfolg in der Schweiz lief er auch in den USA, in Grossbritannien, in Russland und in Deutschland. Der französische Titel lautet À vos marques, prêts, Charlie!, der englische Ready, steady, Charlie!.

Handlung

Gerade bevor Antonio Carrera seiner Braut Laura Moretti die ewige Treue schwören kann, kommen zwei Polizisten in die Kirche und verkünden der versammelten Verwandtschaft aus Sizilien und der Schweiz, dass Carrera dem Marschbefehl nicht Folge geleistet hat und sofort in die Rekrutenschule gebracht wird.

Doch Carrera möchte zurück zu Laura. So schmieden Carrera und Rekrut Weber, sein einziger Vertrauter, einen Plan mit nur einem Ziel: Carrera muss erreichen, dass er aus der Rekrutenschule geworfen wird. Weber entdeckt, dass Rekrut Michelle Bluntschi die uneheliche Tochter des Hauptmannes Reiker ist. Der Plan B(luntschi) lautet wie folgt: Carrera soll mit Bluntschi ins Bett, da Sex in militärischen Anlagen verboten ist. Sie erhoffen sich dadurch, dass Carrera aus dem Dienst entlassen wird, jedoch geht der Plan nicht wie gedacht auf.

Zunächst sieht es nicht danach aus, dass Carrera und Bluntschi trotz Bemühungen von seiner Seite miteinander warm werden, doch als er ihr unter seinem Namen sein Gewehr überlässt, damit sie ihren Wunsch, bewaffneten Dienst zu leisten, erfüllen kann und er dafür in eine Arrestzelle muss, bricht das Eis. Sie schlafen in der Kasernenküche miteinander, jedoch taucht beim Besuchstag völlig unangemeldet Laura auf, worauf Bluntschi eifersüchtig wird.

Beim nachfolgenden Treffen petzen Carreras Kameraden seiner Verlobten den Plan B(luntschi). Laura ruft ihren Vater an, welcher sofort seine sizilianische Verwandtschaft auf den Plan ruft. Bei der Feldübung Füsiliere vs. Grenadiere kommt es zur Konfrontation. Laura und die Verwandtschaft taucht auf, just gerade als sich Carrera und Bluntschi wieder angenähert haben. Schliesslich schiesst einer der Sizilianer auf Carrera, doch Bluntschi fängt die Kugel ab. Beim nachfolgenden Gerangel verliebt sich Laura in Carreras Kamerad Philipp Schaffner. Am Ende heiraten Laura und Schaffner, die mittlerweile schwangere Bluntschi und Carrera bleiben der Zeremonie jedoch fern.

Hintergrund

Die Produktion wurde anfangs vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unterstützt, später aber wegen der aus der Sicht des VBS unrealistischen, komischen Darstellung der Rekrutenschule kritisiert.

Fortsetzung

Im Juni 2011 wurde zum Zehnjahresjubiläum des Films 2013 die Fortsetzung des Films unter dem Titel Achtung, fertig, WK! angekündigt. Regie führte Oliver Rihs, das Drehbuch stammt aus der Feder von Güzin Kar.<ref>Jetzt kommt «Achtung, fertig, Charlie! 2» Artikel auf blick.ch vom 1. Oktober 2013</ref> Der Film hatte am 24. Oktober 2013 seinen Kinostart in der Schweiz.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Läppische Schweizer Militärklamotte, die kaum ein Klischee auslässt und schamlos andere Filme plündert. Stärker ins Gewicht fällt jedoch die reaktionäre Propaganda, die der Film gedankenlos befördert.“<ref>Achtung, fertig, Charlie! In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 15. März 2026.</ref>

Carsten Baumgardt von Filmstarts vergibt einen von fünf Sternen (Wertung: schlecht) und schreibt: „Der Film bietet lächerliche Klischees, eine mehr als vorhersehbare, unausgegorene 08/15-Handlung und unterforderte Schauspieler. Schlimmer noch: Der ‚American Pie‘-Verschnitt im Militärgewand aus der Alpenrepublik ist nahezu witzfrei und durchgehend langweilig.“<ref>Carsten Baumgardt: Achtung, fertig, Charlie! In: Filmstarts. Abgerufen am 15. März 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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