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(496) Gryphia

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Asteroid
(496) Gryphia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.19923 AE
Exzentrizität 0.078606
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 3.79346 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 14,4 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,19
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1902 UM, 1931 TB, 1931 TN2, 1933 FQ, 1936 CB, 1951 WS2
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(496) Gryphia ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 25. Oktober 1902 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 12,5 mag entdeckt wurde.

Der Name des Asteroiden, der früher für eine Hommage an den deutschen Barockdichter Andreas Gryphius gehalten wurde, besitzt neueren Recherchen des Heidelberger Astronomen Lutz D. Schmadel und der Wiener Astronomin Anneliese Schnell zufolge einen Bezug zur Stadt Greifswald.<ref>J. Meßerschmidt: Greifswald greift nach den Sternen: Kleinplanet „Gryphia“ wird Greifswald zugeordnet. In: (idw). Informationsdienst Wissenschaft e. V., 18. Oktober 2013, abgerufen am 6. September 2025.</ref> Die Benennung erfolgte 1905 mit Erlaubnis des Entdeckers durch den deutschen Astronomen Wilhelm Ebert (1871–1916), der noch am Bureau des Longitudes in Paris eine Umlaufbahn dieses Planeten berechnet hatte<ref>Kleine Mitteilungen. In: Astronomische Nachrichten. Band 167, Nr. 3997, 1905, Sp. 223–224, doi:10.1002/asna.19041671308.</ref> und dann an das Astronomisch-Mathematische Institut an der Universität Greifswald berufen wurde, der er dadurch wohl Referenz erweisen wollte.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (496) Gryphia, für die damals Werte von 15,5 km bzw. 0,17 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 14,4 km bzw. 0,19.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 mit 12,4 km bzw. 0,29 angegeben, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Masiero, J. Bauer, R. M. Cutri, T. Grav, E. Kramer, S. Sonnett, R. Stevenson, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year One: Preliminary Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 814, Nr. 2, 2015, S. 1–13, doi:10.1088/0004-637X/814/2/117 (PDF; 1,07 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden statt am 15. Mai 2015 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Die während sechs Stunden aufgezeichnete Lichtkurve zeigte aber kaum Veränderungen. Dies war auch bei einer weiteren Beobachtung am 22. September 2016 der Fall, woraufhin eine sehr langsame Rotation des Asteroiden vermutet wurde. Die begonnene Beobachtung wurde daraufhin bis zum 11. Februar 2017 fortgesetzt. Eine sorgfältige Analyse der während 97 Nächten erhaltenen Daten führte zur Bestimmung einer Rotationsperiode von 1072,0 ± 2,0 h. Auch ergaben sich Anzeichen einer Taumelbewegung des Asteroiden, dafür konnte aber keine Periodizität abgeleitet werden.<ref>F. Pilcher, L. Franco, P. Pravec: 299 Thora and 496 Gryphia: Two More Very Slowly Rotating Asteroids. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 3, 2017, S. 270–274, bibcode:2017MPBu...44..270P (PDF; 1,97 MB).</ref>

Zwischen 2012 und 2018 wurden mit der All-Sky Automated Survey for Supernovae (ASAS-SN) auch photometrische Daten von 20.000 Asteroiden aufgezeichnet. Auf mehr als 5000 davon konnte erfolgreich die Methode der konvexen Inversion angewendet werden, darunter auch (496) Gryphia, für die in einer Untersuchung von 2021 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 1049,0 h berechnet wurde.<ref>J. Hanuš, O. Pejcha, B. J. Shappee, C. S. Kochanek, K. Z. Stanek, T. W.-S. Holoien: V-band photometry of asteroids from ASAS-SN. Finding asteroids with slow spin. In: Astronomy & Astrophysics. Band 654, A48, 2021, S. 1–11, doi:10.1051/0004-6361/202140759 (PDF; 1,16 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />