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α-Naphthylthioharnstoff

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Strukturformel
Strukturformel von α-Naphthylthioharnstoff
Allgemeines
Name α-Naphthylthioharnstoff
Andere Namen
  • 1-Naphthylthioharnstoff
  • alpha-Naphthylthioharnstoff
  • Krysid
  • Antu
Summenformel C11H10N2S
Kurzbeschreibung

in reiner Form farbloser, als technisches Produkt rötlicher, geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-706-3
ECHA-InfoCard 100.001.552
PubChem 736366
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 202,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

198 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

vernachlässigbar<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (0,6 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.001.552">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​351
P: 201​‐​264​‐​280​‐​301+330+331​‐​308+313​‐​405<ref name="GESTIS" />
MAK

Schweiz: 0,3 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub)<ref>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 86-88-4 bzw. ANTU)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Toxikologische Daten

6 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

α-Naphthylthioharnstoff ist ein vor allem in der Rattenbekämpfung (Rodentizid) eingesetztes Fraßgift aus der Gruppe der Thioharnstoffderivate.

Eigenschaften

α-Naphthylthioharnstoff ist ein in reiner Form farbloser, als technisches Produkt rötlicher, geruchloser und brennbarer Feststoff. Er zersetzt sich vor Erreichen seines Siedepunktes, wobei Schwefeloxide und Stickstoffoxide entstehen.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

α-Naphthylthioharnstoff wird hauptsächlich gegen Wanderratten und zum Teil auch gegen Wühlmäuse verwendet. Da er für Ratten geschmacklos ist, kann er leicht in Ködern eingesetzt werden. Er verursacht bei den Ratten tödliche Lungenödeme. Die LD50 beträgt 6,4 bis 7,4 mg/kg der Ratte. Im Fraßgiftköder wurde eine Wirkstoffkonzentration von etwa 1 % (10 g/kg Köder) und in Haftstäuben eine Konzentration von 30 % (300 g/kg) eingesetzt. Andere Nager (Hausmaus, Schwarzratte) sind nicht empfindlich. Heute wird es nicht mehr angewendet, da eine Verunreinigung aus der Herstellung (1-Naphthylamin) krebserregend ist. Heutzutage werden anstelle α-Naphthylthioharnstoff meist Cumarinderivate eingesetzt.

Sicherheitshinweise

Bei α-Naphthylthioharnstoff besteht der Verdacht auf krebserzeugende Wirkung.<ref name="GESTIS" />

Einzelnachweise

<references />