Zum Inhalt springen

Drahtwort

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Juli 2025 um 09:13 Uhr durch imported>-chdte- (Beispiele: typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Mercur Flugzeugbau Berlin (Poster - bearb Sp).png
Werbeposter mit Telegrammadresse: Mercurflug
Datei:Briefkopf J. Hakenmüller.jpg
Briefkopf mit Drahtanschrift

Das Drahtwort, auch Draht-Adresse<ref>Riedlinger Zeitung. (PDF) 10. Oktober 1906, S. 1, abgerufen am 30. April 2025.</ref> oder Drahtadresse, Drahtanschrift oder Telegrammadresse (Telegr.-Adr.)<ref>Der Kinematograph. (PDF) 4. Juli 1917, S. 89, abgerufen am 30. April 2025.</ref> genannt, ist eine Kurzadresse für Telegramme, die früher besonders von Unternehmen verwendet wurde.

Geschichte

Das Telegrafenamt konnte aus der Liste der vergebenen Drahtwörter die Empfängeradresse zuordnen. Da bei der Gebührenabrechnung von Telegrammen die Anzahl der Wörter maßgeblich war, konnte sich der Absender so die kostspielige Übertragung der vollständigen Adresse ersparen. Neben dem „Fernruf“ (der Telefonnummer) und der Fernschreibnummer war das Drahtwort ein Standardbestandteil im Briefkopf eines Unternehmens.<ref>Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. 1905, S. 121 (zeno.org).</ref>

Beispiele

Statt der Adresse „Spazierstock- und Regenschirmfabrikation Pogge, Berlin-Grunewald, Chausseestraße 12–18“ lautete das Drahtwort nur kurz „poggeberlin“. Nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge eine Auswahl bekannter Beispiele:

Historische Gebühren

Eine Telegramm-Kurzanschrift kostete sowohl 1974<ref>Telegrammordnung (Bundesgesetzblatt Nr. 18 vom 28.02.1974, Seite 383)</ref> als auch 1986<ref>Telekommunikationsordnung (Bundesgesetzblatt Nr. 58 vom 21.11.1986, Seite 1895)</ref> monatlich 5 DM.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />