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(393) Lampetia

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Asteroid
(393) Lampetia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.78294 AE
Exzentrizität 0.331620
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 14.83759 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 116 km ± 28 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,02
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
C
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Xc
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1894 VC, 1907 GR
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(393) Lampetia ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 4. November 1894 vom deutschen Astronomen Max Wolf an seiner Privatsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11 mag entdeckt wurde.

In der griechischen Mythologie gibt es zwei Figuren mit diesem Namen: (1) Lampetia war eine Tochter von Helios und Neaira und die Schwester von Phaetusa, mit der sie das heilige Vieh ihres Vaters auf der Insel Thrinakia bewachte, wo Odysseus und seine Männer ankamen. Obwohl Odysseus sie gewarnt hatte, die Finger vom heiligen Vieh Helios’ zu lassen, führten die Männer einige der Tiere fort und töteten sie. Lampetia informierte ihren Vater über diesen Frevel, der von Zeus verlangte, die Übeltäter zu bestrafen. Als die Männer von Thrinakia wegsegelten, zog ein schrecklicher Sturm auf und alle Griechen kamen um – mit Ausnahme von Odysseus, der sich an einem Stück eines abgebrochenen Mastes festhielt und sich so vor dem Schiffbruch rettete. (2) Lampetia ist der Name einer der Heliaden, die zusammen mit ihren Schwestern nach dem Tod ihres Bruders Phaethon in eine Pappel verwandelt wurde. Die Benennung erfolgte durch den Berliner Astronomen Adolf Berberich (1861–1920).<ref>H. Kreutz: Benennung von kleinen Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 156, Nr. 3728, 1901, Sp. 127–128, doi:10.1002/asna.19011560805.</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Mit Daten radiometrischer Beobachtungen im Infraroten am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona im Februar und März 1976 wurden für (393) Lampetia erstmals Werte für den Durchmesser und die Albedo von 138 bzw. 126 km und 0,04 bzw. 0,05 bestimmt.<ref>D. Morrison: Radiometric diameters of 84 asteroids from observations in 1974–1976. In: The Astrophysical Journal. Band 214, Nr. 2, 1977, S. 667–677, doi:10.1086/155293 (PDF; 1,18 MB).</ref><ref>D. Morrison: Asteroid sizes and albedos. In: Icarus. Band 31, Nr. 2, 1977, S. 185–220 doi:10.1016/0019-1035(77)90034-3.</ref> Radarastronomische Untersuchungen am Arecibo-Observatorium vom 16. bis 20. Juli 1986 bei 2,38 GHz ergaben für den Asteroiden einen effektiven Durchmesser von 97 ± 31 km.<ref>C. Magri, S. J. Ostro, K. D. Rosema, M. L. Thomas, D. L. Mitchell, D, B. Campbell, J. F. Chandler, I. I. Shapiro, J. D. Giorgini, D. K. Yeomans: Mainbelt Asteroids: Results of Arecibo and Goldstone Radar Observations of 37 Objects during 1980–1995. In: Icarus. Band 140, Nr. 2, 1999, S. 379–407, doi:10.1006/icar.1999.6130.</ref> Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (393) Lampetia, für die damals Werte von 96,9 km bzw. 0,08 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Neue radarastronomische Untersuchungen am Arecibo-Observatorium vom 26. August 2000 bei 2,38 GHz wurden nun zu einem effektiven Durchmesser von 125 ± 20 km ausgewertet.<ref>C. Magri, M. C. Nolan, S. J. Ostro, J. D. Giorgini: A radar survey of main-belt asteroids: Arecibo observations of 55 objects during 1999–2003. In: Icarus. Band 186, Nr. 1, 2007, S. 126–151, doi:10.1016/j.icarus.2006.08.018 (PDF; 1,03 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 116,2 km bzw. 0,04.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).</ref>

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (393) Lampetia eine taxonomische Klassifizierung als Caa- bzw. Ch-Typ.<ref>D. Lazzaro, C. A. Angeli, J. M. Carvano, T. Mothé-Diniz, R. Duffard, M. Florczak: S3OS2: the visible spectroscopic survey of 820 asteroids. In: Icarus. Band 172, Nr. 1, 2004, S. 179–220, doi:10.1016/j.icarus.2004.06.006 (arXiv-Preprint: PDF; 3,49 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 10. bis 15. Oktober 1977 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium und am Osservatorio Astronomico di Torino in Italien. Die Auswertung der aufgezeichneten Lichtkurve ließ für die Rotationsperiode Werte von 38,7 h oder die Hälfte davon zu, wovon der längere Wert bevorzugt wurde. Dies galt damals als eine äußerst langsame Rotation, denn bis zu diesem Zeitpunkt waren mit (654) Zelinda und (164) Eva nur zwei Asteroiden mit Rotationsperioden von mehr als einem Erdtag bekannt gewesen.<ref>F. Scaltriti, V. Zappalà, H. J. Schober: The rotations of 128 Nemesis and 393 Lampetia: The longest known periods to date. In: Icarus. Band 37, Nr. 1, 1979, S. 133–141 doi:10.1016/0019-1035(79)90121-0.</ref> Weitere Beobachtungen vom 29. Januar bis 1. Februar 1998 an der Außenstelle „Carlos U. Cesco“ des Felix-Aguilar-Observatoriums (OAFA) in Argentinien konnten nicht weiter ausgewertet werden.<ref>R. Gil-Hutton, M. Cañada: Photometry of Fourteen Main Belt Asteroids. In: Revista Mexicana de Astronomía y Astrofísica. Band 39, 2003, S. 69–76, bibcode:2003RMxAA..39...69G (PDF; 192 kB).</ref>

Dagegen halfen neue Messungen vom 21. bis 30. September 2000 durch einen Amateurastronomen in Texas, das frühere Ergebnis zu einer abgeleiteten Rotationsperiode von 38,47 h zu verbessern,<ref>B. Holliday: Photometry of Asteroid 251 Sophia, 393 Lampetia, and (20898) 2000 WE147 September 2000 through January 2001. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 28, Nr. 2, 2001, S. 26–28, bibcode:2001MPBu...28...26H (PDF; 208 kB).</ref> während Beobachtungen vom 27. Januar bis 7. Februar 2017 am Oakley Southern Sky Observatory des Rose-Hulman Institute of Technology in Australien wieder nicht weiter ausgewertet werden konnten.<ref>R. Ditteon, A. Adam, M. Doyel, J. Gibson, S. Lee, D. Linville, D. Michalik, R. Turner, K. Washburn: Lightcurve Analysis of Minor Planets Observed at the Oakley Southern Sky Observatory: 2016 October–2017 March. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 13–16, bibcode:2018MPBu...45...13D (PDF; 582 kB).</ref>

Durch eine koordinierte Zusammenarbeit von drei Observatorien, dem Organ Mesa Observatory in New Mexico, dem Astronomischen Observatorium der Adam-Mickiewicz-Universität Posen in Polen und dem Blue Mountain Observatory in New South Wales, Australien, konnten photometrische Messungen während 19 Nächten vom 1. Februar bis 13. März 2017 zu einer Rotationsperiode von 38,455 h ausgewertet werden.<ref>F. Pilcher, A. Marciniak, J. Oey: Rotation Period Determination for 393 Lampetia. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 3, 2017, S. 238, bibcode:2017MPBu...44..238P (PDF; 333 kB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (393) Lampetia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />