Österreichischer Kranzenzian
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| Österreichischer Kranzenzian | ||||||||||||
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| Datei:Gentianella Austriaca Rax Niederoesterreich DSC 5040w.jpg
Österreichischer Kranzenzian (Gentianella austriaca) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gentianella austriaca | ||||||||||||
| (A.Kern. & Jos.Kern.) Holub |
Der Österreichische Kranzenzian (Gentianella austriaca), auch Österreich-Kranzenzian genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kranzenziane (Gentianella) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Österreichische Kranzenzian ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 8 bis 30 (1 bis 40) Zentimetern erreicht.<ref name="ExFloraÖLS2008" /> Meist ist sie von der Basis aus verzweigt.<ref name="Hegi1966" />
Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kahl, eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und an der Basis verengt.<ref name="Hegi1966" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.<ref name="Hegi1966" /><ref name="ExFloraÖLS2008" /> Die Blüten sind in einem doldentraubigen Blütenstand angeordnet.<ref name="Hegi1966" />
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind etwa bis weniger als die Hälfte ihre Länge verwachsen.<ref name="Hegi1966" /> Die fünf kahlen Kelchzipfel sind bei einer Länge von meist 1,5 bis 2,5 (1 bis 3) Millimetern<ref name="ExFloraÖLS2008" /> linealisch und ihr Rand ist glatt oder zurückgebogen, die Buchten zwischen den Kelchzipfeln sind stumpf.<ref name="Hegi1966" /> Die purpurfarbene oder weißliche Krone<ref name="Hegi1966" /> ist meist 26 bis 40 (23 bis 51)<ref name="ExFloraÖLS2008" /> Millimeter lang. Der Fruchtknoten ist meist 2 bis 7 (1 bis 10) Millimeter lang gestielt.<ref name="ExFloraÖLS2008" />
Die Kapselfrucht ist 2 bis 4 Millimeter lang gestielt.<ref name="Hegi1966" />
Vorkommen
Gentianella austriaca ist in Mittel- und Osteuropa verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Österreich, Polen, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Serbien, Italien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland.<ref name="Euro+Med" /> Nach Floraweb fehlt der Österreichische Kranzenzian in Deutschland; nach Rohwer 2024 kommt er im Bayerischen Wald vor. Der Österreichische Kranzenzian ist in Deutschland steng geschützt.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Der Österreichische Kranzenzian steigt in der Steiermark bis in eine Höhenlage von 2000 Meter auf.<ref name="Hegi1966" /> In Österreich gedeiht der Österreichische Kranzenzian in den Kalkalpen und dessen nördlichen Vorland im Bundesland Wien, in Niederösterreich, in der nördlichen Steiermark und im Burgenland.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /><ref name="ExFloraÖLS2008" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. erfolgte 1882 Anton Kerner von Marilaun und Josef Kerner in Schedae ad Floram Exsiccatam Austro-Hungaricum, Band 2, Seite 123. Die Neukombination zu Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub wurde 1965 durch Josef Ludwig Holub in Preslia, Band 37, Seite 102 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Weitere Synonyme für Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub sind: Gentiana neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />Dörfl. & Wettst., Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. subsp. austriaca, Gentiana austriaca subsp. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Wettst., Gentiana germanica subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Hayek, Gentiana polymorpha subsp. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Wettst., Gentianella austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern. & Jos.Kern.) Holub subsp. austriaca, Gentianella austriaca subsp. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Holub, Gentiana austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kern. & Jos.Kern. var. austriaca, Gentiana austriaca var. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Hayek, Gentiana germanica var. neilreichii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dörfl. & Wettst.) Hayek.<ref name="Euro+Med" />
Literatur
- Thomas Gaskell Tutin: Gentianella. In:
- Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9. Gentianella austriaca auf S. 709. PDF.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Gentianella austriaca bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Gentianaceae: Datenblatt Gentianella austriaca In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2041–2042. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Gentianaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 638. </ref> <ref name="ExFloraÖLS2008"> Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9. auf S. 709. PDF. </ref> </references>