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1. Göppinger SV

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
1. Göppinger SV
Vereinswappen des 1. Göppinger SV
Basisdaten
Name 1. Göppinger Sportverein 1895 e. V.
Sitz Göppingen, Baden-Württemberg
Gründung 1895
Farben Schwarz, Weiß, Rot
Präsident Paul Lambert
Website 1-göppinger-sv.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Gianni Coveli
Spielstätte Stadion Hohenstaufenstraße
Plätze 4.500
Liga Oberliga Baden-Württemberg
2024/25 17. Platz Vorlage:AccessibleTooltip (Regionalliga Südwest)

Der 1. Göppinger Sportverein 1895 e. V., kurz 1. Göppinger SV, ist ein Sportverein aus Göppingen.

Geschichte

Gründungsphase

Der am 13. Oktober 1905 gegründete 1. Göppinger Fußballverein 1905 trat zunächst nur zu Freundschaftsspielen an. Erst im Oktober 1908 wurde der Verein Mitglied des Süddeutschen Fußballverbands und nahm im folgenden Jahr erstmals am Ligawettbewerb teil. Nachdem der Erste Weltkrieg den Spielbetrieb lahmgelegt hatte, begann im Dezember 1918 der Wiederaufbau. 1919 gelang der Gewinn der Bezirksmeisterschaft und der Göppinger Fußballverein stieg in die A-Klasse auf. Im selben Jahr erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister und die Vereinsaktivitäten wurden um eine Gesangsabteilung und eine Hockeyabteilung erweitert.

Am 24. April 1920 genehmigte eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Verschmelzung mit dem am 11. August 1895 gegründeten 1. Athletik-Club Göppingen, der sich vor allem durch seine Gewichtheber und Ringer einen Namen gemacht hatte, zum »1. Göppinger Sportverein 1895 e. V.«. Als erste Aufgabe wurde die Verbesserung der Sportstätten angesehen. Viele der Arbeiten erfolgten in Eigenregie durch die Mitglieder des Vereins. Es wurde eine Holztribüne gebaut, die bis 1980 in Betrieb war und deren Kosten sich infolge der Inflation auf eine Milliarde Mark beliefen.

Erfolge im Fußball

1923 gelang der Aufstieg in die Kreisliga und auf Anhieb der zweite Platz hinter dem VfB Stuttgart. 1926 errang man die Bezirksmeisterschaft, verpasste den Aufstieg in die neu gegründete Kreisliga Zollern, der ein Jahr später jedoch erfolgte. In den folgenden Jahren spielte die Mannschaft zwar vorne mit, gewann aber keinen Titel. 1930 wurde der Bau eines Vereinsheims beschlossen und 1932 eine Aschenbahn um den Rasen gebaut, auf der Leichtathleten, aber auch Radrennfahrer Wettbewerbe austragen.

1934 schaffte die Fußballmannschaft des Vereins den Aufstieg in die ein Jahr zuvor neu geschaffenen Gauliga. Dem direkten Abstieg 1935 folgte zwar der Wiederaufstieg 1936, aber auch der erneute Wiederabstieg 1937.<ref name="hgvl">Hardy Grüne: Vereinslexikon (= Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7). Agon-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 181.</ref> 1938<ref name="hgkp"></ref> und 1941<ref name="hgkp" /> scheiterte man noch in der Aufstiegsrunde zur württembergischen Gauliga. 1943 gelang dann der erneute Aufstieg<ref name="hgkp" /> in die Gauliga. An diesen Aufstieg schloss der größte Erfolg an, als man 1944 vor den Stuttgarter Kickers Erster der Gauliga wurde und damit die württembergische Meisterschaft errang. Allerdings war bei den Spielen um die deutsche Meisterschaft 1944 direkt beim ersten Gegner, der Kriegsspielgemeinschaft Saarbrücken, Endstation.<ref name="hgkp" />

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es lange, bis wieder der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte. Der Sportplatz war von amerikanischen Soldaten zunächst zum Kohlelager, später zu einem Baseballfeld umfunktioniert worden. Für die Saison 1945/46 wurde der Verein in die damals zweitklassige Landesliga Württemberg<ref name="hgvl" /> eingeteilt, aus der er jedoch 1948<ref name="hgkp" /> abstieg.

1969 gelang den Fußballern unter Spielleiter Fritz Maier als Tabellenzweiter der Amateurliga Nordwürttemberg die Qualifikation für die deutsche Amateurmeisterschaft, bei der die Göppinger erst im Halbfinale am späteren Sieger SC Jülich 1910 scheiterten.<ref name="hgvl" /> Die folgende Saison brachte – pünktlich zum 75-jährigen Jubiläum – mit dem Aufstieg in die Regionalliga, damals die zweithöchste Spielklasse Deutschlands, einen noch größeren Erfolg. Die Rückkehr auf die überregionale Fußballbühne endete jedoch nach nur einer Spielzeit mit 28:44 Punkten und dem 17. Tabellenplatz mit dem sofortigen Abstieg.<ref name="hgvl" />

1973 wurde die Damenabteilung des Vereins gegründet. Die folgenden Jahre waren durch Schwankungen geprägt. 1978 gelang dennoch die Qualifikation für die reformierte Oberliga Baden-Württemberg, als man hinter dem SSV Ulm 1846 Vizemeister wurde. In der Saison 1984/85 musste der Sportverein nach 17-jähriger Zugehörigkeit zur jeweils obersten Amateurklasse aus der Oberliga absteigen. 1991 konnte auch in der Verbandsliga Württemberg die Klasse nicht gehalten werden und es erfolgte der Abstieg in die Landesliga, aus der man 1994 in die Bezirksliga absteigen sollte. Nach der Rückkehr in die Landesliga stieg die Mannschaft in der Saison 2008/09 über die Relegation in die Verbandsliga Württemberg auf. In der Saison 2010/11 musste man, obwohl man bis zum Schluss noch Chancen auf einen Aufstiegsplatz hatte, sich mit dem 4. Platz zufriedengeben. Zu Beginn der Saison 2011/12 verpflichtete man drei Brasilianer, welche man in einem Testspiel gegen den Artsul Futbol Club entdeckte.

Während der Göppinger Sportverein 2014 und 2015 zweimal in den Aufstiegsspielen zur Oberliga Baden-Württemberg scheiterte, konnte man 2016 den lang ersehnten Aufstieg feiern. Die Saison beendeten die Rot-Schwarzen auf dem zweiten Platz und mussten zum dritten Mal in Folge an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Aus den Duellen mit der TSG Weinheim gingen die Göppinger siegreich hervor (2:2 und 1:0) und stiegen 2016 nach 31 Jahren Abstinenz wieder in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Nach Spielzeiten in der Verbands-, Landes- und Bezirksliga stellt dies den Aufwärtstrend der jüngeren Vereinsgeschichte dar, der im Juni 2024 mit dem Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball, der Regionalliga Südwest, seinen vorläufigen Höhepunkt fand.

Kader der Saison 2024/25

(Stand: 13. April 2025)<ref>Gianni Coveli - Erfolgscoach des 1. GSV 1895 e. V. In: 1. Göppinger Sportverein 1895. Abgerufen am 13. April 2025.</ref>

Nr. Nat. Spieler Geboren Im Verein seit
Tor
01 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Matthias Layer Vorlage:DatumZelle 2022
21 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Enrico Alejandro Piu Vorlage:DatumZelle 2024
Abwehr
03 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Berk Yalman Vorlage:DatumZelle 2022
04 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Bastian Frölich Vorlage:DatumZelle 2024
05 NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg Jeffrey Idehen Vorlage:DatumZelle 2020
07 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Mërgim Neziri Vorlage:DatumZelle 2020
15 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Levin Steinbrenner Vorlage:DatumZelle 2021
19 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Yannik Wolff Vorlage:DatumZelle 2023
23 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Denis Lübke Vorlage:DatumZelle 2024
28 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Filip Milisic Vorlage:DatumZelle 2020
Mittelfeld
06 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Gent Cerimi Vorlage:DatumZelle 2013
08 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Leon Braun Vorlage:DatumZelle 2024
13 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: David Trivunić Vorlage:DatumZelle 2024
14 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Jannik Schramm Vorlage:DatumZelle 2020
16 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Tim Schraml Vorlage:DatumZelle 2020
18 Turkei Oğuzhan Keçeci Vorlage:DatumZelle 2024
26 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Adrian Freiwald Vorlage:DatumZelle 2023
31 GambiaDatei:Flag of The Gambia.svg Seedy Jarju Vorlage:DatumZelle 2024
Sturm
09 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Tyron Profis Vorlage:DatumZelle 2023
10 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Luca Maximilian Piljek Vorlage:DatumZelle 2023
11 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Aron Viventi Vorlage:DatumZelle 2024
17 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Emmanuel McDonald Vorlage:DatumZelle 2023
20 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Noah Lulic Vorlage:DatumZelle 2024
22 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Maximilian Ziesche Vorlage:DatumZelle 2016
25 KosovoDatei:Flag of Kosovo.svg Henrick Selitaj Vorlage:DatumZelle 2024
27 MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Mohamed Baroudi Vorlage:DatumZelle 2023
30 Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Kevin Dicklhuber Vorlage:DatumZelle 2025

Erfolge

Ligazugehörigkeit

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  • 1945–1948: Landesliga Württemberg
  • 1948–1950: Bezirksklasse
  • 1950–1958: 2. Amateurliga
  • 1958–1960: A-Klasse
  • 1960–1963: 2. Amateurliga
  • 1963–1967: A-Klasse
  • 1967–1968: 2. Amateurliga
  • 1968–1970: 1. Amateurliga Nordwürttemberg
  • 1970–1971: Regionalliga Süd
  • 1971–1978: 1. Amateurliga
  • 1978–1985: Amateuroberliga Baden-Württemberg
  • 1985–1991: Verbandsliga Württemberg
  • 1991–1994: Landesliga
  • 1994–1997: Bezirksliga
  • 1997–1999: Landesliga
  • 1999–2007: Bezirksliga
  • 2007–2009: Landesliga
  • 2009–2016: Verbandsliga Württemberg
  • 2016–2024: Oberliga Baden-Württemberg
  • 2024–2025: Regionalliga Südwest
  • seit 2025: Oberliga Baden-Württemberg

Persönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang VfR Aalen | TSG Backnang | FSV 08 Bietigheim-Bissingen | FC Denzlingen | TSV Essingen | 1. FC Normannia Gmünd | 1. Göppinger SV | FSV Hollenbach | Karlsruher SC II | VfR Mannheim | Türkspor Neckarsulm | FC Nöttingen | SV Oberachern | 1. CfR Pforzheim | FV Ravensburg | SSV Reutlingen 05 | Türkischer SV Singen | FC 08 Villingen Vorlage:Klappleiste/Ende

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