(Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Strukturformel von (Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | (Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| ||||||||||||||||||
| Summenformel | C9H6N2S3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
rote bis braune Flüssigkeit mit stechendem Geruch<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 238,35 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−10 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr schwer löslich in Wasser (0,125 g·l−1 bei 24 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
(Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat oder TCMTB ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzothiazole.
Eigenschaften
(Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat ist eine ölige, brennbare, rote bis braune Flüssigkeit mit stechendem Geruch, die sehr schwer löslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Cyanwasserstoff, Schwefeloxide und Stickoxide entstehen.<ref name="GESTIS" /> Als Abbauprodukte treten 2-Mercaptobenzothiazol (2-MBT) und 2-Benzothiazolsulfonsäure<ref group="S">Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu 2-Benzothiazolsulfonsäure: CAS-Nr.: Vorlage:CASRN, EG-Nr.: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ECHA-InfoCard: Vorlage:ECHA, GESTIS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), PubChem: 30647, ChemSpider: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).html Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), DrugBank: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Wikidata: Q63396458.</ref> auf.<ref name="EPA" />
Verwendung
(Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat wird als Breitbandmikrobizid, Anstrichfungizid und Anstrichalgizid verwendet.<ref name="GESTIS" /> Der Wirkstoff wurde 1980 in den USA zugelassen.<ref name="EPA">Reregistration Eligibility Decision for 2-(Thiocyanomethylthio)-benzothiazole (TCMTB). (PDF; 2,7 MB) EPA, August 2006, abgerufen am 28. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er findet etwa bei der Lederkonservierung,<ref name="Engin Bagda">Engin Bagda: Biozide in Bautenbeschichtungen. expert verlag, 2000, ISBN 3-8169-1861-1, S. 59 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> zum Schutz von Papierprodukten, in Holzschutzmitteln oder gegen das Verkeimen von Brauchwasser seine Anwendung.<ref name="EPA" /> In den USA wird (Benzothiazol-2-ylthio)methylthiocyanat als Fungizid zur Saatgutbeizung bei Getreide, Saflor, Baumwolle und Zuckerrüben eingesetzt.<ref></ref>
Zulassung
TCMTB ist in der Europäischen Union kein zulässiger Pflanzenschutzwirkstoff.<ref>Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 der Kommission vom 20. November 2002 zur Verlängerung der Frist gemäß Artikel 8 Absatz 2 der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I dieser Richtlinie sowie den Widerruf der Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit diesen WirkstoffenVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Union. L, Nr. 319, 2002, S. 3–11.</ref> In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref> TCMTB ist als Wirkstoff für die Produktarten 9 (Schutzmittel für Fasern, Leder, Gummi und polymerisierte Materialien) und 12 (Schleimbekämpfungsmittel) unter Bewertung<ref>Information on biocides. ECHA, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref> gemäß der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung).
Einzelnachweise
<references />
Externe Links zu erwähnten Verbindungen
<references group="S" />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Augenreizender Stoff
- Hautreizender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:Substanzinfo mit abweichendem Wert
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Substanzinfo
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Benzothiazol
- Thioether
- Thiocyanatverbindung
- Biozid (Wirkstoff)
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Fungizid