Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Ocimene – Wikipedia Zum Inhalt springen

Ocimene

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von 3,7-Dimethyl-1,3,6-octatrien)

Die Ocimene (Betonung auf der dritten Silbe: Ocimene) bilden eine Stoffgruppe isomerer ungesättigter acyclischer Monoterpene und gehören damit zu den Kohlenwasserstoffen. Mit dem Trivialnamen Ocimen können jeweils beide E/Z-Isomere der Stoffe mit den IUPAC-Namen 3,7-Dimethyl-1,3,7-octatrien (α-Form) und 3,7-Dimethyl-1,3,6-octatrien (β-Form) und 2,6-Dimethyl-2,4,6-octatrien (Allo-Form) gemeint sein. Jeweils zwei der Isomere sind zueinander entweder Konfigurations- oder Konstitutionsisomere. Alle Isomere des Ocimen sind linear Kopf-Schwanz-verbunden.

Vertreter

Die isomeren Vertreter der Ocimene unterscheiden sich durch die Positionierungen der Doppelbindungen im Molekül oder die Anordnung der Substituenten an den Doppelbindungen (cis-trans-Isomerie). Der Unterschied zwischen der α- und der β-Form ist die Position der nicht-konjugierten ("einsamen") Doppelbindung. Diese ist in der α-Form extern und in der β-Form intern. Die β-Form ist ein kommerzielles Produkt, das in der Regel als Isomerenmischung verkauft wird.

Ocimen-Isomere
Name (Z)-α-Ocimen (E)-α-Ocimen (Z)-β-Ocimen (E)-β-Ocimen Alloocimen
Strukturformel Datei:(3Z)-3,7-Dimethyl-1,3,7-octatrien.svg Struktur von (E)-α-Ocimen Struktur von (Z)-β-Ocimen Struktur von (E)-β-Ocimen Struktur von Alloocimen
Andere Namen (3Z)-3,7-Dimethyl-1,3,7-octatrien (IUPAC) 3,7-Dimethyl-1,3,7-octatrien (Z)-3,7-Dimethyl-1,3,6-octatrien (E)-3,7-Dimethyl-1,3,6-octatrien 2,6-Dimethyl-2,4,6-octatrien
Vorlage:INCI
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
Vorlage:CASRN
PubChem 5463455 5320249 5320250 5281553 5368821
ECHA-InfoCard-ID Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
Summenformel C10H16
Molare Masse 136,23 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Kurzbeschreibung farblose, blumig riechende Flüssigkeit<ref name="thegoo">Eintrag zu beta-ocimene bei thegoodscentscompany.com, abgerufen am 6. Januar 2017.</ref>
Siedepunkt
Dichte 0,818 g/mL<ref name="SigmaB" />
GHS-
Kennzeichnung

keine Einstufung verfügbar
keine Einstufung verfügbar
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="SigmaB">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="SigmaC">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
H- und P-Sätze siehe oben siehe oben 226 302
siehe oben siehe oben keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
siehe oben siehe oben keine P-Sätze keine P-Sätze

Vorkommen

α-Ocimen wurde in echtem Lavendelöl nachgewiesen (bis zu 3 %<ref>Yves-René Naves, Paul Tullen: Etudes sur des les matières végétales volatiles CLXIX. Sur les terpènes de l'huile essentielle de lavande. In: Helvetica Chimica Acta. 43, 1960, S. 1619–1623, doi:10.1002/hlca.19600430621.</ref>), β-Ocimen findet sich in Basilikumöl (Ocimum basilicum) und bis zu einem Anteil von 41 %<ref>D.J.J.de Villiers, C.F. Garbers, R.N. Laurie: Synthesis of tagetenones and their occurrence in oil of Tagetes minuta. In: Phytochemistry. 10, 1971, S. 1359–1361, doi:10.1016/S0031-9422(00)84342-3.</ref> im ätherischen Öl der Studentenblumen (Tagetes minuta, Asteraceae). β-Ocimen kommt unter anderem in Grüner Minze (Mentha spicata), Oregano (Origanum vulgare), Basilikum (Ocimum basilicum), Rautengewächsen (Pilocarpus microphyllus), Schwarzen Johannisbeeren (Ribes nigrum) und Rosmarin (Rosmarinus officinalis) vor.<ref name="Dr. Dukes beta" /> Hanf (Cannabis sativa L. ‘Afina’) enthält β-Ocimen in einer Menge von 3,5 mg·g−1.<ref>Terpenprofil – Bedrocan. Bedrocan Deutschland, abgerufen am 13. Mai 2021.</ref> Alloocimen findet sich in Gemeiner Schafgarbe (Achillea millefolium), Löwenohren (Leonotis leonurus) und Estragon (Artemisia dracunculus).<ref name="Dr. Dukes allo" />

Eigenschaften und Verwendung

Die Ocimene sind isomer zu Myrcen und Phellandren und liegen oft im Gemisch vor. Ihr Geruch erinnert an Kiefer und Zitrusfrucht, daher werden sie als Duftstoffe eingesetzt.

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Dr. Dukes allo"> Vorlage:DrDukesDB </ref> <ref name="Dr. Dukes beta"> Vorlage:DrDukesDB </ref> </references>