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(801) Helwerthia

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Asteroid
(801) Helwerthia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Eunomia-Familie
Große Halbachse 2.60508 AE
Exzentrizität 0.076794
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 14.14027 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 32,4 km ± 0,7 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,03
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
XC
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1915 FH, 1924 OD, 1925 RG, 1970 GS1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(801) Helwerthia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 20. März 1915 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,3 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Elise Wolf, geb. Helwerth (1840–1924), der Mutter des Entdeckers. Sie wurde wahrscheinlich bereits zuvor mit der Benennung von (412) Elisabetha geehrt.

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (801) Helwerthia zur Eunomia-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (801) Helwerthia, für die damals Werte von 33,2 km bzw. 0,04 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 32,4 km bzw. 0,03.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 34,4 km bzw. 0,03 angegeben, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten,<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Masiero, J. Bauer, R. M. Cutri, T. Grav, E. Kramer, S. Sonnett, R. Stevenson, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year One: Preliminary Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 814, Nr. 2, 2015, S. 1–13, doi:10.1088/0004-637X/814/2/117 (PDF; 1,07 MB).</ref> und dann 2016 korrigiert zu 33,3 km bzw. 0,03.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 24. bis 31. März 2012 während vier Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Eine erste Auswertung ließ vermuten, dass die Rotationsperiode sehr nahe bei derjenigen der Erde liegt. Bei Asteroiden mit Rotationsperioden von ungefähr einem halb- oder ganzzahligen Erdtag kann an einem Observatorium oft nur eine unvollständige Lichtkurve aufgenommen werden, da in jeder Nacht immer wieder derselbe Teilabschnitt der Lichtkurve erfasst wird. Daher wurden weitere Observatorien zu einer koordinierten Zusammenarbeit eingeladen: das Bigmuskie Observatory und das Observatorium Bassano Bresciano in Italien, das Astrophysikalische Observatorium Abastumani in Georgien, das Charkiw-Observatorium in der Ukraine sowie das Kingsgrove Observatory in Australien. Zusammen mit dem Organ Mesa Observatory konnten somit vom 11. April bis 13. Mai 2021 während 11 weiteren Nächten Daten aufgezeichnet werden, um eine möglichst vollständige Lichtkurve zu erhalten. Die solcherart registrierte nahezu lückenlose Lichtkurve ließ zwar mehrere mögliche Rotationsperioden vom 12-, 1-, 32- und 2-fachen eines Wertes von 23,93 h zu. Eine eingehende Analyse der Daten führte jedoch zur starken Bevorzugung der Rotationsperiode von 23,93 h.<ref>F. Pilcher, A. Ferrero, R. Ya. Inasaridze, Yu. N. Krugly, I. E. Molotov, J. Oey, L. P. Strabla, U. Quadri, R. Girelli: Rotation Period Determination for 801 Helwerthia. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 39, Nr. 4, 2012, S. 222–225, bibcode:2012MPBu...39..222P (PDF; 401 kB).</ref>

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (801) Helwerthia wurde aus Messungen vom 19. Oktober bis 14. November 2018 eine Rotationsperiode von 23,9648 h erhalten.<ref>A. Pál, R. Szakáts, Cs. Kiss, A. Bódi, Zs. Bognár, Cs. Kalup, L. L. Kiss, G. Marton, L. Molnár, E. Plachy, K. Sárneczky, Gy. M. Szabó, R. Szabó: Solar System Objects Observed with TESS – First Data Release: Bright Main-belt and Trojan Asteroids from the Southern Survey. In: The Astrophysical Journal Supplement Series. Band 247, Nr. 1, 2020, S. 1–41, doi:10.3847/1538-4365/ab64f0 (PDF; 1,06 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />