(14309) Defoy
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| Asteroid (14309) Defoy | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database | |
| Orbittyp | Mittlerer Hauptgürtel Marsbahngrazer |
| Große Halbachse | 2.60520 AE |
| Exzentrizität | 0.447003 |
| Perihel – Aphel | Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE |
| Neigung der Bahnebene | 6.50451 ° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | Vorlage:Str round° |
| Argument der Periapsis | Vorlage:Str round° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Siderische Umlaufperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | Vorlage:Str round km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Rotationsperiode | Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden. |
| Absolute Helligkeit | Vorlage:Str round mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Johann Palisa |
| Datum der Entdeckung | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Andere Bezeichnung | 1908 SA, 1992 SU1, 1992 UW6 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien
(14309) Defoy ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 22. September 1908 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 13,0 mag entdeckt wurde. Palisa konnte das Objekt noch bis zum 6. Oktober weiter verfolgen, danach war es für 84 Jahre verschollen. Erneut beobachtet (zunächst unerkannt) wurde es erst wieder ab 7. November 1989 mehrfach am Palomar-Observatorium in Kalifornien, ab 3. September 1992 mehrfach am Krim-Observatorium in Simejis und ab 31. Oktober 1992 an der Thüringer Landessternwarte Tautenburg.
Der Asteroid wurde am 13. Oktober 2000 benannt zu Ehren von Ilse Defoy (1892–1947), der Ehefrau von Christoph Schubart und Mutter des Heidelberger Astronomen Joachim Schubart. Seine Untersuchungen hatten die Identifikation des Objekts mit Palisas Entdeckung ermöglicht.
Die Bahn des Asteroiden besitzt eine große Exzentrizität, wodurch seine Periheldistanz (sonnennächster Punkt) zwar noch größer als das Perihel, aber kleiner als das Aphel (sonnenfernster Punkt) des Planeten Mars ist. (14309) Defoy wird daher zu den Marsbahngrazern gezählt. Durch die Schrägstellung der Bahn des Asteroiden gegenüber der Marsbahn können sich die beiden Himmelskörper derzeit aber nicht näher kommen (Minimum orbit intersection distance, MOID) als bis auf etwa 20,7 Mio. km (0,14 AE). In den 1000 Jahren um die gegenwärtige Epoche gibt es aber nur zwei Begegnungen bis auf ähnlich geringe Distanzen: Im September 1828 bis auf 24,6 Mio. km und im Oktober 2458 bis auf 24,1 Mio. km. An die Erdbahn ist eine Annäherung bis auf etwa 65,1 Mio. km (0,44 AE) möglich.<ref>A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wissenschaftliche Auswertung
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 13. bis 21. Juni 2016 am Observatorium „F. Fuligni“ in Italien. Aus der während vier Nächten aufgezeichneten verrauschten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,4 h abgeleitet.<ref>A. Tomassini, M. Scardella, F. Franceschini, F. Pierri: Rotational Period Determination of Two Mars-crossing, a Main Belt Asteroid and a PHA: (14309) Defoy, (56116) 1999 CZ7, (5813) Eizaburo and (3122) Florence. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 11–13, bibcode:2018MPBu...45...11T (PDF; 305 kB).</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 19. bis 22. Mai 2017 am Barnes Ridge Observatory in Kalifornien, dabei konnte ein verbesserter Wert für die Rotationsperiode von 3,394 h bestimmt werden.<ref>L. E. Owings: Asteroid Lightcurve Analysis of Data from Dusty Files. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 3, 2018, S. 227–231, bibcode:2018MPBu...45..227O (PDF; 720 kB).</ref>
Dieses Ergebnis wurde auch noch durch kurz darauf stattfindende Messungen bestätigt: Vom 21. bis 24. Mai 2017 am Astronomischen Observatorium der Universität Siena in Italien (abgeleitete Rotationsperiode 3,391 h)<ref>F. Salvaggio, A. Marchini, R. Papini: Rotation Period Determination for 3760 Poutanen and 14309 Defoy. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 4, 2017, S. 354–355, bibcode:2017MPBu...44..354S (PDF; 494 kB).</ref> und vom 11. bis 13. Juni 2017 durch die APT Observatory Group am Isaac Aznar Observatory und am Punto de Observación de Puçol, beide in Spanien (abgeleitete Periode 3,390 h).<ref>A. Aznar Macías, R. Cornea, O. Suciu: Photometric Analysis and Physical Parameters for Six Mars-crossing and Ten Main-belt Asteroids from APT Observatory Group: 2017 April–September. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 45, Nr. 1, 2018, S. 92–96, bibcode:2018MPBu...45...92A (PDF; 1,04 MB).</ref>
Siehe auch
Weblinks
- (14309) Defoy beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (14309) Defoy in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (14309) Defoy in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
Einzelnachweise
<references />