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Ōtomo no Yakamochi

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Datei:Sanjūrokkasen-gaku - 5 - Kanō Tan’yū - Chūnagon Yakamochi.jpg
Chūnagon Yakamochi, Gemälde von Kanō Tan’yū, 1648

Ōtomo no Yakamochi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); geboren 718; gestorben 5. Oktober 785, Provinz Mutsu) war ein japanischer Adliger und einer der bedeutendsten Dichter in Japan während der späten Nara-Zeit.<ref name="kotobank">大伴家持. In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 6. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er war an der Zusammenstellung des Man’yōshū beteiligt, in das 46 Chōka, 426 Tanka und ein Sedōka von Yakamochi aufgenommen wurden. Stilistisch ist er in der Übergangszeit zwischen den frühen Dichtern der Anfänge und der ausgereiften Dichtung der Heian-Zeit einzuordnen. Yakamochis Frau war Ōtomo no Sakanue no Ōiratsume ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref group="Anm.">Bei Florenz in etwas abweichender Schreibung Ohotomo no Sakanohe no Oho-iratsume</ref>, sein Sohn war Ōtomo no Naganushi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Leben und Wirken

Yakamochi wurde als ältester Sohn von Ōtomo no Tabito geboren. Seine Mutter ist unbekannt.<ref group="Anm.">Möglicherweise handelte es sich um Tajihi no Iratsume ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); ?–781).</ref> 724 wird sein Vater zum Militärgouverneur (Dazai no sotsu) ernannt, woraufhin er sich mit Yakamochi nach Kyūshū begab.<ref>E. E. Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū, 1932, S. 605</ref> Dort kam Yakamochi mit literarischen Kreis in Kontakt, zu dem auch Yamanoue no Okura gehörte und er begann Gedichte im japanischen und chinesischen Stil zu schreiben. Da Yakamochis Vater 730 zum Dainagon ernannt wurde, kehrte mit ihm in die Hauptstadt Nara zurück, wo der Vater ein Jahr später, 731 starb.

Über seinen Lebensweg stehen bis 746 keine historischen Quellen zur Verfügung. Aus dem Man’yōshū lässt sich schließen, dass er seine Laufbahn 738 als udoneri ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bzw. uchi toneri begann.<ref name="hisa">Hisamatsu: Biographical Dictionary of Japanese Literature, S. 30–31</ref><ref>E. E. Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū, 1932, S. 606</ref> 740 beteiligte er sich auf Befehl von Tennō Shōmu an der Bekämpfung des Aufstandes von Fujiwara no Hirotsugu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). 746 wurde Yakamochi zum Vizeunterminister des Kaiserlichen Hausministeriums (kunai shōyū). Als Beamter verkehrte er in vornehmen Kreisen, wo er seine Cousine und spätere Frau Ōtomo no Sakanue no Ōiratsume kennenlernte.

Mitte 746 wurde Yakamochi zum Statthalter der Provinz Etchū bestimmt. Für Yakamochi wurde es eine bewegte Zeit, denn kurz nach seiner Ankunft verstarb sein jüngerer Bruder Fumimochi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); ?–746). Anfang 747 erkrankte er selbst so schwer, dass er nur knapp dem Tod entkam.<ref name="hisa" /> Literarisch finden dies Ereignis Eingang in seinen Elegien. Insgesamt wird die Zeit in Etchū als gewinnbringende und fruchtbare Zeit für seine Dichtung betrachtet, in der er zu einem eigenen Stil findet.<ref>E. E. Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū, 1932, S. 610</ref> Zudem sammelte er Gedichten, die dann ins Man’yōshū einflossen. 751 schließlich wurde Yakamochi zum Shōnagon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ernannt und kehrte in die Hauptstadt zurück.

In der Hauptstadt wurde er mit einem Posten im Ministerium für militärische Angelegenheiten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) betraut, den er sieben Jahre lang innehatte. 757 folgte die Beförderung zum Untersekretär im Daijō-kan (Staatsrat) und im Jahr darauf die Entsendung als Statthalter in die Provinz Inaba. Das Tanka, das er anlässlich des Abschiedsbanketts dichtete, ist das letzte von ihm bekannte Gedicht.

In den letzten 26 Lebensjahren, aus denen keine Gedichte mehr überliefert sind, folgte eine Vielzahl von Beförderungen bis Yakamochi 777 in Verdacht geriet an politischen Intrigen beteiligt gewesen zu sein.<ref>E. E. Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū, 1932, S. 613</ref> Obgleich Yakamochi daraufhin degradiert wurde, so war er kurze Zeit später wieder rehabilitiert und 778 zum Sangi befördert. Auch 782 verlor er erneut seine Ämter, da er 781 an der Rebellion des Hikami no Kawatsugu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) beteiligt war. Aber auch dieses Mal wurde er kurze Zeit später begnadigt und erhielt das Amt eine Oberinspekteuers der Provinz Mutsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). 784 wurde er Heerführer zu Unterwerfung des Ostens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) im Kampf gegen die Ainu.

Yakamochi starb 785 in Mutsu.

Das Kriegslied Umi Yukaba bedient sich eines Gedichts von Yakamochi.

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Sen'ichi Hisamatsu: Biographical Dictionary of Japanese Literature. 3. Auflage. Kodansha International, Tokio 1982, ISBN 0-87011-253-8, S. 33–34.
  • Autorenkollektiv (Hrsg.): 新潮日本文学小辞典 (Shinchō Kleines Lexikon Japanischer Literatur). 2. Auflage. Shinchōsha, Tokio 1981, ISBN 0-87011-253-8, S. 169–171.
  • Eduard Emmerich Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū. In: Asia Major. Band 8. Tokio 1932, S. 601–676 (edu.tw [PDF]).
  • Eduard Emmerich Florenz: Die Langgedichte Yakamochi’s aus dem Manyōshū in Text und Übersetzung mit Erläuterungen. I. Einleitung und Naga-uta Buch III, VIII, XVII, XVIII (Fortsetzung). In: Asia Major. Band 9. Tokio 1933, S. 38–125 (edu.tw [PDF]).
  • Karl Florenz: Geschichte der japanischen Litteratur. In: Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen. Band 10. Amelang, Leipzig 1906, S. 81–82, 90, 103–110 (archive.org).

Weblinks

Commons: Ōtomo no Yakamochi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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