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Échemiré

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Échemiré
Datei:Blason ville fr Échemiré (Maine-et-Loire).svg
Staat Frankreich
Region Pays de la Loire
Département Maine-et-Loire
Arrondissement Saumur
Gemeinde Baugé-en-Anjou
Koordinaten 47° 33′ N, 0° 10′ WKoordinaten: 47° 33′ N, 0° 10′ W
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Postleitzahl 49150
Ehemaliger INSEE-Code 49128
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status Commune déléguée
Datei:Echemiré - Église Saint-Martin (2009).jpg
Pfarrkirche Saint-Martin

Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Échemiré (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[eʃmiˈʁe] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Hélène (Hsarrazin)-Échemiré.wav"></phonos>) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 544 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Sie gehörte zum Arrondissement Saumur. Die Bewohner werden Echemiréens und Echemiréennes genannt.

Der Erlass des Präfekten vom 10. Juli 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Eingliederung von Échemiré als Commune déléguée gemeinsam mit 14 weiteren Orten zur Commune nouvelle Baugé-en-Anjou fest.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Recueil spécial des actes administratifs de la préfecture.] (PDF) Département Maine-et-Loire, , S. 13–15, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geografie

Échemiré liegt etwa 30 Kilometer ostnordöstlich von Angers, etwa 58 Kilometer südsüdwestlich von Le Mans und etwa 33 Kilometer nordnordwestlich von Saumur in der Région naturelle des Baugeois. Das Ortsgebiet liegt im Pariser Becken teilweise auf einer Hochebene mit Höhen bis 89 m. Das Zentrum befindet sich auf etwa 68 m Höhe. Im nordwestlichen Teil des Ortsgebiets erhebt sich ein Hügel mit 101 m Höhe, die höchste Erhebung von Échemiré. Échemiré wird hauptsächlich vom Ruisseau du Molinet, das das Ortsgebiet im Westen begrenzt, sowie vom Ruisseau du Moulin entwässert. Zwischen Échemiré und der östlich gelegenen Commune déléguée Baugé dehnt sich der Forêt de Baugé aus.

Umgeben wird Échemiré von zwei Nachbargemeinden und drei Communes déléguées von Baugé-en-Anjou:

Cheviré-le-Rouge
(Commune déléguée)
Jarzé Villages Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Baugé
(Commune déléguée)
Sermaise Le Vieil-Baugé (Commune déléguée)

Toponymie und Geschichte

Der Name des Ortes erschien in folgenden Formen: Scameratum (9. Jahrhundert), Curtis Aschimiriaci (1060–1080), Eschimiriacus (1077 und 1088), Eschemiriacus (1088 und 1154), Schimiriacus (1095–1101), Chimiriacus (1174), Parochia de Chemire (1225),<ref name="Célestin">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Eschemiré (1793), Echemiré (1801).<ref name="EHESS" />

Auf steinzeitliche Besiedelung weist der Menhir Pierre du Coq et la Poule hin. Der Ort wurde im 9. Jahrhundert mit einer einfachen Kirche gegründet, dessen Name auf eine Villa Scameratum zurückgeht. Vor dem 11. Jahrhundert existierte eine Pfarrgemeinde rund um eine Burg. Benediktinermönche gründeten in dieser Zeit ein Priorat, dessen Gebäude noch heute existieren, mit einer Kapelle, die dem heiligen Bibianus von Saintes geweiht ist.<ref name="Célestin" />

Die Gemeinde Rigné wurde im Jahre eingemeindet.<ref name="EHESS" />

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der helle Kalkstein der Gegend (tuffeau) ist als Baumaterial für Kirchen, Schlösser und Bauernhäuser verbreitet. Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das im Wald Richtung Baugé stehende Menhirpaar Pierre du Coq et la Poule, das seit 1979 als Monument historique klassifiziert ist.

Die Pfarrkirche Saint-Martin stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Ihr Chor, das Querschiff mit zwei Apsidiolen und der Kirchturm sind seit 1969 als Monument historique klassifiziert.

Das Schloss im Weiler La Grifferaie wurde 1865 vom Architekten Bibard für Louis d’Andigné erbaut, das Schloss im Weiler La Roussière ab 1830.

Das Herrenhaus im Weiler La Cour du Moulin wie das Herrenhaus im Weiler Le Haut Mince datieren aus dem 15. Jahrhundert, die Herrenhäuser im Weiler Les Rochettes, im Weiler Montchauvon und das im Dorfzentrum aus dem 16. Jahrhundert.

Das Oratorium Notre-Dame, genannt „Kapelle Notre-Dame“, wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Das Pfarrhaus stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.

Weiterhin beherbergt der Ort ein Waschhaus am Feldrand und eine Tontöpferei im ehemaligen gegen 1830 errichteten Wohnhaus des als Général Tranquille bekannt gewordenen Jean Châtelain, der in der Chouannerie, dem bewaffneten Widerstand königstreuer Katholiken gegen die Erste Französische Republik, kämpfte.

Persönlichkeiten

  • Jean Châtelain (1765–1848), einer der Anführer in der Chouannerie, verstorben in Échemiré
  • Hugues Quester (* 1948), französischer Schauspieler, geboren in Échemiré

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes de Maine-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-117-1, S. 245–249.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />