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(280) Philia

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Asteroid
(280) Philia
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.94091 AE
Exzentrizität 0.111354
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 7.43925 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 45,7 km ± 2,0 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,04
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1888 UB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(280) Philia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 29. Oktober 1888 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien entdeckt wurde.

Der Name geht auf die Nymphe zurück, die zusammen mit Koronis und Klyda den jungen Dionysos auf Naxos erzog. Siehe auch bei (44) Nysa. Die Benennung erfolgte durch den Berliner Astronomen Adolf Berberich (1861–1920). Palisa hatte den Asteroiden zufällig bei der Suche nach (255) Oppavia entdeckt. Deren von Berberich berechnete Position wies jedoch einen Schreibfehler auf, was somit zur Entdeckung eines neuen Asteroiden führte. Palisa übertrug daher das Namensrecht an den Berliner Astronomen.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (280) Philia, für die damals Werte von 45,7 km bzw. 0,04 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen und sehr unsicheren Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 55,8 km bzw. 0,03.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 48,1 km bzw. 0,03.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 27. Oktober bis 1. November 1984 am McDonald-Observatorium in Texas. Aus der aufgezeichneten lückenhaften Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von etwa 64 h mit einer Unsicherheit von ±2 h abgeleitet.<ref>R. P. Binzel: A photoelectric survey of 130 asteroids. In: Icarus. Band 72, Nr. 1, 1987, S. 135–208, doi:10.1016/0019-1035(87)90125-4.</ref>

Angesichts einer vermuteten langen Periode und einer möglichen Vielfachheit relativ zur Rotationsperiode der Erde wurde eine Kampagne organisiert, an der fünf Beobachter an weit voneinander entfernten Orten in den Vereinigten Staaten, Serbien, Italien und Japan teilnahmen. Die ersten Beobachtungen am 26. und 29. Dezember 2010 wiesen zunächst auf eine Periode von etwa 23 Stunden oder ein Vielfaches davon hin. Weitere Messungen im Abstand von 8 Tagen am 26. Dezember 2010 und 3. Januar 2011 sollten bei einer Periode von 64 Stunden identische Lichtkurven zeigen, sahen aber völlig unterschiedlich aus und schlossen damit eine Periode von etwa 64 Stunden aus. Aus den Daten des gesamten Beobachtungszeitraums vom 26. Dezember 2010 bis 10. März 2011 ließ sich dann eine Rotationsperiode von 70,26 h bestimmen. Eine mögliche Periode der doppelten Länge konnte dagegen sicher ausgeschlossen werden.<ref>F. Pilcher, V. Benishek, A. Ferrero, Hiromi Hamanowa, Hiroko Hamanowa, R. D. Stephens: Rotation Period Determination for 280 Philia – A Triumph of Global Collaboration. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 38, Nr. 3, 2011, S. 127–128, bibcode:2011MPBu...38..127P (PDF; 282 kB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 70,26 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref> Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 70,28 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />