Österreich-Tragant
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| Österreich-Tragant | ||||||||||||
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| Datei:Astragalus austriacus (Österreich-Tragant) IMG 9358.JPG
Österreich-Tragant (Astragalus austriacus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Astragalus austriacus | ||||||||||||
| Jacq. |
Der Österreich-Tragant (Astragalus austriacus „österreichischer Tragant“) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tragant (Astragalus) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist von Südwest- über Mittel-, Südost-, Osteuropa, Sibirien und dem Kaukasusraum bis nach Mittelasien verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Österreich-Tragant wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 20 bis 30, manchmal auch bis 50 Zentimetern. Der niederliegende bis aufsteigende und aufrecht-abstehend verzweigte Stängel ist stielrund bis vierkantig und beblättert. Sowohl Stängel als auch Laubblätter sind mit Kompassnadelhaaren besetzt (Indument).<ref name="Fischer2008" />
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig mit fünf bis elf Paaren Fiederblättchen gefiedert und besitzen deutliche Endblättchen. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 5 bis 15 Millimeter linealisch. Die Nebenblätter sind frei.<ref name="Fischer2008" />
Generative Merkmale
5 bis 25 abstehende bis nickende Blüten befinden sich in einem lockeren, traubigen Blütenstand. Das Deckblatt ist 0,5 bis 1 Millimeter lang.<ref name="Fischer2008" />
Die zwittrigen Blüten sind bei einer Länge von 5 bis 8 Millimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchzähne sind stumpf-dreieckig und höchstens ein Viertel so lang wie die Kelchröhre. Die fünf Kronblätter sind hellblau-lila bis purpur-lila. Die Flügel sind deutlich ausgerandet und zweispaltig.<ref name="Fischer2008" />
Die Hülsenfrucht ist hängend.<ref name="Fischer2008" />
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="IPCN" />
Ökologie und Phänologie
Die Blühzeit dieses Hemikryptophyten reicht in Mitteleuropa von Mai bis Juni, manchmal bis September.<ref name="Fischer2008" />
Vorkommen und Gefährdung
Das Verbreitungsgebiet des Österreich-Tragant erstreckt sich von Südwest- über Mittel-, Südost-, Osteuropa, Sibirien und dem Kaukasusraum bis nach Mittelasien. Im deutschsprachigen Raum ist der Österreich-Tragant nur in Österreich heimisch.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
In Österreich sind zerstreute Vorkommen nur aus dem pannonischen Gebiet der Bundesländer Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bekannt. Der Österreich-Tragant gedeiht in Österreich und angrenzenden Gebieten meist in Halbtrockenrasen in der collinen Höhenstufe. In Österreich gilt der Österreich-Tragant als „gefährdet“.<ref name="Fischer2008" />
Der Österreich-Tragant erreicht in den Kottischen Alpen Höhenlagen von 1200 bis 1400 Metern.<ref name="HegiGams1964" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Astragalus austriacus erfolgte 1762 durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Enumeratio stirpium plerarumque, quae sponte crescunt in agro vindobonensi, montibusque confinibus, Seite 263.<ref name="Euro+Med" />
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Astragalus austriacus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Fischer2008"> </ref> <ref name="HegiGams1964"> Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, S. 1425–1426. Verlag Carl Hanser, München 1964. </ref> <ref name="Euro+Med"> Datenblatt mit Daten aus ILDIS World Database of Legumes 2010. bei Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>