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(22740) Rayleigh

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Asteroid
(22740) Rayleigh
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Vorlage:Infobox Asteroid/Familie
Große Halbachse 3.23977 AE
Exzentrizität 0.216012
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 3.12123 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,8 km ± 2,4 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,09
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Eric Walter Elst
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDateVorlage:Infobox Astronomie/Entdeckungskategorie
Andere Bezeichnung 1986 SN, 1998 SX146
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(22740) Rayleigh ist ein Asteroid in der Hecuba-Lücke, der äußeren Begrenzung des äußeren Hauptgürtels, der am 20. September 1998 vom belgischen Astronomen Eric Walter Elst am La-Silla-Observatorium in Chile bei einer Helligkeit von 18,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 30. September und 1. Oktober 1986 am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei, 1996 von NEAT, 1998 von LONEOS sowie 1998 durch die OCA-DLR Asteroid Survey fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt nach dem englischen Physiker John Strutt, 3. Baron Rayleigh (1842–1919), der das Edelgas Argon entdeckte und dafür 1904 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. Von 1905 bis 1908 war er Präsident der Royal Society und ist auch für seine Arbeiten zum Phänomen der Rayleigh-Streuung bekannt, mit der er die blaue Farbe des Taghimmels erklärte.

(22740) Rayleigh befindet sich in einer 2:1-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter und bewegt sich in der Hecuba-Lücke zwischen den Asteroiden der Themis-Familie und den Mitgliedern der Cybele-Gruppe. Die Hecuba-Lücke liegt bei 3,27 AE Sonnenabstand und hat eine Breite von etwa 0,2 AE. Die Große Halbachse der Umlaufbahn des Asteroiden oskuliert derzeit mit einer Periode von etwa 380 Jahren zwischen 3,23 und 3,31 AE um einen Mittelwert von 3,273 AE.<ref>A. Vitagliano: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Viele Jahre lang glaubte man, die Hecuba-Lücke sei völlig frei von Asteroiden. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war nur (1362) Griqua bekannt, die sich in der 2:1-Resonanz befand. Ab den 1970er Jahren begann die Anzahl der bekannten Asteroiden zu wachsen, als die Asteroiden (1921) Pala und (1922) Zulu entdeckt wurden. In den folgenden 20 Jahren stieg die Zahl weiter an, sie erreichte Anfang der 1990er Jahre einen bescheidenen Wert von etwa 10 Objekten und 2001 waren bereits über 50 bekannt.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Untersuchung von 2002 zu Asteroiden in einer 2:1-Resonanz mit Jupiter fand, dass die Umlaufbahn von (22740) Rayleigh stabil ist und nach numerischen Simulationen eine dynamische Lebensdauer in der Resonanz von mehr als 520 Mio. Jahren besitzt. Er wird damit der Zhongguo-Gruppe zugerechnet, benannt nach (3789) Zhongguo. Mit einer angenommenen Albedo von 0,05 wurde der Durchmesser von (22740) Rayleigh auf 13,8 km geschätzt.<ref>F. Roig, D. Nesvorný, S. Ferraz-Mello: Asteroids in the 2:1 resonance with Jupiter: dynamics and size distribution. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 335, Nr. 2, 2002, S. 417–431, doi:10.1046/j.1365-8711.2002.05635.x (PDF; 1,20 MB).</ref> Eine neue Untersuchung von 2005 identifizierte etwa 100 weitere Asteroiden in der 2:1-Resonanz mit Jupiter. Es wurde auch gezeigt, dass das Vorhandensein instabiler Asteroiden in der 2:1-Resonanz durch einen kontinuierlichen Strom an Asteroiden erklärt werden könnte, die durch den Jarkowski-Effekt in die Resonanzzone getrieben werden.<ref>M. Brož, D. Vokrouhlický, F. Roig, D. Nesvorný, W. F. Bottke, A. Morbidelli: Yarkovsky origin of the unstable asteroids in the 2/1 mean motion resonance with Jupiter. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 359, Nr. 4, 2005, S. 1437–1455, doi:10.1111/j.1365-2966.2005.08995.x (PDF; 590 kB).</ref>

Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden 2015 für (22740) Rayleigh Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 9,8 km bzw. 0,09 genannt, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Masiero, J. Bauer, R. M. Cutri, T. Grav, E. Kramer, S. Sonnett, R. Stevenson, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year One: Preliminary Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 814, Nr. 2, 2015, S. 1–13, doi:10.1088/0004-637X/814/2/117 (PDF; 1,07 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />