Österreichische Schwarzwurzel
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| Österreichische Schwarzwurzel | ||||||||||||
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| Datei:Scorzonera austriaca (Österreich-Schwarzwurzel) IMG 2217.JPG
Österreichische Schwarzwurzel (Takhtajaniantha austriaca) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Takhtajaniantha austriaca | ||||||||||||
| (Willd.) Zaika, Sukhor. & N.Kilian |
Die Österreichische Schwarzwurzel<ref name="FloraWeb" /> oder Österreich-Schwarzwurzel (Takhtajaniantha austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) Zaika, Sukhor. & N.Kilian, Syn.: Scorzonera austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd.) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Takhtajaniantha innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="Euro+Med" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Österreichische Schwarzwurzel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 35 Zentimetern erreicht.<ref name="Hegi1987" /> Sie besitzt eine dicke, oft mehrköpfige Wurzel.<ref name="Hegi1987" /> Der Stängel ist aufrecht, unverzweigt, blattlos oder mit wenigen Schuppenblättern besetzt und trägt nur einen Blütenkorb. Unterhalb der rosettigen Grundblätter sind die Reste der vorjährigen abgestorbenen Laubblätter als dichter Faserschopf vorhanden.
Die bläulich-grünen, meist kahlen Grundblätter sind in der Breite sehr variabel und schwankt meist von 5 bis 30 Millimetern ungeteilt, ganzrandig, linealisch bis breit-lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und am Rand meist stark wellig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Mai.<ref name="Hegi1987" /> Der Blütenkorb weist einen Durchmesser von bis etwa 2 Zentimetern auf. Die Korbhülle ist bei einer Höhe von 15 bis 22<ref name="Hegi1987" /> oder 20 bis 25 Millimetern und einem Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern ei-glockenförmig, zuletzt etwas kantig und Millimeter lang.<ref name="Hegi1987" /> Die ziegeldachig angeordneten Hüllblätter sind stumpflich, kahl und haben einen hellen Hautrand. Die Zungenblüten sind gelb, fünfzähnig, wobei die randständigen Zungenblüten etwa doppelt so lang sind als die Blütenhülle.
Die Achänen sind 9 bis 12 Millimeter lang. Der Pappus ist reinweiß und etwa gleich lang wie die Achäne.<ref name="Hegi1987" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Scorzonera austriaca ist in Eurasien weitverbreitet.<ref name="FoC2010" /> Die Hauptverbreitung ist pontisch-illyrisch. In Österreich ist sie im pannonischen Raum häufig, sonst selten. Ihr für Europa gibt es Fundortangaben für Frankreich, Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, die Balkanhalbinsel, Bulgarien, Rumänien, Moldawien, Griechenland, die Ukraine, Belarus, Russland und Nordkaukasien.<ref name="Euro+Med" /> In Asien kommt sie von Zentralasien und Sibirien bis China und zur Mongolei<ref name="FoMongolia" /> vor.<ref name="FoC2010" />
In Deutschland ist Österreichische Schwarzwurzel vom Aussterben bedroht. Sie kommt nur noch an einem Fundort im Klettgau vor und ist dort von einer Überwachsung durch Sträucher bedroht.<ref name="Wörz1996" />
Die Österreichische Schwarzwurzel ist kalkliebend, wärmeliebend und wächst in Trockenrasen, besonders Felssteppen und lichten Schwarzföhrenwäldern in der kollinen bis submontanen Höhenstufe. Nach Oberdorfer gedeiht sie auf sommerwarmen, mäßig trockenen, kalkhaltigen, humosen, flachgründigen lehmig-tonigen Steinböden vor allem in blaugrasreichen Xerobrometen, auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Seslerio-Festucion pallentis, Erico-Pinion oder Festucion valesiacae. Sie ist ein Tief- und Spaltenwurzler.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie steigt in Südtirol zu einer Höhenlage von bis zu 900 Metern, im Kanton Wallis bis 1120 Metern auf.<ref name="Hegi1987" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Scorzonera austriaca erfolgte 1803 durch Carl Ludwig Willdenow in Species Plantarum, Editio quarta, Tomus III, Pars 3, Seite 1498.<ref name="FoC2010" /><ref name="Willdenow1803" /> Sie wurde durch Zaika et al. PhytoKeys, Volume 137, 2020, S. 72 als Takhtajaniantha austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) Zaika, Sukhor. & N.Kilian in die 1990 aufgestellten Gattung Takhtajaniantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Nazarova gestellt.<ref name="Zaika2020" /><ref name="Tropicos" />
Quellen
Literatur
- Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
- Raimund Fischer: Blütenvielfalt im Pannonikum, IHW-Verlag, Eching bei München 2004, ISBN 3-930167-51-4.
- Maxim A. Zaika, Norbert Kilian, Katy Jones, Anastasiya A. Krinitsina, Maya V. Nilova, Anna S. Speranskaya, Alexander P. Sukhorukov: Scorzonera sensu lato (Asteraceae, Cichorieae) – taxonomic reassessment in the light of new molecular phylogenetic and carpological analyses. In: PhytoKeys, Volume 137, 2020, S. 1–85. doi:10.3897/phytokeys.137.46544
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Takhtajaniantha austriaca bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraWeb"> Scorzonera austriaca Willd., Österreichische Schwarzwurzel. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Wörz1996"> Arno Wörz: Scorzonera L. 1753 In: </ref> <ref name="Willdenow1803"> Carl Ludwig Willdenow: Species Plantarum, Editio quarta, Tomus III, Pars 3, 1803, S. 1498. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="FoC2010"> Zhu Shi, Norbert Kilian: Scorzonera Linnaeus. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Scorzonera austriaca Willdenow. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Hegi1987"> Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. S. 1065–1066. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9. </ref> <ref name="Zaika2020"> Maxim A. Zaika, Norbert Kilian, Katy Jones, Anastasiya A. Krinitsina, Maya V. Nilova, Anna S. Speranskaya, Alexander P. Sukhorukov: Scorzonera sensu lato (Asteraceae, Cichorieae) – taxonomic reassessment in the light of new molecular phylogenetic and carpological analyses. In: PhytoKeys, Volume 137, 2020, S. 1–85. doi:10.3897/phytokeys.137.46544 </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter, 2006+: Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Scorzonera austriaca bei Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoMongolia"> Datenblatt Scorzonera austriaca mit Verbreitung in der Mongolei bei FloraGREIF - Virtual Flora of Mongolia. </ref> </references>
Weblinks
- Österreichische Schwarzwurzel. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Scorzonera austriaca Willd. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Thomas Meyer: Schwarzwurzel Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).