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Łasin

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Vorlage:Infobox Ort in Polen

Łasin [[[:Vorlage:IPA]]] (Vorlage:DeS Lessen) ist eine Stadt im Powiat Grudziądzki der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 8100 Einwohnern.

Geographische Lage

Die Stadt liegt im ehemaligen Westpreußen, südlich der Danziger Bucht, etwa 25 Kilometer (Luftlinie) südöstlich von Kwidzyn (Marienwerder) und 22 Kilometer ostnordöstlich von Grudziądz (Graudenz).

Geschichte

Datei:Ratusz w Łasinie 2014.JPG
Rathaus

Die ersten menschlichen Spuren auf dem Stadtgebiet stammen aus der Jungsteinzeit, aus den Jahren 2500–1700 v. Chr. In den Jahren 1298–1461 gehörte die Stadt dem Deutschritterorden. Der Deutschritterordensmeister Meinhard von Querfurt verlieh der Siedlung 1298 das Lokationsprivileg, wodurch die Stadt auf der Grundlage des Magdeburger Rechtes gegründet wurde.

Zwischen 1466 und 1772 gehörte die Stadt zum unter polnischer Schirmherrschaft stehenden autonomen Königlichen Preußen. Im Rahmen der Ersten Teilung Polen-Litauens 1772 kam Lessen an das Königreich Preußen.

Vermutlich nach 1800 erfolgte der Zuzug von jüdischen Familien. Begräbnisse jüdischer Personen fanden seit 1817 auf einem Areal neben dem kommunalen Friedhof statt. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es im Ort eine Synagoge.

Bis 1919 gehörte Lessen zum Landkreis Graudenz im Regierungsbezirk Marienwerder der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Lessen 1920 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zur Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten.

Durch den Überfall auf Polen 1939 kam Łasin mit dem Kreis Graudenz völkerrechtswidrig zum Deutschen Reich und wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeordnet, zu dem es bis 1945 gehörte.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung bis 1921
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1682 Vorlage:0472 in 77 Häusern, davon ein Haus mit Ziegeldach und 76 Holzhäuser mit Strohdach<ref name="Frölich193" >Xaver Frölich: Geschichte des Graudenzer Kreises. Band 1, Graudenz 1868, S. 193, Ziffer V.</ref>
1802 Vorlage:0829 <ref name="AAMB5" />
1816 1089 davon 63 Evangelische, 920 Katholiken, 106 Juden<ref name="AAMB5" >Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 320-327, Ziffer 380.</ref><ref name="EJ">E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, S. 19, Nr. 25.</ref>
1821 1183 in 175 Privatwohnhäusern<ref name="AAMB5" />
1831 1285 größerenteils Polen<ref name="AE">August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 339, Ziffer 53.</ref>
1852 1977 <ref>Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats'. Berlin 1856, S. 347.</ref>
1864 2187 davon 492 Evangelische und 1352 Katholiken;<ref name="EJ" /><ref>E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, Ortschafts-Verzeichniß des Regierungsbezirks Marienwerder, S. 22–23, Nr. 96. </ref> in 239 Privatwohnhäusern<ref name="Frölich196" >Xaver Frölich: Geschichte des Graudenzer Kreises. Band 1, Graudenz 1868, S. 196.</ref>
1871 2385 darunter 550 Evangelische, 1450 Katholiken (1390 Polen)<ref name="Neumann" > Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 53–54, Ziffer 8.</ref>
1875 2342 <ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1880 2286 <ref name="MR" />
1890 2190 davon 540 Evangelische, 1414 Katholiken und 230 Juden<ref name="MR" />
1900 2589 meist Katholiken<ref name="Meyers">Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 12, Leipzig/Wien 1908, S. 444.</ref>
1910 2717 am 1. Dezember<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Gemeinde

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Łasin gehören die Stadt und 19 Dörfer mit Schulzenämtern und weitere kleinere Ortschaften. Vorlage:Hauptartikel

Sehenswürdigkeiten

  • Katherinenkirche
  • Wasserturm von 1893
  • Magistratsgebäude von 1900

Verkehr

Łasin liegt an der Landesstraße DK16 und der Woiwodschaftsstraße DW538.

Der nördlich der Stadt gelegene Bahnhof Łasin war bis 1979 der Endbahnhof der Bahnstrecke Gardeja–Łasin. Einige Jahre später wurde der vormalige Bahnhof Szonowo Szlacheckie an der heute ebenso stillgelegten Bahnstrecke Jabłonowo Pomorskie–Prabuty zu Łasin Pomorski umbenannt. Dieser Bahnhof lag einige Kilometer östlich der Stadt.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />