Ethylvanillin
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Ethylvanillin | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Ethylvanillin | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C9H10O3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Schuppen mit süß-cremigem, blumigem Geruch<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 166,18 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Löslichkeit |
kaum löslich in Wasser, löslich in Ethanol und Ether<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Ethylvanillin (3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, Bourbonal, Vorlage:FEMA) ist eine organische chemische Verbindung mit der Summenformel C9H10O3. Es ist ein Derivat des Benzaldehyds mit einer zusätzlichen Hydroxy- und einer Ethoxygruppe. Es unterscheidet sich vom Vanillin, indem man die Methylgruppe gegen eine Ethylgruppe austauscht. Es kommt nicht natürlich vor.
Darstellung
Eine gängige Möglichkeit ist die Substitutionsreaktion von o-Ethoxyphenol (1) mit Glyoxylsäure und anschließende Oxidation der gebildeten Säure (2) zu 4-Hydroxy-3-ethoxyphenylglyoxylsäure (3), die zu Ethylvanillin (4) decarboxyliert wird.
Eigenschaften
Ethylvanillin tritt in Form farbloser Schuppen mit süß-cremigem, blumigem Geruch auf und schmilzt bei 77–78 °C.<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/> Es ist kaum löslich in Wasser, jedoch löslich in Ethanol und Ether.<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/> Vanillin und Ethylvanillin besitzen zudem einen ähnlichen Geruch, das Ethylvanillin ist 2- bis 4-mal intensiver.<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/><ref>Toru Egawa, Akiyo Kameyama, Hiroshi Takeuchi: Structural determination of vanillin, isovanillin and ethylvanillin by means of gas electron diffraction and theoretical calculations. In: Journal of Molecular Structure. 2006, 794 (1–3), S. 92–102; doi:10.1016/j.molstruc.2006.01.042; PDF.</ref> Vanillin und Ethylvanillin lassen sich mit Gemischen aus n-Hexan und Essigsäureethylester per Dünnschichtchromatographie gut trennen.<ref>A. V. Gerasimov, N. V. Gornova, N. V. Rudometova: Determination of Vanillin and Ethylvanillin in Vanilla Flavorings by Planar (Thin-Layer) Chromatography. In: Journal of Analytical Chemistry. 2003, 58 (7), S. 677–684; doi:10.1023/A:1024764205281.</ref> Mit konz. Schwefelsäure färbt es sich gelb, im Gegensatz zu Vanillin.<ref>George A. Burdock: Fenaroli's Handbook of Flavor Ingredients. Sixth Edition, CRC Press, 2010, ISBN 978-1-4200-9077-2, S. 674.</ref>
Isomere und strukturelle Verwandte
Isoethylvanillin (3-Hydroxy-4-ethoxybenzaldehyd) ist ein Isomer und unterscheidet sich vom Ethylvanillin durch die Stellung der Ethoxygruppe. Anstatt an Position 3 ist diese hier an Position 4 vorzufinden. Hydroxy- und Ethoxygruppe tauschen im Vergleich zum Ethylvanillin die Plätze. Die Strukturanalogie entspricht der zwischen Vanillin und Isovanillin.
ortho-Ethylvanillin (Novovanillin, 2-Hydroxy-3-ethoxybenzaldehyd) ist gleichfalls ein Isomer und unterscheidet sich vom Ethylvanillin durch die Stellung der Hydroxygruppe. Die Vorsilbe ortho- kennzeichnet hier die Position der Hydroxygruppe in Bezug zur Aldehydgruppe; im Ethylvanillin befinden sich diese beiden Gruppen in para-Stellung. Die Strukturanalogie entspricht der zwischen Vanillin und ortho-Vanillin.
| Struktur von Isoethylvanillin | Struktur von Ethylvanillin | Strukturformel von Novovanillin |
| Isoethylvanillin | Ethylvanillin | ortho-Ethylvanillin (Novovanillin) |
Verwendung
Heute wird Ethylvanillin als künstlicher Aromastoff anstelle des Vanillins verwendet.<ref name=Ullmann>Karl-Georg Fahlbusch, Franz-Josef Hammerschmidt, Johannes Panten, Wilhelm Pickenhagen, Dietmar Schatkowski, Kurt Bauer, Dorothea Garbe, Horst Surburg: Flavors and Fragrances. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2002, ISBN 978-3-527-30385-4, (doi:10.1002/14356007.a11_141).</ref> Als Aromazusatz ist es vor allem in Speiseeis, Brausen, Süß- und Backwaren verbreitet.<ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN"/> Laut Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 darf es ohne Höchstmengenbeschränkung in Lebensmitteln verwendet werden.<ref>Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Aromen und bestimmte Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften zur Verwendung in und auf Lebensmitteln sowie zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1601/91 des Rates, der Verordnungen (EG) Nr. 2232/96 und (EG) Nr. 110/2008 und der Richtlinie 2000/13/EG Vorlage:Abrufdatum</ref>
Zur Synthese von Isovanillin eignet sich u. a. Ethylvanillin (1), welches mit Dimethylsulfat zum 3-Ethoxy-4-methoxybenzaldehyd (2) methyliert wird. Anschließend wird mit Schwefelsäure selektiv der Ethylether gespalten.<ref>Patent DE69507676T2: Verfahren zur Herstellung von Isovanillin. Angemeldet am 20. Oktober 1995, veröffentlicht am 29. Juli 1999, Anmelder: Rhone Poulenc Chimie, Erfinder: Christian Maliverney.</ref>
Literatur
- Beilstein E IV 8, 1765.
Weblinks
- Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check. In: P. J. Linstrom, W. G. Mallard (Hrsg.): NIST Chemistry WebBook, NIST Standard Reference Database Number 69. National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg MDVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references> <ref name="RÖMPP_ETHYLVANILLIN">Eintrag zu Ethylvanillin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
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- Benzaldehyd
- Aromastoff (EU)
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