Zum Inhalt springen

(382) Dodona

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Infobox Asteroid/styles.css" />

Asteroid
(382) Dodona
382Dodona (Lightcurve Inversion).png
Berechnetes 3D-Modell von (382) Dodona
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.13153 AE
Exzentrizität 0.166772
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 7.38794 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 65,2 km ± 0,5 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,13
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
M
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Auguste Charlois
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1894 BB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(382) Dodona ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 29. Januar 1894 vom französischen Astronomen Auguste Charlois am Observatoire de Nice bei einer Helligkeit von 12 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist benannt nach Dodona, einer berühmten antiken Stadt mit einem berühmten Orakel des Zeus auf einem nahegelegenen Hügel. Stadt und Tempel wurden von Deukalion nach einer Sintflut erbaut. Dodona wurde 219 v. Chr. zerstört. Julius Bauschinger, der Direktor des Astronomischen Rechen-Instituts in Berlin, veröffentlichte 1901 die Namen von 34 von Charlois entdeckten Asteroiden zwischen den Nummern (356) und (451). Im Text heißt es lediglich: „Nach Zustimmung des Herrn Charlois haben folgende von ihm entdeckten… Planeten nachstehende Namen erhalten.“ Es liegt daher nahe, dass die Namen vom Astronomischen Rechen-Institut ausgewählt wurden.<ref>J. Bauschinger: Benennung von kleinen Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 156, Nr. 3735, 1901, Sp. 239–240, doi:10.1002/asna.19011561520 (PDF; 141 kB).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (382) Dodona, für die damals Werte von 58,4 km bzw. 0,16 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 61,4 km bzw. 0,15.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 65,2 km bzw. 0,13 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 19. bis 21. März 1983 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 4,116 h abgeleitet.<ref>C.-I. Lagerkvist, G. Hahn, P. Magnusson, H. Rickman, G. Hammarbäck: Physical Studies of Asteroids XII: UBVRI Observations of M and CMEU Asteroids. In: Asteroids, comets, meteors II. Proceedings of the International Meeting, Uppsala 1986, S. 67–72, bibcode:1986acm..proc...67L (PDF; 289 kB).</ref> Weitere Beobachtungen am gleichen Ort während nur einer Nacht am 16. August 1984 wurden zu einer Rotationsperiode von 4,2 h ausgewertet.<ref>M. Di Martino: A Photoelectric Program for Small and Unusual Asteroids. In: Asteroids, comets, meteors II. Proceedings of the International Meeting, Uppsala 1986, S. 81–84, bibcode:1986acm..proc...81D (PDF; 227 kB).</ref>

Neue Beobachtungen erfolgten im Oktober 1996 am Observatorium Ostrowik in Polen, im Januar 1998 am Charkiw-Observatorium in der Ukraine und von Januar 1998 bis September 2001 am Observatorium Borówiec in Polen. Die Auswertung der Daten aus insgesamt 10 Nächten ergab eine Rotationsperiode von 4,1132 h. Die Form der aufgezeichneten Lichtkurven deutete darauf hin, dass (382) Dodona ein ziemlich langgestreckter Körper mit einem Nordpol weit entfernt von der Ebene der Ekliptik ist. Außerdem wurde aus den archivierten Daten von 1983 bis 2001 auch erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden berechnet für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 4,11322 h.<ref>T. Michałowski, T. Kwiatkowski, M. Kaasalainen, W. Pych, A. Kryszczyńska, P. A. Dybczyński, F. P. Velichko, A. Erikson, P. Denchev, S. Fauvaud, Gy. M. Szabó: Photometry and models of selected main belt asteroids. I. 52 Europa, 115 Thyra, and 382 Dodona. In: Astronomy & Astrophysics. Band 416, Nr. 1, 2004, S. 353–366, doi:10.1051/0004-6361:20031706 (PDF; 311 kB).</ref>

Im Jahr 2021 wurde aus archivierten Daten und photometrischen Messungen von Gaia DR2 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 4,11323 h berechnet.<ref>J. Martikainen, K. Muinonen, A. Penttilä, A. Cellino, X. Wang: Asteroid absolute magnitudes and phase curve parameters from Gaia photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 649, A98, 2021, S. 1–8, doi:10.1051/0004-6361/202039796 (PDF; 7,49 MB).</ref>

Vom 22. März bis 7. April 2021 wurden an verschiedenen spanischen Observatorien neue photometrische Beobachtungen von (382) Dodona durchgeführt. Aus der Lichtkurve wurde hier eine Rotationsperiode von 4,113 h abgeleitet.<ref>R. G. Farfán, F. García de la Cuesta, E. Fernández Mañanes, N. Graciá Ribes, J. Ruiz Fernández, J. De Elías Cantalapiedra, J. M. Fernández Andújar, J. Delgado Casal, E. Reina Lorenz, R. Naves Nogues, E. Díez Alonso: The Rotation Periods of 3 Juno, 28 Bellona, 129 Antigone, 214 Aschera, 237 Coelestina, 246 Asporina, 382 Dodona, 523 Ada, 670 Ottegebe, 918 Itha, 1242 Zambesia, 1352 Wawel, 1358 Gaika, 4155 Watanabe, and 6097 Koishikawa. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 49, Nr. 2, 2022, S. 136–140, bibcode:2022MPBu...49..136F (PDF; 21,3 MB).</ref> Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurde dann in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 4,11323 h berechnet.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (382) Dodona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />