302. Infanterie-Division (Wehrmacht)
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302. Infanterie-Division | |
|---|---|
| Aktiv | 12. November 1940 bis August 1944 |
| Staat | Datei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich |
| Streitkräfte | Wehrmacht |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Typ | Infanteriedivision |
| Gliederung | |
| Spitzname | Dieppe-Division |
| Zweiter Weltkrieg | Schlacht von Dieppe, Operation Jassy-Kischinew |
| Kommandeure | |
| Liste der | Kommandeure |
Die 302. Infanterie-Division war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte
Einsatzgebiete:
- Westfront: 1941–1942
- Ostfront: 1942–1944
Aufstellung
Die 302. Infanterie-Division wurde aus Teilen der 75. Infanterie-Division, 292. Infanterie-Division und Heimat-Wachbataillonen am 12. November 1940 als bodenständige Division<ref group="A">auch statische, nicht komplett feldmobile Division für Besatzungs- und Sicherungsaufgaben in Frankreich</ref> der 13. Aufstellungswelle in Neustrelitz im Wehrkreis II aufgestellt.
Besatzungstruppe in Frankreich
Sie war 1941 bis 1942 im besetzten Frankreich im Einsatz.
Einsatz bei der Operation Jubilee
Während der Stationierungszeit in Frankreich, genauer gesagt am 19. August 1942, führte die Alliierten, geführt von der britische Armee mit 237 Schiffen und etwa 7500 kanadischen, US-amerikanischen, britischen, polnischen und französischen Soldaten einen ersten amphibischen Angriff auf die in der deutschen Propaganda so genannte Festung Europa gegen den Hafen von Dieppe durch. Hauptsächlich waren kanadische und britische Truppen im Einsatz. Die Verteidigung der Küste bestand aus dem Infanterie-Regiment 571 der 302. Infanterie-Division mit etwa 1500 Soldaten unter Oberstleutnant Hermann Bartelt. Ziel des Angriffs war die kurzzeitige Inbesitznahme der Stadt Dieppe, die nach spätestens 24 Stunden wieder hätte geräumt werden sollen. Auf diese Weise wollte die Royal Air Force die Luftwaffe dazu bringen, mit starken Kräften bei Dieppe aktiv zu werden, die dann von britischen Jagdfliegern gestellt und vernichtet werden sollten. Außerdem sollte eine Landeoperation unter Gefechtsbedingungen geprobt und die Reaktion der deutschen Führung auf den Ausfall der bei Dieppe installierten Radaranlage getestet werden, sowie eruiert werden, ob ein zweites vermutetes Radarsystem bereits einsatzfähig war. Die Operation wurde zum Desater und wegen hoher alliierter Verluste – bis zu 70 % der eingesetzten Streitkräfte – vorzeitig abgebrochen.
Umgliederung 1942
Am 10. Oktober 1942 erfolgte die Umbildung in eine fronttaugliche Infanterie-Division. Im Januar 1943 wurde die Division an die Ostfront nach Woroschilowgrad im Donezgebiet verlegt. Sie wurde Teil der Armeeabteilung Hollidt in der Heeresgruppe Don (im Februar 1942 in Heeresgruppe Süd umbenannt). Sie war an der Mius-Front in schwere Defensive-Kämpfe verwickelt. In schweren Rückzugsgefechten wurde die Division in Richtung Asowsches Meer zurückgedrängt. Sie verteidigte zwischen Oktober und Dezember 1943 die ukrainische Stadt Saporischschja, bevor sie sich auf den Brückenkopf bei Nikopol zurückzog.
Umgliederung 1943/44
Im Dezember 1943 erfolgte eine Umgliederung zu einer sogenannten Division 44 neuer Art. Die Division zog sich im April 1944 nach Westen zum Dnepr zurück.
Vernichtung
Nach Unterstellung in die Heeresgruppe Südukraine wurde der Kommandeur Generalleutnant Erich von Bogen im Mai 1944 in Bessarabien von sowjetischen Truppen gefangen genommen. Die 302. ID wurde im Rahmen der Operation Jassy-Kischinew bei Tighina/Rumänien im August 1944 eingekreist und vernichtet. Auch der verwundete Kommandeur Oberst Willi Fischer kam in Kriegsgefangenschaft.
Verwendung der Reste der Division
Überlebende wurden in die 76. Infanterie-Division und die 15. Infanterie-Division eingegliedert.
Personen
| Dienstzeit | Dienstgrad | Name |
|---|---|---|
| 15. November 1940 bis 26. November 1942 | Generalleutnant | Konrad Haase |
| 26. November 1942 bis 11. November 1943 | Oberst/Generalmajor/Generalleutnant | Otto Elfeldt |
| 12. November 1943 bis 25. Januar 1944 | Generalleutnant | Karl Rüdiger |
| 25. Januar bis Juli 1944 | Generalmajor/Generalleutnant | Erich von Bogen |
| Juli 1944 bis 25. August 1944<ref>An diesem Tag wurde er gefangengenommen.</ref> | Oberst | Willi Fischer |
Prominente Angehörige
- Lorenz Jaeger, Erzbischof von Paderborn und bedeutender Ökumeniker war Divisionspfarrer
- Rudolf Schildmann, Politiker (NSDAP)
Gliederung
Veränderungen in der Gliederung der 302. ID von 1940 bis 1944
| 1940 | 1944 |
| Infanterie-Regiment 570 | Grenadier-Regiment 570 |
| Infanterie-Regiment 571 | Divisionsgruppe 125 |
| Infanterie-Regiment 572 | Grenadier-Regiment 572 |
| – | Feldersatz-Bataillon 302 |
| – | Schnelle Abteilung 302 |
| – | Radfahr-Abteilung 302 |
| Artillerie-Regiment 302 | |
| Panzerjäger-Abteilung 302 | – |
| Pionier-Bataillon 302 | |
| Nachrichtenabteilung 302 | |
| Nachschubtruppen | |
Literatur
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />200th through 370th German Infantry, Security, and Panzer Grenadier Divisions. Organizations and Histories 1939–1945 ( vom 10. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 461 kB), Nafziger Collection, Combined Armed Research Library.
Anmerkungen
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