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(2312) Duboshin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Asteroid
(2312) Duboshin
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.97030 AE
Exzentrizität 0.158104
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 5.16189 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 50,1 km ± 0,5 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
D
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Nikolai S. Tschernych
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1943 DH, 1971 QJ, 1972 TJ7, 1973 YE2, 1975 CF, 1976 GU2, 1976 JN
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(2312) Duboshin ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 1. April 1976 vom sowjetischen Astronomen Nikolai Stepanowitsch Tschernych am Krim-Observatorium in Nautschnyj bei einer Helligkeit von 17,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits vom 26. Februar bis 11. März 1943 mehrfach am Iso-Heikkilä Observatory der Universität Turku in Finnland, 1953 am Palomar-Observatorium in Kalifornien, 1971, 1972 und 1973 in Nautschnyj sowie 1975 an der Sternwarte am purpurnen Berg in China fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt zu Ehren von Georgi Nikolajewitsch Duboschin (1904–1986), angesehene Autorität auf dem Gebiet der Himmelsmechanik, Autor mehrerer Lehrbücher und Präsident der IAU-Kommission 7 in den Jahren 1970–1971.

(2312) Duboshin wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (2312) Duboshin immer wieder zwischen 0,76 und 0,92 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,59 AE (237 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (2312) Duboshin, für den damals Werte von 54,9 km bzw. 0,05 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 50,1 km bzw. 0,06.<ref>T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 29. August bis 2. September 1995 am La-Silla-Observatorium in Chile. Die aufgezeichneten Lichtkurven zeigten im Verlauf einer Nacht kaum Helligkeitsveränderungen, aus dem allgemeinen Trend über das Beobachtungsintervall hinweg wurde auf eine lange Rotationsperiode geschlossen, möglicherweise von mehreren hundert Stunden.<ref>M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.</ref> Die lange Rotationsperiode konnte dann durch weitere Messungen vom 19. März bis 16. April 2016 während 15 Nächten am Center for Solar System Studies (CS3) in Kalifornien bestätigt werden, es wurde dafür aus der nicht ganz vollständigen Lichtkurve ein Wert von 50,78 h abgeleitet.<ref>R. D. Stephens: Asteroids Observed from CS3: 2016 April–June. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 43, Nr. 4, 2016, S. 336–339, bibcode:2016MPBu...43..336S (PDF; 388 kB).</ref>

Neue Beobachtungen vom 26. Januar bis 21. Februar 2023 während neun Nächten am Palmer Divide Observatory des CS3 in Colorado erbrachten in der Auswertung eine ähnliche Periode von 51,72 h. Es konnte aber auch noch eine zweite Periodizität von 19,58 h in den Daten gefunden werden, obwohl der Asteroid keinen Kandidaten für eine Taumelbewegung darstellt. Möglicherweise handelte es sich dabei um ein Artefakt durch einen Alias-Effekt.<ref>B. D. Warner: Asteroid Lightcurve Analysis at the Center for Solar System Studies Palmer Divide Station: 2023 January–February. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 50, Nr. 3, 2023, S. 217–221, bibcode:2023MPBu...50..217W (PDF; 1,57 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (2312) Duboshin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />