Zum Inhalt springen

August Meineke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Januar 2026 um 20:17 Uhr durch imported>Zollernalb (HC: Entferne Kategorie:Gymnasiallehrer; Ergänze Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Johann Albert Friedrich August Meineke - Imagines philologorum.jpg
Johann Albrecht Friedrich August Meineke

Johann Albrecht Friedrich August Meineke (auch Augustus Meineke; * 8. Dezember 1790 in Soest; † 12. Dezember 1870 in Berlin) war ein deutscher Altphilologe.

Leben

August Meineke wurde am 8. Dezember 1790 als Sohn des Gymnasialdirektors in Soest geboren. Zu seinen Schwiegersöhnen zählten der spätere Rektor des Magdeburger Domgymnasiums Johannes Horkel und sein Kollege am Joachimsthalschen Gymnasiums Theodor Bergk.<ref>FamilySearch: August Meineke (1790-1870) Mit Horkel verheiratet war seine Tochter Johanna, mit Bergk seine Tochter Ida.</ref>

Wie sein Vater besuchte er von 1805 bis 1810 die Landesschule Pforta. Anschließend studierte er bei Gottfried Hermann an der Universität Leipzig drei Semester Klassische Philologie und wurde auf dessen Empfehlung zum Professor am Conradinum in Jenkau (bei Danzig) berufen. 1814 wechselte er an das Akademische Gymnasium in Danzig, wo er ab 1817 Gymnasialrektor war. Von 1826 bis 1856 war er als Nachfolger von Bernhard Moritz Snethlage in Berlin Direktor des Joachimsthalschen Gymnasiums. Sein Lebenswerk war die Ausgabe der Fragmenta Comicorum Graecorum (1839–1857), einer zu ihrer Zeit unübertroffenen Ausgabe der Fragmente aller griechischen Komödiendichter.

Seit 1830 war er ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.<ref>Mitglieder – historisch: August Meineke. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 28. November 2025.</ref> 1850 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften<ref>Mitgliedseintrag von August Meineke (mit einem Link zu einem Nachruf von Karl Felix Halm) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 28. November 2025.</ref> und 1860 der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt.<ref>Mitglieder: August Meineke. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 28. November 2025.</ref>

August Meineke starb, nur vier Tage nach seinem 80. Geburtstag, am 12. Dezember 1870 in Berlin und wurde auf dem dortigen Domfriedhof I an der Liesenstraße beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten geblieben.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006. S. 8.</ref>

Seit 1899 trägt die Meinekestraße in Charlottenburg und Wilmersdorf, die zwischen dem Kurfürstendamm und der Schaperstraße verläuft und am damaligen Joachimsthal’schen Gymnasium endet, seinen Namen.

Datei:Meinekestraße.jpg
Berliner Straßenschild der Meinekestraße mit Widmung

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein