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1-Naphthylessigsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von 2-(1-Naphthyl)essigsäure)
Strukturformel
Strukturformel der 1-Naphthylessigsäure
Allgemeines
Name 2-(1-Naphthyl)essigsäure
Andere Namen
  • α-Naphthylessigsäure
  • 1-Naphthalinessigsäure
  • 1-Naphthalinethansäure
  • NAA
  • Vorlage:INCI
Summenformel C12H10O2
Kurzbeschreibung

farbloser bis weißer, geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-705-8
ECHA-InfoCard 100.001.551
PubChem 6862
ChemSpider 6601
DrugBank DB01750
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 186,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

134,5–135,5 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

Zersetzung<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr schlecht in Wasser (0,42 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​318​‐​335​‐​412
P: 261​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Die 1-Naphthylessigsäure ist eine mit einem Naphthylrest substituierte Essigsäure, somit eine Carbonsäure und eine von zwei möglichen Stellungsisomeren der Naphthylessigsäuren. Wie viele andere aromatisch substituierte Essigsäuren zeigt sie eine auxinanaloge Wirkung in Pflanzen. Daher wird sie als synthetisches Phytohormon eingesetzt.

Darstellung

1-Naphthylessigsäure kann direkt durch Kondensation von Naphthalin mit Chloressigsäure hergestellt werden. Durch Einsatz von Katalysatoren wie beispielsweise Eisensalze oder metallische Bromide kann die Reaktion beschleunigt und die Ausbeute erhöht werden.<ref>Yoshiro Ogata, Jiro Ishiguro: Preparation of α-Naphthaleneacetic Acid by the Condensation of Naphthalene with Chloroacetic Acid. In: Journal of the American Chemical Society. Band 72, Nr. 9, September 1950, S. 4302–4302, doi:10.1021/ja01165a533.</ref>

Verwendung

1-Naphthylessigsäure zeigt die gleiche Wirkung wie das natürliche Auxin Indol-3-essigsäure (IES), zu der eine strukturelle Verwandtschaft besteht. Sie wird u. a. bei der vegetativen Vermehrung von Pflanzen verwendet, wo sie Hauptbestandteil verschiedener Bewurzelungshormone („Wurzelfix“) für die Stecklingsvermehrung dient.

Im Obstbau kann NAA in hohen Konzentrationen (1000 ppm) zur Beseitigung von Wurzelschösslingen und Wasserschossen verwendet werden. In geringen Konzentrationen (10–20 ppm) wird NAA für die chemische Ausdünnung bei Einsatz während der Blüte bis 14 Tage später oder gegen vorzeitigen Fruchtfall 2–4 Wochen vor der Ernte eingesetzt.<ref>Lucas’ Anleitung zum Obstbau, 31. Auflage 1992, S. 206.</ref>

Zulassungsstatus

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit 1-Naphthylessigsäure zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „1-Naphthylessigsäure“ im Feld „Wirkstoff“) und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />