(587) Hypsipyle
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| Asteroid (587) Hypsipyle | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2.33565 AE |
| Exzentrizität | 0.166524 |
| Perihel – Aphel | Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE |
| Neigung der Bahnebene | 24.96527 ° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | Vorlage:Str round° |
| Argument der Periapsis | Vorlage:Str round° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Siderische Umlaufperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | Vorlage:Str round km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 11,0 km ± 0,1 km |
| Albedo | 0,21 |
| Rotationsperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Absolute Helligkeit | Vorlage:Str round mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Andere Bezeichnung | 1906 DM, 1931 CH, 1956 EN1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
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(587) Hypsipyle ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 22. Februar 1906 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde.
Der Asteroid ist benannt nach Hypsipyle, der Königin von Lemnos. Die Frauen von Lemnos töteten alle anderen Männer, doch Hypsipyle rettete das Leben ihres Vaters Thoas, bis dahin König von Lemnos. Als die Argonauten auf Lemnos landeten, wurden alle Frauen von Lemnos schwanger. Durch Iason wurde Hypsipyle Mutter von Zwillingen. Iason vergaß jedoch seinen Treueeid gegenüber Hypsipyle und verließ sie. Weil sie ihren Vater gerettet hatte, vertrieben die Frauen von Lemnos sie und ihre Kinder und sie wurden an Lykurg, den König von Nemea, verkauft.
Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (587) Hypsipyle zur Phocaea-Familie gezählt.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (587) Hypsipyle zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 12,9 km bzw. 0,14.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Ein Vergleich von Daten, die von 1978 bis 2011 an der Sternwarte Ondřejov in Tschechien und am Table Mountain Observatory in Kalifornien gesammelt wurden, mit den Daten von NEOWISE ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo von 13,0 km bzw. 0,14.<ref>P. Pravec, A. W. Harris, P. Kušnirák, A. Galád, K. Hornoch: Absolute magnitudes of asteroids and a revision of asteroid albedo estimates from WISE thermal observations. In: Icarus. Band 221, Nr. 1, 2012, S. 365–387, doi:10.1016/j.icarus.2012.07.026 (PDF; 1,44 MB).</ref> Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 11,5 km bzw. 0,47 geändert worden waren,<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> wurden sie 2014 auf 11,0 km bzw. 0,21 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref>
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 18. und 20. Februar 1988 am Mount-Lemmon-Observatorium in Arizona. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 2,8881 h bestimmt.<ref>W. Z. Wisniewski, T. M. Michałowski, A. W. Harris, R. S. McMillan: Photometric Observations of 125 Asteroids. In: Icarus. Band 126, Nr. 2, 1997, S. 395–449, doi:10.1006/icar.1996.5665.</ref> (587) Hypsipyle ist damit ein sehr schneller Rotator. Weitere Beobachtungen vom 5. bis 16. Januar 2020 während drei Nächten durch zwei Amateurastronomen in Turin konnten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Periode von ebenfalls 2,8881 h bestätigen.<ref>F. Aimar, G. Ghio: The Rotation Periods of the Asteroids 587 Hypsipyle, 1152 Pawona, and 2937 Gibbs. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 47, Nr. 2, 2020, S. 152–153, bibcode:2020MPBu...47..152A (PDF; 442 kB).</ref>
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 2,88946 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref> Aus den Daten von ATLAS konnte dann in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 2,88946 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>
Eine photometrische Analyse von Asteroiden der Phocaea-Familie von 2025 bestätigte die Rotationsperiode von (587) Hypsipyle mit einem Wert von 2,88947 h. Aus Annahmen zur akkumulierten Wirkung des Jarkowski-Effekts auf den Asteroiden seit der Entstehung der Phocaea-Familie wurde auf eine geringe Dichte von 1,29 g/cm³ geschlossen. Ein Vergleich mit der mittleren Dichte von H-Chondriten ergibt damit eine hohe Porosität von 65 % und weist auf eine Trümmerhaufen (rubble pile)-Struktur hin.<ref>X. Xu, X. Wang, K. Muinonen, Sh. Gu, A. Penttilä, F. Xu, L. Sun, J. Huang, P. Zhang, A. Wang: Photometric Analysis of Asteroids in the Phocaea Region. In: The Astronomical Journal. Band 170, Nr. 1, 2025, S. 1–15, doi:10.3847/1538-3881/add3f4 (PDF; 1,25 MB).</ref>
Siehe auch
Weblinks
- (587) Hypsipyle beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (587) Hypsipyle in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (587) Hypsipyle in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (587) Hypsipyle in der Database of Asteroid Models from Inversion Techniques (DAMIT, englisch).
Einzelnachweise
<references />