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Łąka Prudnicka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Łąka Prudnicka
Gräflich Wiese
Wappen von Łąka Prudnicka
Łąka Prudnicka Gräflich Wiese (Polen)
Łąka Prudnicka
Gräflich Wiese (Polen)
Łąka Prudnicka
Gräflich Wiese
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Prudnik
Gmina: Prudnik
Fläche: 12.81<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Raport o stanie gminy za 2019 rok (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Mai 2021 im Internet Archive) Datei:Pictogram voting info.svg Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original− und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/prudnik.pl. S. 9 (polnisch)</ref> km²
Geographische Lage: 50° 19′ N, 17° 32′ OKoordinaten: 50° 18′ 40″ N, 17° 31′ 38″ O
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Höhe: 265–290 m n.p.m.
Einwohner: 1208 (2012<ref name="Gmina"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Orte in der Gmina Prudnik – Geschichte und Daten (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/prudnik.pl (polnisch)</ref>)
Postleitzahl: 48-200
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 40 GłuchołazyUjest
Nächster int. Flughafen: Breslau

Łąka Prudnicka (deutsch Gräflich Wiese, bis etwa 1900 Wiese gräflich) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Prudnik im Powiat Prudnicki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Datei:2012-06 Łąka Prudnicka 04.jpg
Goldbach in Gräflich Wiese

Das Waldhufendorf Łąka Prudnicka liegt in der Schlesischen Tiefebene etwa einen Kilometer südwestlich von Prudnik und etwa 53 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln), beidseitig des Złoty Potok (Goldbach). Südlich des Ortes verläuft die Landesgrenze zu Tschechien. Südwestlich erstreckt sich das Zuckmanteler Bergland (Góry Opawskie).

Nachbarorte von Łąka Prudnicka sind im Nordosten Prudnik (Neustadt O.S.), im Süden Chocim (Kotzem) und im Südwesten Moszczanka (Langenbrück).

Geschichte

Datei:Schloss Wiese.jpg
Schloss Wiese im 18. Jahrhundert
Datei:Łąka Prudnicka, zamek3.jpg
Ruine des Schlosses
Datei:1903 - Powodz w Lace Prudnickiej 902454 Fotopolska-Eu.jpg
Hochwasser 1903

Wiese wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Waldhufendorf angelegt und mit deutschen Kolonisten besiedelt.<ref>Walter Kuhn: Siedlungsgeschichte Oberschlesiens. Oberschlesischer Heimatverlag, Würzburg. 1954. S. 66.</ref> Erstmals erwähnt wurde es im Jahre 1481.<ref name="Gmina" />

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 gelangte Gräflich Wiese mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Wiese gräflich ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S., mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden in Gräflich Wiese ein Schloss, ein Vorwerk, zwei Erbscholtiseien, eine Brauerei, eine Brennerei, eine evangelische Schule, eine katholische Schule und weitere 244 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 1670, davon 310 evangelisch und vier jüdisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 742.</ref> 1855 lebten 1707 Einwohner in Wiese gräflich. 1865 bestanden im Ort 54 Bauern-, 21 Gärtner- und 12 Häuslerstellen sowie eine Brauerei, eine Brennerei, zwei Schulen, zwei Wassermühlen und fünf Schänken. Eingepfarrt waren die katholischen Bewohner nach Langenbrück, die evangelischen nach Neustadt. Die katholische Schule wurde 1865 von 240 Schülern und die evangelische von 104 besucht.<ref>Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1054</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Wiese gräflich gebildet, der aus den Landgemeinden Wiese gräflich und dem Gutsbezirk Wiese gräflich bestand. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer und Hauptmann Herrmann von Choltitz.<ref>Amtsbezirk Wiese gräflich/Gräflich Wiese</ref> 1885 zählte Wiese gräflich 2025 Einwohner.<ref>AGOFF Kreis Neustadt O.S.</ref> Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ortsname in Gräflich Wiese geändert. Hauptwirtschaftszweig war zu dieser Zeit die Damastweberei.

1903 zerstörte ein Hochwasser des Goldbachs große Teile des Dorfes.<ref>Hochwasser 1903 - Historische Aufnahmen</ref> 1933 lebten in Gräflich Wiese 2226 Einwohner, 1939 waren es 2105 Einwohner.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Łąka Prudnicka umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde er der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört er zum Powiat Prudnicki.

Sehenswürdigkeiten

Datei:2012-06 Łąka Prudnicka 10.jpg
Gefallenendenkmal
  • Das Schloss Gräflich Wiese (auch Mettich-Schloss, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine ruinöse Schlossanlage. Ein erster Schlossbau entstand im 15. Jahrhundert unter den Falkenberger Piasten. Vom 16. Jahrhundert bis 1825 gehörte es dem Adelsgeschlecht Mettich. Der heutige Bau stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde bis 1593 ausgebaut. Zwischen 1874 und 1883 wurde das Schloss im neugotischen Stil umgebaut und erweitert. Das zweigeschossige, vierflüglige Schloss besitzt einen unregelmäßigen Grundriss. Der Schlossturm an der Südwestecke auf quadratischem Grundriss ist mit neugotischen Ornamenten verziert. Die Hauptfassade mit neugotischem Portal stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die vormalige Schlosskapelle aus dem Jahr 1646 wurde 1840 abgetragen.<ref>Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 593</ref> Seit 1956 steht das Schloss unter Denkmalschutz.<ref>Verzeichnis der Denkmäler in der Woiwodschaft Oppeln</ref>
  • Der vormalige Schlosspark ist heute verwildert.
  • Die römisch-katholische Kirche Unserer Lieben Frau von Tschenstochau (Kościół Matki Boskiej Częstochowskiej) wurde zwischen 1960 und 1964 erbaut.<ref name="Gmina" />
  • Die Statue des böhmischen Landesheiligen Johannes Nepomuk wurde 1712 errichtet.<ref name="Gmina" />
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Vereine

  • Fußballverein LZS Łąka Prudnicka

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Łąka Prudnicka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gmina Prudnik

Vorlage:Hinweisbaustein