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(685) Hermia

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Asteroid
(685) Hermia
685Hermia (Lightcurve Inversion).png
Berechnetes 3D-Modell von (685) Hermia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.23549 AE
Exzentrizität 0.197211
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 3.64859 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 11,0 km ± 0,9 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,28
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Lorenz
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1909 PC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(685) Hermia ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 12. August 1909 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Lorenz an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg entdeckt wurde. Es war seine letzte von vier Asteroidenentdeckungen.

Ein Bezug dieses Namens zu einer Person oder einem Ereignis ist nicht bekannt. Die Benennung könnte von den beiden Buchstaben der vorläufigen Bezeichnung 1909 HE beeinflusst sein. Siehe auch die Anmerkungen bei (579) Sidonia.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (685) Hermia, für die damals Werte von 11,0 km bzw. 0,28 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref>

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (685) Hermia eine taxonomische Klassifizierung als S-Typ.<ref>D. Lazzaro, C. A. Angeli, J. M. Carvano, T. Mothé-Diniz, R. Duffard, M. Florczak: S3OS2: the visible spectroscopic survey of 820 asteroids. In: Icarus. Band 172, Nr. 1, 2004, S. 179–220, doi:10.1016/j.icarus.2004.06.006 (arXiv-Preprint: PDF; 3,49 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 15. August bis 19. September 2006 am Santana Observatory und an der Goat Mountain Astronomical Research Station (GMARS) in Kalifornien. Aus der während 16 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 50,44 h bestimmt.<ref>R. D. Stephens: Asteroid Lightcurve Photometry from Santana and GMARS Observatories – Mid-2006. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 34, Nr. 1, 2007, S. 14–15, bibcode:2007MPBu...34...14S (PDF; 320 kB).</ref>

Eine Auswertung von archivierten Lichtkurven des United States Naval Observatory (USNO) in Arizona und der Catalina Sky Survey ermöglichte 2011 erstmals die Berechnung eines dreidimensionalen Gestaltmodells des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 50,387 h.<ref>J. Hanuš, J. Ďurech, M. Brož, B. D. Warner, F. Pilcher, R. Stephens, J. Oey, L. Bernasconi, S. Casulli, R. Behrend, D. Polishook, T. Henych, M. Lehký, F. Yoshida, T. Ito: A study of asteroid pole-latitude distribution based on an extended set of shape models derived by the lightcurve inversion method. In: Astronomy & Astrophysics. Band 530, A134, 2011, S. 1–16, doi:10.1051/0004-6361/201116738 (PDF; 1,82 MB).</ref>

Weitere Beobachtungen wurden im Zeitraum 18. Juli bis 27. September 2006 in einer großangelegten koordinierten Zusammenarbeit am Observatorium Borówiec in Polen, an der Stazione Astronomica di Sozzago in Italien, am Observatoire de Haute-Provence (OHP) sowie an den Observatorien Le Crès, Les Engarouines und Bedoin in Frankreich durchgeführt. Die registrierten Lichtkurven aus insgesamt 29 Nächten wurden in einer Untersuchung von 2012 zu einer Periode von 50,40 h ausgewertet. Die Form der Lichtkurve ließ vermuten, dass es sich bei diesem Objekt wahrscheinlich um ein langsam rotierendes Kontaktbinärsystem handelt.<ref>A. Kryszczyńska, F. Colas, M. Polińska, R. Hirsch, V. Ivanova, G. Apostolovska, B. Bilkina, F. P. Velichko, T. Kwiatkowski, P. Kankiewicz, F. Vachier, V. Umlenski, T. Michałowski, A. Marciniak, A. Maury, K. Kamiński, M. Fagas, W. Dimitrov, W. Borczyk, K. Sobkowiak, J. Lecacheux, R. Behrend, A. Klotz, L. Bernasconi, R. Crippa, F. Manzini, R. Poncy, P. Antonini, D. Oszkiewicz, T. Santana-Ros: Do Slivan states exist in the Flora family? I. Photometric survey of the Flora region. In: Astronomy & Astrophysics. Band 546, A72, 2012, S. 1–51, doi:10.1051/0004-6361/201219199 (PDF; 2,36 MB).</ref>

Eine Auswertung der Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus den Jahren 2015 bis 2018 bestätigte die Rotationsperiode in einer Untersuchung von 2020 mit 50,418 h, darüber hinaus konnte eine taxonomische Zuordnung mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 % für einen C-Typ und 83 % für einen S-Typ angegeben werden.<ref>N. Erasmus, S. Navarro-Meza, A. McNeill, D. E. Trilling, A. A. Sickafoose, L. Denneau, H. Flewelling, A. Heinze, J. L. Tonry: Investigating Taxonomic Diversity within Asteroid Families through ATLAS Dual-band Photometry. In: The Astrophysical Journal Supplement Series. Band 247, Nr. 1, 2020, S. 1–7, doi:10.3847/1538-4365/ab5e88 (PDF; 14,3 MB).</ref> Aus den Daten von ATLAS konnte dann in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 50,386 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (685) Hermia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />