1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von EDC (freie Base) | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C8H17N3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
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| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 155,24 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
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| Dichte |
0,88 g·cm−3<ref name="SigmaAldrich">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Siedepunkt |
47–48 °C (36 Pa)<ref name="wipf">Peter Wipf: Handbook of Reagents for Organic Synthesis. Wiley, 2005, ISBN 0-470-86298-X.</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid (EDC, EDCI oder EDAC) ist eine reaktive organische Verbindung aus der Gruppe der Carbodiimide, die häufig in der Synthesechemie eingesetzt wird. Aufgrund der besseren Handhabung wird statt der freien Base meist das Hydrochlorid eingesetzt.<ref name="wipf" />
Darstellung und Gewinnung
Die Synthese kann in zwei Reaktionsschritten erfolgen. Im ersten Schritt wird Ethylisocyanat mit N,N-Dimethyl-1,3-diaminopropan umgesetzt. Das resultierende Harnstoffderivat wird dann im zweiten Schritt zur Zielverbindung dehydratisiert.<ref>J. Sheehan, P. Cruickshank, G. Boshart: A Convenient Synthesis of Water-Soluble Carbodiimides. In: J. Org. Chem. 26, (1961) 2525, doi:10.1021/jo01351a600.</ref>
Eigenschaften
Wie die meisten Carbodiimide hydrolysiert die Substanz in wässriger Lösung; im sauren pH-Bereich geschieht dies schneller.<ref>Nadia Wrobel, Manfred Schinkinger, Vladimir M. Mirsky: A Novel Ultraviolet Assay for Testing Side Reactions of Carbodiimides. In: Analytical Biochemistry. Band 305, Nr. 2, S. 135–138, doi:10.1006/abio.2002.5646.</ref> Die Verbindung ist thermisch instabil. Eine DSC-Messung zeigt ab 120 °C eine stark exotherme Zersetzungsreaktion mit einer Wärmetönung von −549 kJ·kg−1 bzw. −105,2 kJ·mol−1.<ref name="Sperry">Sperry, J.B.; Minteer, C.J.; Tao, J.; Johnson, R.; Duzguner, R.; Hawksworth, M.; Oke, S.; Richardson, P.F.; Barnhart, R.; Bill, D.R.; Giusto, R.A.; Weaver, J.D.: Thermal Stability Assessment of Peptide Coupling Reagents Commonly Used in Pharmaceutical Manufacturing in Org. Process Res. Dev. 22 (2018) 1262–1275, doi:10.1021/acs.oprd.8b00193.</ref>
Verwendung
EDC wird häufig zur Synthese von Carbonsäureamiden und in der Biochemie zur chemischen Vernetzung (Cross-Linking) von Proteinen eingesetzt.<ref>D. Schulz, A. Sinz: Chemisches Cross-Linking und Massenspektrometrie zur strukturellen und funktionellen Charakterisierung von Proteinen. In: Biospektrum. Jg. 10, Nr. 1, 2004, S. 45–48. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(PDF) ( vom 24. September 2020 im Internet Archive)</ref> Im Gegensatz zu Dicyclohexylcarbodiimid kann der bei Carbonsäureamid-Synthesen entstehende Harnstoff leicht abgetrennt werden.
Sicherheitshinweise
Die freie Base reizt Augen, Schleimhäute und Haut und wirkt als Kontaktallergen.<ref name="wipf" /> Beim Verbrennen können giftige Gase wie Kohlenstoffmonoxid und Stickoxide entstehen.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Hautreizender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Heterokumulen
- Dimethylamin
- Iminoverbindung