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(1877) Marsden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Asteroid
(1877) Marsden
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.94848 AE
Exzentrizität 0.204574
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 17.53147 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 35,6 km ± 0,4 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,07
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Tom Gehrels
C. J. van Houten
I. van Houten-Groeneveld
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1950 TG, 1950 TT2, 1971 FC
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(1877) Marsden ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels. Am 24. März 1971 entdeckten ihn Cornelis Johannes van Houten und Ingrid van Houten-Groeneveld an der Universität Leiden auf Aufnahmen eines 1,22-m-Schmidt-Teleskops, die von Tom Gehrels am Palomar-Observatorium in Kalifornien im Rahmen einer Untersuchung lichtschwacher Trojaner gemacht worden waren. Nachträglich konnte der Asteroid bereits auf Aufnahmen nachgewiesen werden, die am 5. Oktober 1950 an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl und etwa eine Woche danach am Goethe-Link-Observatorium in Indiana sowie 1953 und 1955 ebenfalls am Palomar-Observatorium gemacht worden waren.

Der Asteroid wurde nach dem US-amerikanischen Astronomen Brian Marsden vom Smithsonian Astrophysical Observatory in Massachusetts benannt, in Anerkennung seiner zahlreichen Beiträge auf dem Gebiet der Bahnbestimmung von Kometen und Asteroiden, seiner Überarbeitung des Catalogue of Cometary Orbits und seiner Aktivitäten in der IAU. Die Benennung erfolgte auf Vorschlag seiner Kollegen Elizabeth Roemer, Frank K. Edmondson, Tom Gehrels und Paul Herget.

(1877) Marsden wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.<ref>C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).</ref> Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1877) Marsden mit einer Periodizität von etwa 2500 Jahren zwischen etwa 0,4 und 1,2 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,99 AE (298 Mio. km).<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (1877) Marsden zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 35,6 km bzw. 0,07.<ref>T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).</ref>

Photometrische Messungen des Asteroiden erfolgten erstmals vom 9. bis 11. März 1995 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve, die allerdings etwas lückenhaft war, konnte eine Rotationsperiode von 14,4 ± 0,2 h bestimmt werden.<ref>M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids: V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 17. April bis 4. Mai 2018 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien. Aus der während acht Nächten gemessenen Lichtkurve konnte hier zunächst eine Rotationsperiode von 13,18 h abgeleitet werden, die durch hohe Datendichte korrekt erschien.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2018 April–June. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 4, 2018, S. 390–393, bibcode:2018MPBu...45..390W (PDF; 483 kB).</ref>

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (1877) Marsden wurde aus Messungen etwa vom 26. Mai bis 18. Juni 2019 eine Rotationsperiode von 14,4319 h bestimmt.<ref>A. Pál, R. Szakáts, Cs. Kiss, A. Bódi, Zs. Bognár, Cs. Kalup, L. L. Kiss, G. Marton, L. Molnár, E. Plachy, K. Sárneczky, Gy. M. Szabó, R. Szabó: Solar System Objects Observed with TESS – First Data Release: Bright Main-belt and Trojan Asteroids from the Southern Survey. In: The Astrophysical Journal Supplement Series. Band 247, Nr. 1, 2020, S. 1–41, doi:10.3847/1538-4365/ab64f0 (PDF; 1,06 MB).</ref> In der Folge wurden auch am CS3 vom 25. bis 29. November 2021 erneut photometrische Messungen durchgeführt. Dieses Mal konnte eine Rotationsperiode von 14,412 h bestimmt werden. Ein Versuch, die Daten von 2018 in eine Periode von etwa 14,4 h einzupassen war ebenso erfolglos wie ein Versuch, die Daten von 2021 in eine Periode von etwa 13,18 h einzupassen.<ref>B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2021 September–December. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 49, Nr. 2, 2022, S. 102–104, bibcode:2022MPBu...49..102W (PDF; 669 kB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />