Zum Inhalt springen

Erdmantje

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. November 2024 um 21:31 Uhr durch imported>Maximilian Birke (Quellenangabe formal korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Erdmantjes, auch Eerdmantjes (ostfriesisch: eerdmantjes<ref>Suche nach eerdmantjes (frs>de). In: Oostfräisk Woordenbauk – Ostfriesisches Wörterbuch. Onno Dirk Feldmann, abgerufen am 13. November 2024.</ref>), sind Figuren der friesischen Mythologie.<ref>J. ten Doornkaat Koolman: Wörterbuch der ostfriesischen Sprache. Verlag von Herm. Braams, Norden 1879, S. 403, Einträge erd-mantje, erdmantjes pipen, abgerufen am 27. Januar 2016.</ref>

Der ostfriesische Schriftsteller Albrecht Janssen verfasste nach der Sage das gleichnamige Kunstmärchen<ref>Erdmantjes (Albrecht Janßen) leer.de</ref> im Jahr 1926. Demnach lebten die Erdmantjes im Plytenberg in Leer und bewachten dort das Gold und das Grab des letzten Friesenkönigs Radbod.<ref>NDR: Die NDR Quizshow: Die Leuchte des Nordens. 400 Fragen für pfiffige Ratefüchse, Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2005, S. 179, ISBN 978-3-89993-713-8[1]</ref> Nachts halfen sie den Menschen und erledigten unerkannt Arbeiten, bis eines Tages ein Bauer den Schatz rauben wollte und ein Loch in den Hügel grub. Den Erdmantjes gelang es nicht, den Menschen zu vertreiben, daher beschlossen sie,<ref>Erdmantjes (Albrecht Janßen) / Stadt Leer (Ostfriesland). Abgerufen am 24. Mai 2022.</ref> über die Ems zu fliehen. Als der Bauer mit seiner Beute nach Hause fahren wollte, erschien ein Wasserkerl bei der Überfahrt einer Brücke, und dieser zog ihn mitsamt dem Schatz von König Radbod in den Fluss.

Literatur

  • Ilona Elisabeth Schwartz: Deutsche Mythen, Sagen und Legenden, 2013, ISBN 978-3-8476-3869-8 [2]
  • Dietmar Damwerth: Sagen und Märchen aus Ostfriesland, 1997, S. 124 ff, ISBN 3-88042-782-8 [3]

Einzelnachweise

<references />