Zum Inhalt springen

Österreichischer Kranzenzian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Österreichischer Kranzenzian
Datei:Gentianella Austriaca Rax Niederoesterreich DSC 5040w.jpg

Österreichischer Kranzenzian (Gentianella austriaca)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Gattung: Kranzenziane (Gentianella)
Art: Österreichischer Kranzenzian
Wissenschaftlicher Name
Gentianella austriaca
(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub

Der Österreichische Kranzenzian (Gentianella austriaca), auch Österreich-Kranzenzian genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kranzenziane (Gentianella) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).

Beschreibung

Datei:Gentianella austriaca0.jpg
Habitus im Habitat
Datei:Gentianella germanica-DSC 5044w.jpg
Blüte im Detail

Vegetative Merkmale

Der Österreichische Kranzenzian ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 8 bis 30 (1 bis 40) Zentimetern erreicht.<ref name="ExFloraÖLS2008" /> Meist ist sie von der Basis aus verzweigt.<ref name="Hegi1966" />

Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kahl, eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und an der Basis verengt.<ref name="Hegi1966" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.<ref name="Hegi1966" /><ref name="ExFloraÖLS2008" /> Die Blüten sind in einem doldentraubigen Blütenstand angeordnet.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind etwa bis weniger als die Hälfte ihre Länge verwachsen.<ref name="Hegi1966" /> Die fünf kahlen Kelchzipfel sind bei einer Länge von meist 1,5 bis 2,5 (1 bis 3) Millimetern<ref name="ExFloraÖLS2008" /> linealisch und ihr Rand ist glatt oder zurückgebogen, die Buchten zwischen den Kelchzipfeln sind stumpf.<ref name="Hegi1966" /> Die purpurfarbene oder weißliche Krone<ref name="Hegi1966" /> ist meist 26 bis 40 (23 bis 51)<ref name="ExFloraÖLS2008" /> Millimeter lang. Der Fruchtknoten ist meist 2 bis 7 (1 bis 10) Millimeter lang gestielt.<ref name="ExFloraÖLS2008" />

Die Kapselfrucht ist 2 bis 4 Millimeter lang gestielt.<ref name="Hegi1966" />

Vorkommen

Gentianella austriaca ist in Mittel- und Osteuropa verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Österreich, Polen, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Serbien, Italien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland.<ref name="Euro+Med" /> Nach Floraweb fehlt der Österreichische Kranzenzian in Deutschland; nach Rohwer 2024 kommt er im Bayerischen Wald vor. Der Österreichische Kranzenzian ist in Deutschland steng geschützt.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Der Österreichische Kranzenzian steigt in der Steiermark bis in eine Höhenlage von 2000 Meter auf.<ref name="Hegi1966" /> In Österreich gedeiht der Österreichische Kranzenzian in den Kalkalpen und dessen nördlichen Vorland im Bundesland Wien, in Niederösterreich, in der nördlichen Steiermark und im Burgenland.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /><ref name="ExFloraÖLS2008" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. erfolgte 1882 Anton Kerner von Marilaun und Josef Kerner in Schedae ad Floram Exsiccatam Austro-Hungaricum, Band 2, Seite 123. Die Neukombination zu Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub wurde 1965 durch Josef Ludwig Holub in Preslia, Band 37, Seite 102 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Weitere Synonyme für Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub sind: Gentiana neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />Dörfl. & Wettst., Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. subsp. austriaca, Gentiana austriaca subsp. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Wettst., Gentiana germanica subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Hayek, Gentiana polymorpha subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Wettst., Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub subsp. austriaca, Gentianella austriaca subsp. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Holub, Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. var. austriaca, Gentiana austriaca var. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Hayek, Gentiana germanica var. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Hayek.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

  • Thomas Gaskell Tutin: Gentianella. In:
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9. Gentianella austriaca auf S. 709. PDF.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Gentianella austriaca bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Gentianaceae: Datenblatt Gentianella austriaca In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2041–2042. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Gentianaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 638. </ref> <ref name="ExFloraÖLS2008"> Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9. auf S. 709. PDF. </ref> </references>

Weblinks