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69. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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69. Infanterie-Division

Aktiv 1939 bis 1945
Staat Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Gliederung

Gliederung

Aufstellungsort Münster
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 69. Infanterie-Division (ID) war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Divisionsgeschichte

Einsatzgebiete:

Aufstellung

Die 69. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 im Rahmen der 2. Aufstellungswelle im Wehrkreis VI (Münster) aufgestellt. Die Ausbildung wurde vervollständigt während der Grenzsicherung in der Eifel und zuletzt nach Verlegung in den Wehrkreis X (Hamburg) bis Ende März 1940.

Norwegen

Am 9. April 1940 gehörte die 69. Infanterie-Division zu den Verbänden, die von der Kriegsmarine nach Norwegen zur Besetzung des Landes verschifft wurden. Während der Operation Weserübung nahm sie mit Teilen an der Luftlandung auf den Flugplatz Sola bei Stavanger teil. Bis in den November 1942 verblieb die 69. Infanterie-Division dann als Besatzungstruppe in Südnorwegen. Beim Abtransport per Schiff zur Heeresgruppe Nord musste das Grenadier-Regiment 193 als Heerestruppe in Norwegen zurückgelassen werden.

Ladoga-Schlacht

Ab Dezember 1942 stand die Division in schweren, wechselvollen Kämpfen im Raum Leningrad/Wolchow (Leningrader Blockade, Zweite und Dritte Ladoga-Schlacht). Nach dem Einbruch der Sowjets in den Raum Newel erfolgte die Verlegung an den Südflügel der Heeresgruppe Nord, wo im November und Dezember vergeblich versucht wurde, Newel zurückzuerobern.

Panther-Stellung

Ab April 1944 stand die 69. Infanterie-Division im Mittelabschnitt der Heeresgruppe Nord bei Ostrow in der Panther-Stellung, deren Halten die baltischen Gebiete schützen sollte. Die Katastrophe der Heeresgruppe Mitte in der Vernichtungsschlacht ab 22. Juni 1944 zwang dann jedoch zur Verlegung der Division zur 3. Panzer-Armee, wo bis Anfang Oktober 1944 eine wenn auch dünn besetzte neue Front in Westlitauen gehalten werden konnte.

Memel

Als auch diese durchbrochen wurde, zog sich die 69. Infanterie-Division in die Stadt Memel zurück, die noch bis Ende Januar 1945 in deutscher Hand blieb.

Ostpreußen

Bereits im Dezember 1944 verlegte die Division erneut, diesmal an die Front im nordöstlichen Ostpreußen bei Deutschlands östlichster Stadt Schirwindt.

Königsberg

Der sowjetische Großangriff auf Ostpreußen ab 13. Januar 1945 drängte die Division dann in schwersten und sehr verlustreichen Kämpfen auf Königsberg zurück, wo sie mit eingeschlossen wurde. Zwar gelang es anderen Einheiten, noch einmal eine Verbindung zwischen der Stadt und dem Samland herzustellen, aber der Sturm der Sowjetarmee auf Königsberg ab 6. April 1945 war nicht mehr aufzuhalten.

Kapitulation

Mit der Kapitulation der Reste der deutschen Einheiten unter General Lasch hörte die 69. Infanteriedivision am 10. April 1945 zu bestehen auf und ging in sowjetische Gefangenschaft.

Personen

Divisionskommandeure der 69. ID:
Dienstzeit Dienstgrad Name
26. August 1939 bis 29. September 1941 General der Artillerie Hermann Tittel
29. September 1941 bis 1. Februar 1944 Generalleutnant Bruno Ortner
1. Februar 1944 bis 20. Januar 1945 Generalleutnant Siegfried Rein
20. Januar bis 9. Februar 1945 Oberst Rudolf Grimme
9. Februar 1945 bis 10. April 1945 Generalmajor Kaspar Völker
Generalstabsoffiziere (Ia) der 69. ID:
Dienstzeit Dienstgrad Name
26. August 1939 bis 16. Juni 1940 Major Werner Müller
16. Juni 1940 bis 20. August 1941 Major Helmut Siemoneit
20. August 1941 bis 1. September 1943 Major Erich Vorwerck
1. September 1943 bis 10. November 1944 Oberstleutnant Eberhard Henrici
10. November 1944 bis 1945<ref group="A">im Einsatz vermisst</ref> Major Horst Grüninger
26. Februar bis April 1945 Major Job von Witzleben

Gliederung

Veränderungen in der Gliederung der 69. ID von 1939 bis 1945<ref>http://www.diedeutschewehrmacht.de/69%20inf%20div.htm</ref>
1939 1942 1943–1945
Infanterie-Regiment 159 Grenadier-Regiment 159
Infanterie-Regiment 193 Grenadier-Regiment 193<ref group="A">am 3. November 1942 an die Heerestruppe abgegeben</ref> Grenadier-Regiment 157<ref group="A">am 22. September 1943 als Ersatz für GR 193 aufgestellt</ref>
Infanterie-Regiment 236 Grenadier-Regiment 236
Aufklärungs-Abteilung 169 Radfahr-Abteilung 169 Füsilier-Bataillon 69
Artillerie-Regiment 169<ref group="A">mit vier Abteilungen</ref> Artillerie-Regiment 169<ref group="A">IV.Abteilung/Artillerie-Regiment 269 am 10. Dezember 1942 von der 269. ID abgegeben</ref> Artillerie-Regiment 169<ref group="A">IV./Artillerie-Regiment 269 am 25. August 1944 wieder neu eingegliedert</ref>
Pionier-Bataillon 169
Panzerabwehr-Abteilung 169 Panzerjäger-Abteilung 169
-- Feldersatz-Bataillon 169
Nachrichten-Abteilung 169
Versorgungseinheiten 169

Literatur

  • Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen Band 2 - 2.–4. Aufstellungswelle Sommer 1939. Podzun-Pallas Verlag, Friedberg 1992, ISBN 3-7909-0445-7.

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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(50.) | 52. | 56. | 57. | 58. | 60. | 61. | 62. | 68. | 69. | 71. | 72. | 73. | 75. | 76. | 78. | 79. | 86. | 87.

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