Österreichische Miere
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| Österreichische Miere | ||||||||||||
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| Datei:Minuartia austriaca (Österreich-Miere) IMG 3246.JPG
Österreichische Miere (Sabulina austriaca) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sabulina austriaca | ||||||||||||
| (Jacq.) Rchb. |
Die Österreichische Miere (Sabulina austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Rchb., Syn.: Minuartia austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Hayek),<ref name="Dillenberger2014" /> auch Österreich-Miere genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung Sabulina in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Österreichische Miere wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 8 bis 20 Zentimetern. Sie bildet lockere Rasen. Die Grundachse ist reich verzweigt, die Verzweigungen sind niederliegend-ausgebreitet, aufrecht oder aufsteigend.<ref name="Hegi1979" />
Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die kahle Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 20 Millimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 1 Millimetern schmal linealisch-lanzettlich.<ref name="Hegi1979" /> Die Blattspreite ist getrocknet deutlich dreinervig.<ref name="Hegi1979" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die einzelnen Stängel tragen meist zwei endständige Blüten. Die Blütenstiele sind etwa vier- bis zehnmal so lang wie der Kelch.
Die zwittrige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind bei einer Länge von 4 bis 6 Millimeter eiförmig mit zugespitztem oberen Ende und sind nur am Grunde schmal hautrandig.<ref name="Hegi1979" /> Die weißen Kronblätter fast doppelt so lang wie der Kelch und sind am oberen Ende gestutzt oder gezähnelt. Die drei Griffel sind am oberen Ende kolbenförmig verdickt.<ref name="Hegi1979" />
Die Kapselfrucht ist meist doppelt so lang wie der Kelch. Die Samen sind nierenförmig, braun und dicht warzig-papillös.<ref name="Hegi1979" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Es gibt Fundortangaben für Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien.<ref name="Hegi1979" /> In der Schweiz fehlt die Art.<ref name="InfoFlora" /> Die Österreichische Miere wächst zerstreut in den Ostalpen auf Kalkschuttfluren in der montanen bis subalpinen Höhenstufe. Ihre Wuchsorte liegen meist in Höhenlagen von 1400 bis 2470 Metern.<ref name="Hegi1979" /> Die Österreichische Miere ist eine Charakterart der Ordnung Thlaspietalia, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Potentillion caulescentis vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1775 unter dem Namen Arenaria austriaca durch Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin in Florae Austriaceae 3, S. 39.<ref name="Tropicos" /> Sie wurde 1832 von Ludwig Reichenbach in Flora Germanica Excursoria, 2, S. 787 als Sabulina austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Rchb. in die Gattung Sabulina gestellt.<ref name="Hegi1979" /><ref name="Tropicos" /> Diese Art wurde 1908 durch August von Hayek in Flora der Steiermark 1, S. 274 als Minuartia austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Hayek in die Gattung Minuartia gestellt.<ref name="Tropicos" /> Weitere Synonyme für Sabulina austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Rchb. sind: Alsine austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Mert. & W.D.J. Koch, Alsine austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Wahlenb. Alsine flaccida var. austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Fiori.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Dillenberger2014" /> Entsprechend molekulargenetischer Daten wurden durch Dillenberger et al. 2014 die Arten der Gattung Minuartia in etwa elf Gattungen aufgeteilt; seither ist Sabulina austriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Rchb. der akzeptierte Name.<ref name="Dillenberger2014" />
Literatur
- Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Sabulina austriaca bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Hegi1979"> Hans-Christian Friedrich: Minuartia austriaca. In: . </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 383. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Caryophyllaceae.: Datenblatt Minuartia austriaca In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Dillenberger2014"> Markus S. Dillenberger, Joachim Kadereit: Maximum polyphyly: Multiple origins and delimitation with plesiomorphic characters require a new circumscription of Minuartia (Caryophyllaceae). In: Taxon, Volume 63, Issue 1, Februar 2014, S. 64–88. doi:10.12705/631.5 </ref> <ref name="InfoFlora">Minuartia austriaca (Jacq.) Hayek In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>