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76-mm-Divisionskanone M1942 (SiS-3)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:ZiS3 nn.jpg
SiS-3 im Museum in Nischni Nowgorod
Datei:2009-11-22-seelower-hoehen-by-Ralf-03.jpg
SiS-3 auf der Gedenkstätte Seelower Höhen

Die 76-mm-Divisionskanone M1942 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine sowjetische Feldkanone mit einem Kaliber von 76,2 mm, die während des Zweiten Weltkriegs verwendet wurde. Die Werksbezeichnung der Waffe lautete SiS-3 (ЗиС-3; aufgrund der Verbreitung der englischen Transkription gelegentlich auch ZiS-3), der GAU-Index 52-P-354U (52-П-354У). Die auf Seiten der deutschen Wehrmacht eingesetzten Beutegeschütze erhielten die Bezeichnung 7,62-cm-Feldkanone 288 (r). Von deutschen Soldaten wurde sie auch „Ratsch-Bumm“ genannt.

Die Waffe wurde im Jahr 1940 konstruiert, der verantwortliche Chefkonstrukteur war W. G. Grabin. Insgesamt wurden über 103.000 Exemplare im Sawod No 92 imeni Stalina (Stalin-Werk Nr. 92) hergestellt.<ref>Die Benennung des Werks mit einer Ordnungszahl zeigt an, dass es sich um einen Rüstungsbetrieb handelt. Tatsächlich war damit die Fabrik Krasnoje Sormowo (Красное Сормово) in Gorki gemeint.</ref>

Geschichte

Ursprünglich wurde das Geschütz als leichtes Feldgeschütz konstruiert. Grabin entwickelte die Waffe allerdings so, dass sie auch im direkten Richten feuern konnte. Entsprechend der sowjetischen Doktrin erhielt das Geschütz dann auch panzerbrechende Munition. Die SiS-3 zählte lange Zeit zu den besten Panzerabwehrgeschützen des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund ihrer Handhabbarkeit, Verfügbarkeit und Bedienfreundlichkeit wurde die Waffe immer weiter in die Rolle der Panzerabwehrkanone gedrängt, anstatt in ihrer eigentlichen Verwendung als Feldartillerie eingesetzt zu werden.

Nach dem Krieg wurde die Massenproduktion eingestellt. Als eine Weiterentwicklung der SiS-3 wurde die Feldkanone 85-mm-Kanone D-44 mit einem Kaliber von 85 mm konstruiert.

Die Selbstfahrlafette SU-76 von 1943 war mit einer SiS-3 bestückt.

Technische Daten

76-mm-Divisionskanone M1942<ref name="Schirokorad">A. B. Schirokorad: Enzyklopädie der russischen Artillerie.</ref>
Allgemeine Eigenschaften
Klassifikation leichte Divisions- und Panzerabwehrkanone
Chefkonstrukteur Wassili Gawrilowitsch Grabin
Bezeichnung des Herstellers SiS-3 (ZiS-3)
Hersteller Sawod imeni Stalina No.92 (Stalin-Werk Nr.92, russ. Завод №92 имени Сталина) in Gorki und andere Betriebe
Gewicht in Feuerstellung 1200 kg
Gewicht in Fahrstellung 1850 kg
Mannschaft 4 Mann (Geschützführer, Richtschütze, Ladeschütze und Munitionsschütze)
Baujahre 1941–?
Stückzahl über 103.000
Rohr
Kaliber 76,2 mm
Rohrlänge 3200 mm (L/42,1)
Rohrlänge (gezogener Lauf) 2985 mm (L/39,3)
Feuerdaten
Höhenrichtbereich −5° bis +37°
Seitenrichtbereich 54°
max. Schussweite 13.290 m
max. Mündungsgeschwindigkeit 680 m/s
Feuerrate 7–10 Schuss/min
Beweglichkeit
Höchstgeschwindigkeit im Schlepp 50 km/h

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3828953859 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Christopher F. Foss: Towed Artillery. Jane's Pocket Book 18. 1. Auflage. Mac Donald and Janes' Publishers Ltd, London 1977, S. 36.
  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3811218786 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • А. Б. Широкорад: Энциклопедия отечественной артиллерии. (dt.: A. B. Schirokorad: Enzyklopädie der russischen Artillerie.) Harvest, Minsk 2000, ISBN 985-433-703-0.
  • Victor Schunkow: Die Waffen der Roten Armee - Infanterie - Artillerie 1939-1945. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-613-04217-9.

Weblinks

Commons: 76-mm-Divisionskanone M1942 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

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Flugabwehr
(Liste)

Automatische 25-mm-Flugabwehrkanone M1940 (72-K)Automatische 37-mm-Flugabwehrkanone M1939 (61-K)76-mm-Flugabwehrkanone M1914/1576-mm-Flugabwehrkanone M1931 (3-K)76-mm-Flugabwehrkanone M193885-mm-Flugabwehrkanone M1939 (52-K)85-mm-Flugabwehrkanone M1944

Panzerabwehr

37-mm-Panzerabwehrkanone M1930 (1-K)37-mm-Luftlandekanone M1944 (TschK-M1)45-mm-Panzerabwehrkanone M1932 (19-K)45-mm-Panzerabwehrkanone M1937 (53-K)45-mm-Panzerabwehrkanone M1942 (M-42)57-mm-Panzerabwehrkanone M1943 (SiS-2)100-mm-Feldkanone M1944 (BS-3)125-mm-Ampullenwerfer M1941

Rückstoßfreie
Geschütze

76-mm-Kurtschewski-Bataillonsgeschütz BPK-76

Kompanie-, Bataillons-
Regimentsgranatwerfer

37-mm-Spatengranatwerfer BM-3750-mm-Kompaniegranatwerfer RM-38 und RM-4050-mm-Kompaniegranatwerfer RM-4182-mm-Bataillonsgranatwerfer BM-37, BM-41 und BM-43107-mm-Gebirgs-Regimentsgranatwerfer GWPM-38120-mm-Regimentsgranatwerfer PM-38, PM-41 und PM-43

Schwere Granatwerfer

160-mm-Granatwerfer M1943 (MT-13)

Bataillons- und
Regimentsgeschütze
(Infanteriegeschütze)

45-mm-Bataillonshaubitze M192976-mm-Regimentskanone M192776-mm-Regimentskanone M1943 (OB-25)

Gebirgsgeschütze

76-mm-Gebirgskanone M190976-mm-Gebirgskanone M1938

Divisionsgeschütze

76-mm-Divisionskanone M1902/3076-mm-Divisionskanone M193376-mm-Divisionskanone M1936 (F-22)76-mm-Divisionskanone M1939 (USW)76-mm-Divisionskanone M1942 (SiS-3)85-mm-Divisionskanone D-44107-mm-Divisionskanone M1940 (M-60)122-mm-Haubitze M1909/37122-mm-Haubitze M1910/30122-mm-Haubitze M1938 (M-30)152-mm-Mörser M1931 (NM)

Korps- und
Armeegeschütze

107-mm-Kanone M1910/30122-mm-Kanone M1931 (A-19)122-mm-Kanone M1931/37 (A-19)152-mm-Haubitze M1909/30152-mm-Haubitze M1910/37152-mm-Haubitze M1938 (M-10)152-mm-Haubitze M1943 (D-1)152-mm-Kanone M1910/30152-mm-Kanone M1910/34152-mm-Kanonenhaubitze M1937 (ML-20)

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Eisenbahngeschütze
(internationale Liste)

TM-1-180TM-2-12TM-3-12 (305-mm-Eisenbahnartilleriegeschütz M1938)TM-1-14

Küstenartillerie
(internationale Liste)

130-mm-Marinekanone M1935 (B-13)152/45-Canet-Kanone M189212″/52-Kanone M1907

Raketenartillerie

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