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Ağdərə

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ağdərə
Մարտակերտ
Martakert
Staat: AserbaidschanDatei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan
Koordinaten: 40° 13′ N, 46° 49′ OKoordinaten: 40° 12′ 55″ N, 46° 48′ 46″ O
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Zeitzone: AZT (UTC+4)
Telefonvorwahl: (+994) (994) 246
Postleitzahl: AZAZ5900
Gemeindeart: Stadt (şəhər)
Ağdərə (Aserbaidschan)
Ağdərə (Aserbaidschan)
Datei:Mardakert 002.jpg
Stadtansicht (2002)

<phonos file="Az-Aghdara.ogg">Ağdərə</phonos>/? ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt in Aserbaidschan, die zum Bezirk Ağdərə gehört. Zwischen 1992 und 2023 wurde sie von der Republik Arzach verwaltet. In dieser war sie als Martakert Hauptstadt der Provinz Martakert.

Nach der Offensive Aserbaidschans gegen Arzach am 19. und 20. September 2023 und der daraus folgenden Kapitulation und Auflösung der Republik Arzach sind fast alle Armenier aus der Stadt geflohen.<ref>UN team in Nagorno-Karabakh, a first in 30 years, as ethnic Armenians flee. In: Aljazeera.com. 1. Oktober 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Oktober 2023; abgerufen am 2. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 24. September geriet die Stadt unter die Kontrolle Aserbaidschans.

Bevölkerung

Nach Angaben der Republik Bergkarabach lebten 2013 in der Stadt 4500 Einwohner.<ref name="census">Republic of Nagorno-Karabakh: De Facto and De Jure Population by Administrative Territorial Distribution and Sex (PDF; 392 kB)</ref> Andere Angaben gehen von 11.231 Einwohnern 2010 aus.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deWorld Gazetteer (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) über die größten Städte Aserbaidschans</ref> Viele der aserbaidschanischen Einwohner wurden während des Konflikts in andere Teile Aserbaidschans vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner Anmerkungen
1921 2.429 ausschließlich Armenier<ref>M. Karapetjan, Ètnicheskaya struktura naseleniya Nagornogo Karabakha v 1921 g. (Jerewan 1991), S. 18.</ref>
1939 3.721 3.340 Armenier (89,8 %), 248 Aserbaidschaner (6,7 %), 105 Russen (2,8 %)<ref>Volkszählung der Sowjetunion 1939 (Mardakertskiy rayon 1939 g.)</ref>
1970 5.683 5.472 Armenier (96,3 %), 135 Aserbaidschaner (2,4 %), 44 Russen (0,8 %)<ref>Volkszählung der Sowjetunion 1970 (Mardakertskiy rayon 1970 g.)</ref>
1979 6.690 6.264 Armenier (93,6 %), 349 Aserbaidschaner (5,2 %), 41 Russen (0,6 %)<ref>Volkszählung der Sowjetunion 1979 (Mardakertskiy rayon 1979 g.)</ref>
1989 8.325 <ref>Volkszählung der Sowjetunion 1989 (Vsesoyuznaya perepisʹ naseleniya 1989 g.)</ref>
2005 4.262 <ref>Zensus der Republik Bergkarabach 2005.</ref>
2015 4.478 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bevölkerungsschätzung der Republik Bergkarabach 2015 (Memento vom 12. September 2020 im Internet Archive).</ref>

Bauwerke

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die 1881 erbaute und 2003 renovierte Kirche Johannes-der-Täufer-Kirche (Սուրբ Հովհաննես Մկրտիչ եկեղեցի).

Geschichte

Mardakert gehörte seit dem 7. Juli 1923 zum Autonomen Gebiet Bergkarabach in der Aserbaidschanischen SSR und war in diesem die Hauptstadt des Rayons Dschraberd, welcher ab 1935 in Rayon Mardakert umbenannt wurde. 1985 erfolgte die Erhebung Mardakerts zur Siedlung städtischen Typs, was in etwa einer Minderstadt entspricht.

1989 hatte Mardakert 8325 Einwohner.<ref>Volkszählung der Sowjetunion 1989 (Всесоюзная перепись населения 1989 г.)</ref>

Nach Beginn der Kampfhandlungen um Bergkarabach nahm die aserbaidschanische Armee die Stadt am 4. Juli 1992 im Rahmen ihrer Sommeroffensive ein und kontrollierte sie danach etwa ein Jahr. Am 27. Juli 1993 wurde die Stadt von der Armee der Republik Bergkarabach erobert und stand danach unter deren Kontrolle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />В Нагорном Карабахе прошли соревнования по борьбе, посвященные очередной годовщине освобождения Мартакерта (Memento vom 7. August 2018 im Internet Archive)</ref>

Während der CONIFA-Europafußballmeisterschaft 2019 war die Stadt ein Austragungsort für insgesamt 3 Gruppenspiele im Vigen Shirinyan Stadion.<ref>EFC 2019 Recap – Day 1 (June 02). Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref><ref>EFC 2019 Recap – Day 2 (June 03). Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref><ref>EFC 2019 Recap – Day 3 (June 04). Abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>

Mit der aserbaidschanischen Offensive im September 2023 kam der Ort wieder unter die Kontrolle Aserbaidschans. In den folgenden Wochen floh fast die gesamte Bevölkerung Bergkarabachs nach Armenien.

Wirtschaft

Hauptwirtschaftszweige waren in den 1970er Jahren Milchwirtschaft und Weinbau.<ref name="GSE">Artikel Mardakert in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D073670~2a%3DMardakert~2b%3DMardakert</ref>

Städtepartnerschaften

Es bestand ab dem 8. Oktober 2010 eine Partnerschaft mit Wagharschapat, ArmenienDatei:Flag of Armenia.svg Armenien.<ref>MARTAKERT. In: ejmiatsin.am. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2015; abgerufen am 29. November 2016.</ref>

Weblinks

Commons: Martakert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />