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Świelino

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Vorlage:Infobox Ort in Polen

Datei:Świelino.JPG
Die bis 1945 evangelisch-lutherische, heute katholische Kirche von Schwellin/Świelino
Datei:Świelino3.JPG
Orgen in der Kirche von Schwellin/Świelino

Świelino (deutsch Schwellin) ist ein Dorf bei Koszalin (Köslin) in der Woiwodschaft Westpommern im Nordwesten Polens.

Geographische Lage

Świelino liegt in Hinterpommern, etwa 16 Kilometer westlich der Kleinstadt Bobolice (Bublitz) und 24 Kilometer südöstlich der regionalen Metropole Koszalin. Von Świelino aus bestehen Bahnverbindungen nach Koszalin, Bobolice und Białogard.

Geschichte

Świelino, ein Kirchdorf, war ursprünglich ein altes Lehen der Familie von Kleist.<ref>Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Band 1, Anklam 1867, S. 435.</ref> Am 2. Oktober 1612 besuchte dort der Kartograph Eilhard Lubinus den Gutsbesitzer Reinhold von Kleist.<ref>Vgl. „Lubins Reise durch Ostpommern im Jahr 1612“. In: Baltische Studien. Band 14, 1. Heft, Stettin 1850, S. 21.</ref> Im September 1766 wurde das Rittergut von dem preußischen Generalleutnant Friedrich Wilhelm Lölhöffel von Löwensprung aufgekauft.<ref>Johann David Preuss: Friedrich der Große - Eine Lebensgeschichte. Band 4, Berlin 1834, S. 306, Fußnote 1.).</ref><ref>Leopold von Zedlitz-Neukirch (Hrsg.): Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 3, Leipzig 1837, S. 290</ref><ref>Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 5, Leipzig 1864, S. 608–609.</ref> Um 1784 gehörten zu Schwellin neben dem Gutsbetrieb der Ortsteil Rosenberg, auch Vorwerk Brille genannt, die Ziegelei Kalkofen oder Kalkberg, sechs Bauern, eine Schmiede, ein Wirtshaus, ein Prediger und ein Küster. Insgesamt bestanden 23 Feuerstellen (Haushalte).<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, S. 598–599.</ref> Um 1867 bestanden in Schwellin 24 Wohnhäuser und 30 Wirtschaftsgebäude. Später wurden das Rittergut Wojenthin<ref>Berghaus (1867), loc. cit., S. 466–467.</ref> und die Wojenthiner Mühle, die zuvor zum Landkreis Belgard gehört hatten, eingemeindet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schwellin im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt und anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Das Dorf wurde nun umbenannt und erhielt den polnischen Namen Świelino. Danach wurde die einheimische deutsche Bevölkerung von zugewanderten Polen aus ihrem Ort vertrieben.

Heute gehört der Ort zur Gmina Bobolice (Stadt- und Landgemeinde Bublitz), in der er ein eigenes Schulzenamt bildet.<REF>Sołectwa auf der Webseite der Gmina Bobolice.</REF>

Entwicklung der Einwohnerzahl

  • 1905: 336<ref>Vorlage:Webarchiv, Ostpommern e. V.</ref>
  • 2008: 320<ref>Laut Angaben des polnischen statistischen Zentralamts (GUS).</ref>

Kirchspiel

Das evangelisch-lutherische Kirchspiel von Schwellin gehörte zur Bublitzer Synode.<ref>Christian Friedrich Wutstrack: Nachtrag zu der Kurzen historisch-geographisch-statistischen Beschreibung des königlich-preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1795, S. 79.</ref>

Pfarrer

  • Leistikow, seit ca. 1816,<ref>Thomas Kantzow: Pomerania. Band 1, Greifswald 1816, S. XXXVII.</ref> † 18. Februar 1839 im Alter von 74 Jahren.<ref>Neuer Deutscher Nekrolog. Jahrgang 1839, S. 1126.</ref>
  • C. G. F. Lehmann, um 1854.<ref>Vgl. C. G. F. Lehmann: Das Prinzip der durch Luther geschehenen Kirchen-Reformation. Elberfekd 1854, S. VI.</ref>

Söhne und Töchter des Ortes

Fußnoten

<references />