Zum Inhalt springen

6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Datei:6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterin.svg
Allgemeines
Name 6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterin
Andere Namen
  • Dyspropterin
  • 1-(2-amino-4-oxo-3,4,5,6,7,8-hexahydropteridin-6-yl)propan-1,2-dion (IUPAC)
Summenformel C9H11N5O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 128973
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 237,22 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

6-Pyruvoyl-tetrahydropterin ist eine heterocyclische Verbindung, welche zur Naturstoff-Klasse der Pterine, in weiterem Sinn der Pteridine gehört.

Namensgebend für das Molekül ist die C3-Seitenkette am C-6 des Pterin-Heterocyclus. Sie trägt zwei benachbarte Carbonylgruppen und entspricht damit strukturell einem Brenztraubensäure-Rest ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Der Substituent (CH3COCO−) wird folglich als Pyruvoyl-Rest bezeichnet.

Geschichte

Bei Untersuchungen zur Biosynthese von 5,6,7,8-Tetrahydrobiopterin (BH4, Sapropterin) aus Dihydroneopterintriphosphat, welches seinerseits über mehrere Stufen aus Guanosintriphosphat (GTP) entsteht, wurde wahrscheinlich, dass als Vorstufe ein unbeständiges Zwischenprodukt (Intermediat) auftreten könnte, welchem die Struktur des 6-Pyruvoyl-5,6,7,8-tetrahydropterins (PPH4) zugeordnet wurde.<ref>Hans-Christoph Curtius, Dorothee Heintel, Sandro Ghisla, Thomas Kuster, Walter Leimbacher, Alois Niederwieser: Tetrahydrobiopterin biosynthesis. In: European Journal of Biochemistry. Band 148, Nr. 3, 1985, S. 413–419, doi:10.1111/j.1432-1033.1985.tb08855.x.</ref>

Die Isolierung des labilen Moleküls PPH4 erwies sich als schwierig. Immerhin lieferten die 1H-NMR-Spektroskopie und das Massenspektrum begründete Hinweise für seine Existenz.<ref></ref><ref></ref>

Biochemie

Die Umwandlung von Dihydroneopterintriphosphat zu PPH4 wird durch das Enzym 6-Pyruvoyl-H4-pterin-Synthase (PTPS, PPH4S, EC 4.6.1.10) katalysiert. Anschließend werden die Carbonylgruppen der Seitenkette zum Diol (BH4) hydriert, wobei das Coenzym NADPH als Wasserstoffquelle fungiert, in Kooperation mit dem Enzym Sepiapterin-Reduktase. Möglicherweise entsteht zunächst noch die Zwischenstufe 6-Lactoyl-5,6,7,8-tetrahydrosepiapterin.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />