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Österreichisches Kohlröschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Österreichisches Kohlröschen
Datei:Nigritella austriaca 060707.jpg

Österreichisches Kohlröschen (Nigritella austriaca)

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Gattung: Kohlröschen (Nigritella)
Art: Schwarzes Kohlröschen (Nigritella nigra)
Unterart: Österreichisches Kohlröschen
Wissenschaftlicher Name
Nigritella nigra subsp. austriaca
Teppner & E.Klein

Das Österreichische Kohlröschen (Nigritella nigra subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />Teppner & E.Klein, Syn.: Gymnadenia austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Teppner & E.Klein) P.Delforge) gehört zur Gattung Kohlröschen (Nigritella) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Die große Bekanntheit durch den intensiven Vanillegeruch spiegelt sich in ihren vielen Volksnamen wider, z. B. Schwärzlein, Brändele, Brunelle, Blutrösli, Blutströpfli, Mohrenköpfli, Schokoladenblümli, Vanilleblümli.

Systematik

Botanisch gesehen gehört diese Art in eine Artengruppe um Nigritella nigra, wobei hier das Österreichische Kohlröschen (Nigritella austriaca, bzw. nigra subsp. austriaca) behandelt wird. In der Gattung Gymnadenia hat es den Namen Gymnadenia austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Teppner & E. Klein) P. Delforge. Die Nominat-Sippe Nigritella nigra subsp. nigra kommt nur in Mittel-Schweden sowie Mittel- und Nord-Norwegen vor.

Beschreibung

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 8 bis 27 cm. Der Blütenstand ist zur Vollblüte etwas breiter als hoch. Die Blütenhüllblätter sind dunkel-rotbraun bis dunkel-braunrot, am Grund etwas heller.

Die Blütezeit ist Juni bis August (8 bis 10 Tage vor der Blütezeit von Nigritella nigra subsp. rhellicani)

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 80.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von Mitteleuropa bis zu den Pyrenäen und umfasst auch die Karpaten.<ref name="WCSP" /> Die Art hat Vorkommen in Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und in Italien.<ref name="Euro+Med" /> Die Gesamtverbreitung ist noch nicht abschließend geklärt durch die schwierige Unterscheidung zum Gewöhnlichen Kohlröschen. In Österreich ist diese Art in der Steiermark, in Kärnten, Osttirol und Niederösterreich verbreitet. In Deutschland kommt sie in den Allgäuer und Berchtesgadner Alpen vor. Die Art ist in Deutschland durch die BArtSchV besonders geschützt.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Als Standort werden Kalkmagerrasen bevorzugt.

Besonderheiten

Wie alle Arten der Gattung Kohlröschen duftet die Pflanze intensiv nach Vanille. Sie ist gefährdet durch Pflücken und Ausbringen von Kunstdünger. Diese Art ist tetraploid; das heißt, es hat einen vierfachen Chromosomensatz. Die Samenbildung erfolgt ungeschlechtlich.

Taxonomie

Das Österreichische Kohlröschen wurde 1990 von Herwig Teppner und Erich Klein als Nigritella nigra subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />Teppner & E. Klein in Phyton (Horn) Band 31, Seite 17 erstbeschrieben. Pierre Delforge stellte sie 1991 als Art Nigritella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Teppner & E. Klein) P. Delforge in Naturalistes Belges. Bulletin Mensuel Band 72, Seite 100 auf. In der Gattung Gymnadenia hat sie als Art den Namen Gymnadenia austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Teppner & E. Klein) P. Delforge.

Literatur

  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Herwig Teppner, Erich Klein: Nigritella rhellicani spec. nova und N. nigra (L.) RCHB. f. s. str. (Orchidaceae - Orchideae). In: Phyton (Horn). Band 31, Nr. 1, 1991, S. 5–26 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 20. April 2023]).

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Nigritella nigra subsp. austriaca bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Nigritella. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 192.</ref> <ref name="Euro+Med"> World Checklist of Selected Plant Families 2010, The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. In: Datenblatt Gymnadenia austriaca In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks