20,3-cm-Schnelladekanone C/34
| 20,3-cm-Schnelladekanone C/34 | |
|---|---|
|
Datei:Prinz Eugen Kiel rear guns.jpg | |
| Allgemeine Angaben | |
| Militärische Bezeichnung | 20,3 cm S.K. C/34 |
| Produktionszeit | 1939 bis 1945 |
| Waffenkategorie | Schiffsgeschütz, Küstenartillerie |
| Technische Daten | |
| Gesamtlänge | 12,15 m |
| Kaliber | 20,3 cm |
| Kaliberlänge | 60 |
| Gewicht in Feuerstellung |
20.700 kg |
| Kadenz | 4,5 Schuss/min |
Die 20,3-cm-Schnelladekanone C/34 (20,3-cm-S.K. C/34) war ein Schiffsgeschütz der deutschen Kriegsmarine, welches im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Es wurde auf den Schweren Kreuzern der Admiral-Hipper-Klasse verbaut und als Küstenartillerie verwendet.
Küstenartillerie
Alle vier Geschütztürme des unfertigen Schweren Kreuzers Seydlitz wurden als Küstenartillerie in Frankreich installiert. Die Türme Anton und Dora wurden in der Batterie Karola auf der Île de Ré (4./Marine Artillerie Abteilung 282) verbaut, die Türme Bruno und Cäsar wurden als Bewaffnung der Batterie Seydlitz auf der Île de Groix (5./Marine Artillerie Abteilung 264) verwendet.
Acht Geschütze wurden an das Heer abgegeben und zu Eisenbahngeschützen 20,3-cm-Kanone (E) umgebaut. Wegen Problemen bei der Versorgung mit Munition wurden sie zentralisiert zur Küstenverteidigung bei Brest und Cherbourg herangezogen.
Beschreibung
Rohrart: 3 Lagen und loses Futterohr mit waagerechtem Keilverschluss
Technische Daten
Lafette
- Bezeichnung: 20,3 cm Drh.L. C/34
- Gewicht: 248 t
- Kaliber: 20,3 cm
- Rohrzahl: 2
- Anzahl der Richtachsen: 2
- Mündungsgeschwindigkeit: 925 m/s
- größte Erhöhung: 37°
- größte Senkung: −10°
- größte Schussweite: 32.200 m
- größte Flughöhe: 10.150 m
- Lebensdauer: 600 Schuss
- Feuergeschwindigkeit: ~4,5 Schuss je Rohr und Min.
- max. Schwenkgeschw: 8°/s
- max. Höhenrichtgeschw: 8°/s<ref name="Handbuch Admiralstab">Hauptsächliche Angaben über an Bord befindliche Geschütze für das Handbuch für Admiralstabsoffiziere Stand 1. Januar 1939</ref>
Munition
Geschosse
- Panzersprenggranate mit Bodenzünder und ballistischer Haube – Psgr L/4,4 m Bdz (m. Haube) zu 122 kg
- Sprenggranate mit Bodenzünder und ballistischer Haube – Spgr L/4,7 m Bdz (m. Haube) zu 122 kg
- Sprenggranate mit Kopfzünder und ballistischer Haube – Spgr L/4,7 KZ (m. Haube) zu 122 kg
Treibladung
- Hülsenkartusche: ~46,6 kg
- Vorkartusche: 18,5 kg<ref name="185,2">M.Dv. Nr. 185,2 Abmessungen, Gewichte und Raumbedarf der Munition und ihrer Packgefäße</ref>
Leistung
- Durchschlagsleistung (Psgr m.Bdz):<ref name="URzBHKEuG">Unterlagen und Richtlinien zur Bestimmung der Hauptkampfentfernung und der Geschoßwahl, Heft e, Eigene Durchschlagangaben für schwere Kreuzer</ref>
| Entfernung [km] |
Auftreff- geschwindigkeit [m/s] |
Fallwinkel [°] |
Durchschlag vertikal (KC nA)<templatestyles src="FN/styles.css" /> * [mm] |
Durchschlag horizontal (Wh)<templatestyles src="FN/styles.css" /> * [mm] |
|---|---|---|---|---|
| 0 | 925 | 0 | >280 | |
| 5 | 745 | 2,5 | >280 | keine Ang. |
| 10 | 580 | 6 | 265 | keine Ang. |
| 15 | 465 | 13 | 188 | keine Ang. |
| 20 | 380 | 23 | 133 | 50 |
| 25 | 355 | 36,5 | 107 | 67 |
| 30 | 360 | 48,5 | ca. 70 | 90 |
Die Durchschlagleistung der Sprenggranate mit Bodenzünder erreicht etwa 70 % der nominellen Durchschlagleistung der Panzersprenggranate. Sie zerbricht jedoch gegen gehärtetes Panzermaterial. Die Sprenggranate mit Kopfzünder verursacht beim Auftreffen Löcher von etwa 32 cm Durchmesser in 50 mm Panzermaterial bzw. von etwa 120 cm Durchmesser in 30 mm Panzermaterial.
Literatur
- John Campbell: Naval Weapons of World War Two. Naval Institute Press, 1985, ISBN 0-87021-459-4.
- Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945. 2. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02481-0 (Spezialauflage).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3879435049 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- M. J. Whitley: Cruisers of World War Two. Brockhampton Press, 1995, ISBN 1-86019-874-0.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Artillerie der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg