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Überfall (Nachbarrecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Überfall (auch: Separation) sind im Nachbarrecht die von einer auf dem Nachbargrundstück stehenden Pflanze hinüber fallenden Früchte. Als fruchttragende Pflanzen kommen Bäume oder Sträucher in Betracht. Sie stehen auf und gehören zu einem Nachbargrundstück, so dass im Regelfall der Eigentümer des Nachbargrundstückes die Früchte ernten darf und ihr Eigentümer ist (oder Eigentum des Pächters). Das ergibt sich aus einzelnen Bestimmungen des BGB. Früchte einer Sache sind gemäß {{#switch: juris

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}}{{#if: 953||[Paragraf fehlt]}}{{#if: bgb||[Gesetz fehlt]}} BGB). Frucht ist dabei rechtlich nicht nur der Apfel des Baumes, sondern auch der Baum als Frucht des Bodens,<ref>Hans Josef Wieling, Sachenrecht: Band 1: Sachen, Besitz und Rechte an beweglichen Sachen, 1990, S. 103</ref> wenngleich dies biologisch zweifelhaft ist.

Die Trennung der Frucht von der Pflanze geschieht durch Pflücken bei der Ernte oder auch durch Hinunterfallen oder Hinunterrollen reifer Früchte (Fallobst) auf das Nachbargrundstück.

Rechtsfragen

Das Eigentumsrecht des Eigentümers an Früchten der Pflanze endet allerdings, wenn Früchte durch Wind oder Reife nicht auf sein Grundstück fallen, sondern auf das Nachbargrundstück. Dazu bestimmt {{#switch: juris

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Abgrenzung

Der Überfall ist rechtlich vom Überhang zu trennen, bei dem Teile von Pflanzen hinüber auf das Nachbargrundstück wachsen. Weitere nachbarrechtliche Gebiete sind Überbau und Notweg.

International

Ein Nachbar in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein kann nur das Eigentum an denjenigen Früchten erlangen, die durch überhängende Äste auf sein Grundstück gefallen sind. Fallen daher Früchte durch äußere Einwirkungen wie etwa Sturm und nicht von überhängenden Ästen auf das Nachbargrundstück, hat der Eigentümer des Baumes oder Strauches weiterhin das Eigentumsrecht an diesen Früchten und kann ihre Herausgabe verlangen. In Österreich findet sich diese Regelung in {{#switch: RIS-B

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Einzelnachweise

<references />

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