Zum Inhalt springen

Blickweiler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2026 um 11:03 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Blickweiler
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1334)&title=Blickweiler 49° 13′ N, 7° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1334) 49° 12′ 46″ N, 7° 15′ 7″ O
 {{#coordinates:49,212778|7,251944|primary
dim=10000 globe= name=Blickweiler region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 228 m ü. NHN
Fläche: 4,99 km²
Einwohner: 1334 (31. Dez. 2019)<ref>Blieskasteler Nachrichten, 17. Januar 2020 – Einwohnerstatistik</ref>
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66440
Vorwahl: 06842
Lage von Blickweiler im Saarland
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Blickweiler ist ein Stadtteil von Blieskastel im Saarpfalz-Kreis (Saarland). Bis Ende 1973 war Blickweiler eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Sankt Ingbert.

Geographie

Der Ort liegt 4 km südlich von Blieskastel am rechten Ufer der Blies auf einer Höhe von 228 m ü. NHN. Geologisch befindet sich Blickweiler am Übergang vom Buntsandstein zum Muschelkalk, der den Süden des Bliesgaues einnimmt.

Geschichte

Der Ort Blickweiler befindet sich auf uraltem Siedlungsboden. Das beweisen die Funde zweier Steinbeile, die dem Historischen Museum der Pfalz in Speyer übergeben wurden. In der römischen Zeit befand sich unter dem heutigen Blickweiler eine Töpfersiedlung, die Terra Sigillata produzierte<ref>Andreas Stinsky: Neue Betrachtungen zur ostgallischen Terra-Sigillata-Töpferei von Blickweiler und deren Umfeld. In: Landesarchäologie Saar 2010–2015. Denkmalpflege im Saarland 9 (Saarbrücken 2017), S. 429–458. (https://www.academia.edu/83777443/Andreas_Stinsky_Neue_Betrachtungen_zur_ostgallischen_Terra_Sigillata_Töpferei_von_Blickweiler_und_deren_Umfeld_In_Landesarchäologie_Saar_2010_2015_Denkmalpflege_im_Saarland_9_Saarbrücken_2017_S_429_458)</ref>. Die Verbreitung der Waren reichte von Britannien bis zur mittleren Donau. Um das Jahr 160 wurde die Töpferei aufgegeben. Die Fundstücke befinden sich im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken. Robert Knorr veröffentlichte die Ergebnisse dieser Grabung sowie der Grabung beim Eschweilerhof nahe Neunkirchen (Saar).<ref>Robert Knorr, Friedrich Sprater: Die westpfälzischen Sigillata-Töpfereien von Blickweiler und Eschweiler Hof. Historisches Museum der Pfalz, Historischer Verein der Pfalz, Speyer, 1927 (Veröffentlichungen Historisches Museum der Pfalz und Historischer Verein der Pfalz 3).</ref>

Der Ort Blickweiler wurde im Jahre 1191 erstmals erwähnt. Die Grafen von Blieskastel waren die Grundherren des Ortes. Die Gründerin des Klosters Gräfinthal, Elisabeth von Blieskastel, bedachte das Kloster mit dem Patronatsrecht an der Kirche und an dem Zehnten. So wurde das Kloster wichtigster Grundherr in Blickweiler. Im 14. Jahrhundert fiel der Ort an Kurtrier, 1666 kam der Ort zur Herrschaft der Freiherren von der Leyen. Von 1798 bis 1814 gehörte der Ort zum Saar-Departement, von 1816 bis 1918 wie der gesamte Saarpfalz-Kreis zur bayrischen Pfalz und damit zum Königreich Bayern. Seitdem teilt der Ort das Schicksal aller saarländischen Orte nach den beiden Weltkriegen.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Blickweiler am 1. Januar 1974 der Stadt Blieskastel zugeordnet.<ref></ref> Blickweiler ist seitdem ein Stadtteil und ein Gemeindebezirk.

Sehenswertes

Datei:Blickweiler St. Barbara.JPG
Kath. Pfarrkirche St. Barbara

Sehenswert im Ortskern ist die Pfarrkirche St. Barbara. Der älteste Teil des Gotteshauses, das ursprünglich St. Romaricus gewidmet war, ist der Turm. Er stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und gehört mit seinem zweiseitigen Satteldach zu der Gruppe der sogenannten „Hornbacher Türme“. Die Kirche wurde 1733 und 1928 umgebaut und dabei jeweils erweitert. 1964 schuf der Künstler Ernst Alt im Rahmen einer Renovierung ein neues Altarbild, das die heilige Barbara zeigt.<ref>Stadt Blieskastel: Zur Geschichte von Blickweiler. Abgerufen am 23. Dezember 2018.</ref>

Politik

Ergebnis der Bundestagswahl vom 24. September 2017.<ref>Blieskastel: Wahlen | Blieskastel. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Juni 2018; abgerufen am 20. Juni 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Wahlbeteiligung lag bei 77,0 %

Ortsrat

Ergebnis der Ortsratswahlen vom 25. Mai 2014:<ref>Ergebnis Ortsratswahl Blickweiler 2014 Auf: www.blieskastel.de, abgerufen am 27. Mai 2014</ref>

  • SPD: 58,3 %, 5 Sitze
  • CDU: 41,7 %, 4 Sitze

(Stand: Mai 2014)

Ortsvorsteher

Der derzeitige Ortsvorsteher (seit 1999) ist Walter Boßlet (SPD).<ref>Blieskasteler Nachrichten vom 21. August 2009.</ref>

Persönlichkeiten

  • August Nicklaus (1885–1937), Präsident der Eisenbahndirektion Saarbrücken

Weblinks

Commons: Blickweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende