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Ästige Sommerwurz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Ästige Sommerwurz
Datei:Orobanche ramosaTorrevieja.jpg

Ästige Sommerwurz (Phelipanche ramosa)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Phelipanche
Art: Ästige Sommerwurz
Wissenschaftlicher Name
Phelipanche ramosa
L.

Die Ästige Sommerwurz (Phelipanche ramosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Phelipanche in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Phelipanche ramosa war früher als Orobanche ramosa in der Gattung der Sommerwurzen gelistet.<ref name="Fischer" /><ref name= "Joel" />

Datei:04-12 Silifke 08 Orobanche ramosa plant.jpg
Ästige Sommerwurz (Phelipanche ramosa)

Beschreibung

Die Ästige Sommerwurz ist eine 3 bis 40 cm hoch werdende, parasitäre Pflanze, die vorwiegend auf Hanf (Cannabis), Tabak (Nicotiana) und Nachtschatten (Solanum) parasitiert. Die Pflanze verzweigt basal, meist unterirdisch.

Die Krone ist an der Basis blassgelb, zum Saum hin hellblau oder violett. Sie ist vierzähnig, kurzglockig geformt und wird 10 bis 12 mm lang. Die Narbe ist weißlich. Blütezeit ist Juli und August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Die Ästige Sommerwurz stammt wahrscheinlich aus Amerika, ist jedoch auch in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Früher wuchs sie in Deutschland und Österreich in Tabak- und Hanfkulturen und richtete zum Teil große Schäden an. Heute gibt es in Deutschland nur noch wenige Vorkommen, in Österreich<ref name="Fischer"/> ist sie mit Ausnahme Kärntens ausgestorben. Die Ästige Sommerwurz kommt vor allem in Gesellschaften der Polygono-Chenopodietalia-Klasse, der Hackunkrautgesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> Nach manchen Autoren ist sie beheimatet in Spanien, Frankreich, Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz.<ref name="GRIN" />

Taxonomie und Systematik

Die Ästige Sommerwurz wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 633 als Orobanche ramosa erstbeschrieben. Das Epitheton "ramosa", das "ästig" bedeutet, hatte er von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Die Art wurde 1874 durch Auguste Nicolas Pomel in Nouveaux Matériaux pour la Flore Atlantique Band 1 Seite 103 als Phelipanche ramosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Pomel in die Gattung Phelipanche gestellt.

Früher wurden zu Phelipaea ramosa noch Sippen als Unterarten gestellt, die heute meist als eigenständige Arten angesehen werden<ref name="Euro+Med" />:

  • Orobanche ramosa subsp. mutelii <templatestyles src="Person/styles.css" />(F. W. Schultz) Cout. => Phelipanche mutelii <templatestyles src="Person/styles.css" />(F. W. Schultz) Pomel
  • Orobanche ramosa subsp. nana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Reut.) Cout. => Phelipanche nana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Reut.) Soják
  • Orobanche ramosa subsp. ramosa => Phelipanche ramosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Pomel s. str.

Literatur

  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Fischer"></ref> <ref name= "Joel"> D. M Joel: The new nomenclature of Orobanche and Phelipanche. In: Weed Research. Band 49, Supplement s1, 2009, S. 6–7, doi:10.1111/j.1365-3180.2009.00748.x. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Euro+Med">G. Domina & E. von Raab-Straube (2019+): Orobanchaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Phelipaea</ref> </references>

Weblinks

Commons: Ästige Sommerwurz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien